08. Juli 2021
Christoph Mörgeli

Der Tages-Anzeiger befürchtet Kostenüberschreitungen beim F-35. Bei der Neat oder im Asylwesen sind ihm solche selbstverständlich egal

Seit Tagen schiesst der Tages-Anzeiger aus allen Rohren gegen den Entscheid des Bundesrats zugunsten des amerikanischen Kampfjets F-35. Gleichgültig, ob die Journalisten in Brüssel, Bern oder Zürich sitzen: Sie hätten aus politischen Gründen einen EU-Lieferanten vorgezogen.

Interessant ist das Gezeter über angeblich zu befürchtende Kostenüberschreitungen. Da stellt sich immerhin die Frage, wie sensibel der Tages-Anzeiger jeweils reagiert, wenn die Ausgaben nicht gerade die Armee betreffen.

Andere Departemente verantworteten in der jüngeren Vergangenheit ganz andere Kostenüberschreitungen: Man denke an IT-Projekte oder an die Explosion der Ausgaben für die soziale Wohlfahrt (gegenüber denen jene des Verteidigungsdepartements zu vernachlässigen ist).

Oder die Milliarden, die wir für ein verlogenes, verludertes Asylwesen zur Verfügung stellen.

Bei der Neat bewilligten die Stimmbürger 1992 8 Milliarden Franken. 1998 erhöhte man die Summe gegenüber dem Volk auf 14,5 Milliarden Franken. Die tatsächlichen Kosten werden 23 Milliarden Franken betragen.

Aber da dieses Projekt den heiligen öffentlichen Verkehr im Dienste der EU betrifft, sind Kostenüberschreitungen in ganz andern Dimensionen völlig problemlos.

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13 Kommentare zu “Der Tages-Anzeiger befürchtet Kostenüberschreitungen beim F-35. Bei der Neat oder im Asylwesen sind ihm solche selbstverständlich egal”

  • hape sagt:

    Kostenüberschreitungen bei Militär-Flugis? Das ist doch immer so. Erinnern wir uns an den Mirage-Skandal unter BR Paul Chaudet.

    Und die Mirage war ja nota bene im Fall eine Franzosenmaschine...

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  • WinstonC sagt:

    Sie haben sicher recht, Herr Mörgeli, das permanente Messen mit zwei verschiedenen Ellen in allen Bereichen des Lebens ärgert in jeder Hinsicht. Aber, das zu erhellen, ist falsch. Das ist ganz übler Whataboutism. Das gehört sich überhaupt nicht. Solange es für das Richtige geht, ist jedes Mittel erlaubt. Wer das nicht einsieht, ist bereits Teil einer üblen Kampagne. Und das geht, wie gesagt, gar nicht!!!

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  • steinlin sagt:

    Es gibt einen Weg, Zeitungen wie den Tagesanzeiger, Blick usw., konsequent nicht abonnieren.

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    • Realistin sagt:

      Wir bezahlen trotzdem, mit unseren Steuern, seit die Medien mit über 100 Millionen subventioniert werden.
      Da hilft nur, das Referendum gegen die Mediensubvention zu unterschreiben und in der Abstimmung dann abzulehnen.

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    • yogi sagt:

      Genau richtig. Habe soeben das Referendum gegen das Mediengesetz unterschrieben und ich werde das Abo für den Zürcher Unterländer ( Tamedia Einheitszeitung ) kündigen, und das auch deshalb weil das Abo wie jedes Jahr wieder aufschlägt obwohl Tamedia TX Group letztes Jahr 94 Mio Gewinn gemacht hat.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Im Wissen um Müllstream-Umsatzeinbrüche bei Linksdrall, setzen Tagesanlüger Ringlier Nur-Züri-zumutbar etc. längst darauf, die linkschaotische Journaille widerlich obrigkeitshörig jaulen zu lassen (da die Plätzchen dort knapp werden, wüten die halt auch immer krasser/radikaler),
      damit die Halunken-Heuschrecken-Besitzer-Clans Ringlier Coninx Wanner und NZZ-Staatsfuttertrog-Abzocker,
      immer fettere und feistere, von den Berner Volksgenossen zugeschanzte Steuer-Kohle abgreifen/erschleichen können!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    So ist es: Geht es um Milliarden Mehrausgaben im Sozialwesen oder im Zusammenhang mit EU-Forderungen (zB.: die 2 NEAT !). bleibt nicht nur der "Tages-Anzeiger" still, wie die Maus im Boden, sondern die gesamte Einheitspresse im Land schreibt kein Wort zu solchen Mehrausgaben! Geht es aber um die Landesverteidigung (Militär, Polizei, Sicherheit, usw.) werden Anschaffungen oder Erneuerungen zu wochenlangen Dauerbrennern! Moderner Zeitgeist: Links. linker. am linkesten.......!

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Wenn das Asylgesetz ernsthaft umgesetzt würde, wären mehr als 95% der Asylanten nicht hier. Die Kosten werden hier also um den Faktor 20 überschritten. Jahr für Jahr. Jahrzehnt für Jahrzehn.

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  • Waldi Wick sagt:

    Der Tagi, bzw dessen Kleckser, ist hirnkrank, das wissen wir mittlerweile. Vor 30, 40 Jahren war der Tagi eine angesehene und informative Zeitung. Doch das Streben nach möglichst viel (Auflagen)Geldern hat denen den Verstand für ihre Aufgabe, nämlich unparteiisch zu informieren, ausgeschaltet. Übrigens, die Norweger haben bestätigt, dass der F35 über alles gesehen billiger zu stehen kommt, als angeboten!! Also, alles richtig gemacht im Militär-, bzw. Verteidigungs Dept.

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