19. August 2021
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Beat Gygi

Klima-Gleichschaltung der Konzerne – der Bundesrat will in den Klub von EU und G20

Der Bundesrat hat gerade die «Eckwerte zur künftigen verbindlichen Klimaberichterstattung von grossen Schweizer Unternehmen» festgelegt. Die Klima-Gesetz-Maschine startet, die Vergrünung der Regulierung kommt.

Was ist das Ziel? Grob gesagt: Das Virus des Klima-Bürokratie in die Konzernbürokratien grosser Unternehmen einschleusen, damit es sich dort festsetzt.

Das Virus stammt aus den Labors von EU und G20, Schweizer Firmen werden international gleichgeschaltet.

Die Schweiz richtet sich nach Kochbuch und Bussen-Katalog von EU und G20. Willkommen im grossen Klub der Klima-Verbesserer, das gibt ja fast ein Gefühl von Rahmenabkommen.

Per Gesetz will man Schweizer Firmen zwingen, öffentlich Rechenschaft abzulegen über finanzielle Risiken ihrer «klimarelevanten Tätigkeiten». Und noch mehr: Eine Firma muss auch offenlegen, welche Auswirkungen ihre Tätigkeit aufs Klima hat.

Das gibt hundert neue Seiten im Jahresbericht: Neuer Zahlen-Salat, Aufträge für Berater, Verwirrung für Aktionäre.

Grosskonzerne und Banken wehren sich kaum, ihren Chef-Klimatikern gefällt es, wenn ihre Abteilung wichtiger wird.

Und es gefällt auch dem Umwelt-Aktivisten. Die neue Klima-Bürokratie verbindet sich ja mit dem Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungs-Initiative.

Das riecht fast nach spätem Sieg.

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20 Kommentare zu “Klima-Gleichschaltung der Konzerne – der Bundesrat will in den Klub von EU und G20”

  • Alpenfurz sagt:

    Danke für den super Beitrag. Ich frage mich schon lange, auf wessen Seite unser Parlament eigentlich steht. Umso wichtiger wird es sein, die neuste Initiative der Verfassungsfreunde zu unterstützen und as Initiativrecht auf die Gesetzesebene auszudehnen. So könnten wir Bürger künftig direkter korrigierend auf unsere sogenannten Volksvertreter einwirken.

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  • minibixi2008 sagt:

    Die grösste Gefahr für die Schweizer Demokratie ist unsere Regierung.
    Gleichzeitig ist die Regierung im Begriff unsere Wirtschaft die uns diesen Wohlstand gebracht hat zu zerstören und alles mit dem Einverständnis eines Grossteils der beschränkten Bevölkerung.

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  • Andreas sagt:

    Entschuldigung, es soll Herr Schudel heißen.
    Das Handy hat ein Eigenleben

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Ueberstaatliche Konglomerate von nichtgewählten und bürokratischen Organismen,welche die Welt regieren wollen, wie UNO oder auch EU, sind äusserst suspekt und absolut demokratiefeindlich. Ziel dieser überstaatlichen Konstrukte ist eine Vereinheitlichung der Staaten im Sinne einer Gleichschaltung. Nationalstaaten und Grenzen sollen abgeschafft und die ganze Welt zu einer grossen Familie zusammenwachsen,nach dem Prinzip eines Ameisenstaates mit einer Königin und Millionen von fleissigen Arbeitern.

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  • Bischi49 sagt:

    Wunderbare Illustration, wie Linksgrün funktioniert. Geburt eines neuen Bürokratiemonsters mit praktisch null Einfluss auf das Klima aber hemmenden und behindernden Wirkungen für die Wirtschaftstätigkeit. Warum macht der BR bzw. seine Verwaltung hier mit? Da kann sich ja jeder seine eigene Story dazu bilden. Ich meinerseits hätte von unserer Regierung eigentlich etwas mehr Rückgrat erwartet, doch das scheint nicht mehr zeitgemäss zu sein.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Diese "Klimabürokratie" wird unsere freie und seit Jahrzehnten erfolgreiche Wirtschaft langfristig zerstören! Dass die Manager oder CEOs einfach allem sofort zunicken, ist besorgniserregend! Dass die völlig ins links/grüne Lager gestossene Mehrheit im Bundesrat sofort allen Befehlen aus der EU und dem G-20-Club einwilligt. scheint längst eine Tatsache geworden zu sein! Bildung. Können, Forschung und Innovation helfen dem Klima und nicht das Nachplappern von einseitigen Ideologien!

