26. Oktober 2021
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Thomas Renggli

Drittwelt-Klima-Aktivisten erheben erpresserische Forderungen gegenüber Europa. Dabei liegt das grösste Problem in China

Im Kampf gegen den CO2-Ausstoss stellen Aktivistinnen der Bewegung Fridays for Future aus Kenia, Mexiko und den Philippinen finanzielle Forderungen in der Höhe von 100 Milliarden Franken an reiche Länder wie die USA, Grossbritannien, Deutschland oder die Schweiz.

Diese Summe sei in Aussicht gestellt worden – genüge aber nicht. Dabei handele es sich nicht um solidarische Unterstützung, sondern um die Bezahlung der Schulden der reichen Länder des Nordens an die Menschheit und den Planeten. Hoppla!

Blickt man allerdings in Richtung China, liegt der Verdacht nahe, dass sich die Aktivisten an die falschen Adressaten wenden.

Obwohl der chinesische Präsident Xi Jinping unlängst versprach, künftig auf die Finanzierung und den Bau von Kohlekraftwerken im Ausland zu verzichten, geschieht in China selber nichts. Im Gegenteil: Allein im vergangenen Jahr hatte das bevölkerungsreichste Land der Erde 38 Gigawatt neue Kapazitäten mit Kohlestrom aufgebaut.

Das ist mehr, als der gesamte Kohlekraftwerks-Park Deutschlands. China will sich durch günstige Stromerzeugung einen Kostenvorteil im globalen Wettbewerb verschaffen.

Der Endverbraucher in der Schweiz reibt sich verwundert die Augen – und rät den globalen Klimaaktivisten: Schickt die 100-Milliarden-Rechnung doch bitte nach Peking!

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15 Kommentare zu “Drittwelt-Klima-Aktivisten erheben erpresserische Forderungen gegenüber Europa. Dabei liegt das grösste Problem in China”

  • simba63 sagt:

    Alle Achtung, besser kann man es nicht machen: sie lassen die Maske fallen und sagen offen, dass es ihnen überhaupt nicht ums Klima geht, sondern nur um den Zaster, und zwar möglichst viel. Milliarden reichen nicht mehr, es muss schon "äs bizzeli meh sii" . Aber was noch viel trauriger ist (die jungen Spinner kann man ja nicht wirklich ernst nehmen), dass viele "Gutmenschen" diesen ganzen Klamautsch mitmachen und diese Pubertierenden unterstützen.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Follow the money: Wer finanziert die Reise und den Auftritt dieser Klimasöldner aus der Dritten Welt?

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  • Marc Dancer sagt:

    Es geht in 1. Linie um Geld das ohne Gegenleistung in diesen Laendern in deren gigantischen Korruptionssumpf verschwinden soll. Mexico, Philippinen u. Kenia gehoeren zu den korruptesten Laendern die jemals auf diesem Planeten existierten. Alle 3 kann man auch als "failed States" bezeichnen. Die Finanzierung der Staaten ist laengst aus den Fugen geraten. Gewinner werden die sein die Zugriff auf die Ressourcen, das Know how u. die billigen Arbeitskraefte/ Sklaven haben.

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    • Theo sagt:

      Mit PHP muss ich ihnen widersprechen. 2020 waren die PHP gem. statista.com auf Rang 115 von 180 untersuchten Länder. Es gibt also einige die mehr Dreck am Stecken haben. Präsi Duterte hat ordentlich aufgeräumt. (Nicht immer mit legalen Methoden) Das Resultat ist aber sehenswert. Steuer- und Hilfsgelder fliessen in Strasseninfra, Bau von Schulen etc. Darum wird der Duterte in den westlichen Medien wohl als Mörder und Diktatot hingestellt. Er hat vorallem beim armen Volk enormen Rückhalt.

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  • SimoneR sagt:

    FfF in Kenia, das ist ja lächerlich! Sicher gibt es auch gut situierte Kinder mit Internetanschluss, allerding gehen diese Kinder auf Eliteschulen für 1‘500 bis 2‘000 USD p.m. Da wird man das Schwänzen nicht dulden! Die Kenianer sind da recht robust unterwegs, insbesondere die Schulen! Wo auch immer sie 3 Kinder für diese Parolen aus dem Busch geholt haben, Umweltschutz ist ein Luxusproblem für gelangweilte, wohlstandsverwahrloste Kids! Allerd. nicht von hungernden Kindern!

