05. Februar 2021
Christoph Mörgeli

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger tut es wieder: Trotz Lockdown veranstaltet er ein regierungsrätliches Gelage mit 13 Personen

Basels Regierung gibt sich im Kampf gegen Corona knallhart. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) hat den Fasnächtlern sogar Video-Aufzeichnungen von Schnitzelbänken verboten. Diese seien «nicht von übergeordnetem öffentlichem Interesse».

Angesichts eines Empörungs-Tsunamis war der Mitte-Politiker gestern biegsam genug, diesen Entscheid wieder umzustürzen. Soviel zur Ernsthaftigkeit seiner Covid-Argumente.

Jetzt wird wohl an der Fasnacht die eigene Vorzugsbehandlung doch noch ein Thema, die sich der oberste kantonale Gesundheitsvorsteher herausnimmt: Etwa sein familiäres Drei-Generationen-Essen in einem Dornacher Gasthaus unmittelbar vor dem Lockdown der Stadtbasler Gastronomie. Oder die Eislauftrainings seiner Tochter in Sissach während dem Lockdown der Sportanlagen im eigenen Kanton.

Am Dienstag hat der siebenköpfige Basler Regierungsrat die ausgeschiedenen Kollegen verabschiedet. Mit einem mehrgängigen Bankett von 13 Personen im hochherrschaftlichen «Wenkenhof» in Riehen.

Das Catering bot unter anderem Fisch- und Fleischgerichte, Schokoladenmousse und Weine. Regierungssprecher Marco Greiner bestätigt das von Gesundheitsdirektor Engelberger genehmigte Gelage «in etwas schönerem Rahmen».

All dies geschieht während dem gastronomischen Lockdown. Den Fasnachts-Cliquen geht der Engelberger-Stoff jedenfalls nicht aus.

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9 Kommentare zu “Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger tut es wieder: Trotz Lockdown veranstaltet er ein regierungsrätliches Gelage mit 13 Personen”

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