09. August 2021
Beat Gygi

Klimastreik als berechtigtes Anliegen – unglaublich, wie die Banken mit der Klimajugend schmusen

Klima-Aktivisten blockieren die Zugänge zu Credit Suisse und UBS am Zürcher Paradeplatz. Ihr Kampfruf: Banken finanzieren viel zu viel fossile Energie und CO2-Emissionen, das geht nicht, sofort wegen Klima abstellen! Pfui! Ausstieg!

Und was sagen die Banken? Tamedia macht ein Interview mit den Streitparteien. Unglaubliches Resultat, die Banken sagen: «Der Klimastreik verfolgt ein berechtigtes Anliegen, dem auch wir uns verpflichtet haben».

Wer sagt so etwas? Jörg Gasser, früher Bundesbeamte, nun Chef der Schweizerischen Bankiervereinigung (wirklich Schweizerischen?) sagt im Interview im Namen der Banken, die illegal blockiert wurden: Halb so schlimm, eigentlich sind wir fast bei Euch, bei der Klimajugend.

Kein Wort darüber, dass die Klima-Aktivisten mit ihren fixen Vorstellungen vom sogenannt richtigen Investieren meinen, grüne Bürolisten wüssten besser als alle anderen, was gut für die Welt sei.

Gasser weicht aus, verteidigt den Kapitalismus nicht als vernünftiges Investieren, sondern sagt, die schädlichen Emissionen würden ja von der Realwirtschaft produziert, nicht von den Banken. Die anderen sind schuld!

Das ist die Finanzwirtschaft auf Zeitgeist-Kurs.

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15 Kommentare zu “Klimastreik als berechtigtes Anliegen – unglaublich, wie die Banken mit der Klimajugend schmusen”

  • Dansku sagt:

    Die 68-er haben ja auch Mao mit seinem Roten Büchlein verehrt. Heute ist's eben die CO₂-Bibel. Wer freut sich, wenn die Europäische Wirtschaft nicht mehr wettbewerbsfähig ist, auch dank exorbitanten Energiekosten? Richtig: China, Indien und ganz Südostasien. Werden die Klimafanatiker vielleicht sogar aus dieser Richtung gesponsort, genugged? Die Kohlen- und Rohölförderer lachen sich ja schon heute in die Faust - die können nämlich rechnen. Der Wohlstandstransfer ist ihnen garantiert.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Mir kommt es vor, ob zahlreiche Politiker, auch National- und Ständeräte, mit dem Milchbüchlein die Schule besucht haben, zB. Sommaruga die ganze grüne Basis, Grünliberale wie Grossen, Martin Bäume und Roland Fischer oder der FDP Ständerat, Damian Müller welcher alle Mittel einsetzt um noch höhere Ämter erreichen zu können, Gott bewahre uns davor. Trotz verlorener Abstimmung wollen diese das Co2 Gesetz wiederbeleben. Unglaublich . Ohne CO2 wird es an den Strassen nicht mehr grün sondern braun

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  • Anstolmi sagt:

    Von den abgehobenen, überfütterten Bankern ist nicht mehr zu erwarten! Zeitgeist pur.

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  • Markus Saurer sagt:

    Ah... Wohltat, dieser Kommentar. Diese Banken sind nur noch Schleimsieder, Greenwasher und die grössten Opportunisten der Schweiz.

    Und ich werde kaum der Einzige sein, der das merkt.

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  • Edmo sagt:

    Die Banken haben dazu gelernt. Nicht, dass sie mit Geld jetzt besser umgehen könnten. Das werden sie wohl nie lernen. Aber sie haben gelernt, sich vor der NGO-Mafia und ihen Shitstorms zu fürchtern. Deshalb sind sie in devoter Sklavenmanier auf den Klimazug aufgesprungen und wollen gemeinsam mit Extinction Rebellion, Greenpeace und anderen antikapitalistischen Gutmenschen-Organisationen missliebige Unternehmen von den Finanzstömen abschneiden. Es wird ihnen nichts nützen, sie bleiben der Feind.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Zunehmende Fehlentscheide und abwandernde Kunden machen viele Banken-CEOs zu Klimahysterikern und wollen mediengeile Prinzipe über das Weltklima unkritisch übernehmen!! Solche "Schmusereien" mit militanten Strassen- und Privatgrund-Besetzern waren zu erwarten: Die aufgezwungene E-Banking-Zeit erhofft Neukunden und somit geht die Sympathie mit den Klima-Extremisten nur um ihre eigenen Kassen!

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  • baloiszydeco sagt:

    Wäre ich Bank, ich würde aus diesem Verein austreten. Duggimüsiges Weichei, ohne auch nur hauchen können: so geht es nicht, schon gar nicht in einer direkten Demokratie.

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  • gian sagt:

    Die Banken, Klimaschutz und die Grünen, dumm gelaufen. Die CS ging davon, dass es sich bei Greensill um ein Umweltprojekt handeln würde. Die Schweizer Bankiervereinigung (SB), ein Muster ohne Wert, überflüssig wie Kropf, hält sich in Sachen Milliardenverluste vornehm zurück. Wenn wunderts? Chef Gasser, ein hochdotierter Cüpli-Beamter der Sonderklasse (SECO, EJPD, EFD) prägte lt. SB: "die Gestaltung des Schweizer Finanzplatzes massgeblich mit."

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  • Bischi49 sagt:

    Solche Gassers, und es hat davon einige in den Teppichetagen unserer Wirtschaft, weichen den Boden auf, auf dem unser Wohlstand gebaut ist. Die Verantwortung dieser Herren (Damen hat’s ja anscheinend viiiiel zu wenig dort) besteht darin, ihr Unternehmen am florieren zu halten, und nicht den teilweise unausgegorenen Ideen der Klimaaktivisten hinterher zu rennen.

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  • T sagt:

    Auch die Banken lassen sich bereitwillig vor den Karren spannen. Banken tun NICHTS, wenn sie sich keine Gewinne davon versprechen. Nur werden diese Gewinne auf dem Rücken jedes steuerzahlenden Bürgers gemacht werden.

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  • Andreas sagt:

    Die Grünen wollen ein Klima Ministerium, dass weisungsberechtigt ggü. allen anderen ist. Orwell nannte das Wahrheitsministerium.

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  • eduardkeller sagt:

    Die Chinesen, die USA gar, die Südafrikaner, mit den gigantischen Kohlevorkommen und viele andere kümmern sich nicht um den grünen Klamauk. Die Schweiz an der Front für allerlei Klimarettungsunsinn. Klimasektenführerin Sommaruga trifft sich mit Klimapapst John Kerry. Es wird propagiert, im Ausland ein bisschen CO2 zu kompensieren. Klassische Sektenprogramme. Das neueste Kohlekraftwerk in Südafrika ist 4. grösste der Welt. Da muss die Schweiz 1000 Jahre CO2 kompensieren. Viel Glück Simonetta.

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  • Realo100 sagt:

    Immerhin hat wenigstens die Polizei eingegriffen und einen Teil des Mobs kurz abgeführt. Es ist zu hoffen, dass die Kosten dieses Einsatzes nach dem Verursacherprinzip verrechnet werden und nicht mit Steuergeldern.
    Die Banken machen mittlerweile bei jedem Unsinn mit, sei es bei LGTB…oder eben beim Klima-Problem, dafür sind anscheinend genügend finanzielle Ressourcen vorhanden

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