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  • Peter Eschmann sagt:

    Mich packt ein unwiderstehliches Lachen über unseren mainstreamlichen und obrigkeitsgesteuerten teuflischen CO2-Ausstoss sowie die Meldung der ÖV-Ticketverkäufer, die mir gratulieren, dass ich mit dem Verzicht auf das eigene Auto 2,372 kg CO2 eingespart habe. Ich kann mir gar nicht solange an den Kopf langen und gegen die Stirn schlagen, wie ich mich gezwungen sehe bei folgenden Nachrichten:

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    • Peter Eschmann sagt:

      Update von Dienstag, 26.10.2021, 8.15 Uhr: Der Vulkan auf der Kanareninsel La Palma kommt weiterhin nicht zur Ruhe.
      Ätna: Einer der aktivsten Vulkane Europas .
      Was nur schon diese zwei in die Luft blasen. Ich plädiere dafür, endlich auch mal die Vulkane zur Verantwortung zu ziehen.

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  • waschiwischi sagt:

    Fragen Sie einmal Tantchen Baerbock spontan nach dem 1. und 2. Hauptsatz der Thermodynamik! Die hätte da keine Ahnung um was es geht. Rousseaus "Warnung", dass "keine Unterwerfung" so "vollkommen" ist, "wie die, die den Anschein von Freiheit wahrt", scheint sich zu bewahrheiten. Alle diese Vertreter von "Allmachtphantasien" machen zumindest keine Hehl daraus, dass sie die Demokratie verachten. Demut, Einsicht, Bescheidenheit...wo bitte sind sie, oh wie ich sie vermisse.

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  • Christian Weber sagt:

    Die Schweiz importiert jährlich Produkte, deren Herstellung im Ausland (z.B. China) einen CO-Ausstoss verursachte, welcher mehr als das doppelte (220%) des Schweiz-lokalen Ausstosses beträgt. Diese Zahl steigt kontinuierlich an (->Our World in Data). Schweiz gehört diesbezüglich zu den "schlechtesten" Ländern überhaupt. Man lässt gerne im Ausland "billig" produzieren, möchte aber selber CO2-blütenrein dastehen - Heuchelei. Wäre Co2 wirklich ein Problem, bräuchte es eine CO2 Abgabe auf Import.

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    • oazu sagt:

      Wenn Klimabgaben auf Importe, dann aber Gutschriften bei Exporten. Gibt es aber nicht, nicht mal vorgesehen. Ziel ist Klimaabgaben für Produktion an Produktionsstandort, dann gleich nochmals auf dasselbe bei jedem Import, ung gleich nochmals beim Endverbraucher. So wird z.T. heute mit solchen "Klimaabgaben" hantiert.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Klima-Hysteriker(innen) (die offenbar arbeitslos sind und somit viel Zeit haben!, um die Gesellschaft umzuerziehen!). können ausser Milliarden-Beiträge von Anderen fordern, gar nichts am Weltklima ändern! Dort (in China), wo täglich Tausende von Tonnen Abgase und sonstige Umweltbelastungs-Stoffe einfach weiterhin in die Luft geleitet werden, gehen diese "Klma-Aktivisten" natürlich nicht hin (weil sie sofort polizeilich abgeführt würden!) Im Westen aber verlangen sie Milliarden!

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  • steinlin sagt:

    Das aller schlimmste ist, dass eine Sommeruga, über all dies genau informiert ist und trotzdem weiter völligen Unsinn plappert !

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  • Edmo sagt:

    Die 100 Milliarden sind im Pariser Klimaabkommen festgeschrieben worden. Um dieses Geld geht es. Um nichts anderes. Das Abkommen hat mit dem Klima nichts zu tun. Es ging immer nur um die globale Umverteilung. Auch mit CO2 hat es nichts zu tun. Wenn Geld umverteilt werden soll, muss man es dort holen, wo es welches hat und die Chancen gut stehen, die eigenen Taschen damit füllen zu können. Peking wird nicht zahlen. Weshalb sollte sich die Klimabewegung an China wenden? Wir sind doch die Dummen.

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  • oazu sagt:

    Geht es Klima-Aktivisten weltweit ums Klima? Diese Forderung hier ist Beweis genug, dass es einzig und allein um medial politisch orchestrierte Erpressung zum Weitertreiben von links-extremem Gesellschaftsumbau marxistischem Vorbilds, getrieben durch Linksaktivisten finanziert mit Geld von Zersetzern wie Soros und Konsorten.

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  • Realo100 sagt:

    Nein, falsch! Schickt alle Klima-Aktivioten nach China!!

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