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Es riecht auch nach immer größerer Verstaatlichung der Privatunternehmen. Nach finanzieller "Austrocknung", damit der Staat als Retter übernehmen kann.

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    • Heidi sagt:

      Es ist umgekehrt: Private superreiche Firmen und Stiftungen übernehmen zunehmend den Staat und schreiben dort Gesetze, die sich gegen die Bevölkerung und die noch freien Unternehmen richten. Danach übernehmen die globalen Konzerne als "Retter", was sie vorher mit Hilfe der Staaten zerstört haben. Die Corona-Plandemie zeigt deutlich, wie es geht. Bundesrat und Parlament sind nur noch Staffage oder in vielen Fällen sogar aktive Helfer der Konzerne!

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      • Meinrad Odermatt sagt:

        Wenn Sie das so genau darlegen, dürften Sie die ordnungspolitisch katastrophale Vermischung von "public" and "privat" ansprechen, die vom WEF (Klaus Schwab) im Rahmen des Great Reset (ich nenne es Great Threat) portiert wird. Siehe auch die Green Deals. Auf der Site des DWN, wird das "Konzern-Sozialismus" genannt. Hier besteht dringender Erklärungsbedarf!

        https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/513540/Strippenzieher-des-Great-Reset-planen-eine-Verschmelzung-von-Sozialismus-und-Kapitalismus

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  • eduardkeller sagt:

    Die Klimabürokratie bindet Arbeitskräfte für nichts oder 0. Der CO2 Wahnsinn ist die Krake dieser Zeiten. Netto-Null überall. Netto bedeutet "Ohne Verpackung" und Null ist negativ besetzt für "Null" Wirkung. Ohne tiefere Überlegung und ohne sichere Verpackung geht es halt nicht.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Ist es das wirklich wert, im Reigen der G20-Länder mitzutanzen und dafür in Kauf zu nehmen, dass einige Grossunternehmen fette Gewinne erzielen, von denen der Schweizer Durchschnittsbürger nix hat ausser einer Überschwemmung mit hunderttausenden deutschen Freizügigkeits-Zuwanderern, steigender Mieten und Bodenpreise, zunehmender Arbeitslosigkeit und immer mehr Ausgesteuerter, einer masslosen Überbauung des Landes, Zerstörung der Natur - und mit dem allem eben - einer unnötigen CO2-Produktion???

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  • VP-Falger sagt:

    Es ist unverschämt, wie der Bundesrat sich machtlüstern und die Grundlagen unserer direkten Demokratie missachtend, die Idee hinter unserer Verfassung ignorierend sowie er sich auch unehrlich gegenüber dem Schweizer Stimmvolk verhält und benimmt. Unsere Führung ist unserer Neutralitäts-Demokratie unwürdig geworden. Schweizer Stimmvolk erwache endlich aus dem unverantwortlich-süssen politischen Giftgemisch, welches Dir seit Jahren tröpfchenweise und immer radikaler das Hirn vernebeln wird!

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Das einzige Land wo Landesverräter direkt-demokratisch ins Parlament und die Regierung gewählt werden. Wobei es scheint, dass das Regieren faktisch bereits "outgesourct" wurde. Andere wünschen und diktieren, wir setzen um. Früher oder später. Widerwillig oder willig. Gouverner c'est obeir!

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    • T sagt:

      Der Bundesrat und das Parlament entwickeln eine Eigedynamik, welche immer mehr ausserhalb der Verfassung operiert. Vermeintlich legitimiert vom vermeintlichen höheren Ziel die Menschheit retten zu wollen. In Wirklichkeit wird so geholfen den Great Reset umzusetzen und unseren bewährten Mechanismen zu zerstören. Auf der Strecke bleiben Demokratie, Freiheit, Wohlstand und der Frieden. Wer stellt die Verantwortlichen am Ende vor das Tribunal?

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  • gpeter sagt:

    Guten Morgen Herr Köppel, seit ein paar Tagen wird Werbung im Daily geschaltet. Was daran Missfällt ist das die Werbung sich ein-& wiederausschaltet. Das ist beim Lesen absolut störend und völlig unangebracht. Als Abonennt der Weltwoche irritiert mich das weil ich beim lesen gestört werde.
    Mit freundlichen Grüßen g. peter

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