09. Juni 2021
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Rolf Hürzeler

Liechtenstein könnte zum Bayreuth des Pops werden: Britische Musiker sollen vermehrt in Liechtenstein auftreten – dank dem Brexit

Es gibt diese Launen der Geschichte, die kleine Flecken kulturell gross herauskommen lassen. Was wäre das französische Dorf Giverny, wenn der Maler Claude Monet dort keine Inspiration gefunden hätte? Was wäre das Städtchen Glastonbury ohne das Klassikfestival?

Jetzt winkt Vaduz die Chance, in die Musikgeschichte einzugehen – dank dem Brexit.

Der Austritt Grossbritanniens aus der EU bringt es nämlich mit sich, dass britische Künstler in Berlin, Paris und Rom nur nach grossem Papierkram live auftreten dürfen – zum Jammer der Musiker.

Jetzt ist die Regierung von Boris Johnson den Künstlern entgegengekommen und hat einen Vertrag mit den EWR-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein unterzeichnet, der den britischen Bands Konzerte ohne Bürokratie erlaubt. Wiederum zum Entsetzen der Popmusiker.

«Wäre es nicht so tragisch, müsste ich lachen», sagt Tim Burgess von der Band The Charlatans und vergleicht Liechtenstein mit einer englischen Kleinstadt.

Der Mann kennt natürlich Liechtenstein nicht. Sonst wüsste er, dass das Fürstentum das Potenzial hat, dereinst das Bayreuth des Pops zu werden. Er müsste nur hingehen und spielen.

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