17. Februar 2021
Christoph Mörgeli

Maria-Antonella Bino als Nachfolgerin von Bundesanwalt Michael Lauber ist keine gute Idee

Dem Vernehmen nach hat Maria-Antonella Bino (FDP) gute Chancen, von der parlamentarischen Gerichtskommission als Kandidatin für die Nachfolge von Michael Lauber auf den Schild gehoben zu werden. Offenbar geniesst die Kandidatin für den Posten des Bundesanwalts die robuste Unterstützung ihres Parteikollegen Christian Lüscher. Angesichts von dessen vielen juristischen Fällen vor Bundesgericht beziehungsweise vor Bundesstrafgericht wäre eigentlich sein Verzicht auf die Einsitznahme in der Gerichtskommission ein Akt der politischen Hygiene.

Auch Maria-Antinella Bino wäre nicht unbedingt die richtige Person am richtigen Ort. Nach nur gerade zwei Jahren als stellvertretende Bundesanwältin kündigte sie, um zur Bank Paribas in Paris zu wechseln. Gegenüber der Schweizerischen Depeschenagentur begründete sie 2013 den Wechsel mit folgenden Worten: «Mir wurde eine neue Rolle angeboten, die meinen Überzeugungen und den Anforderungen entspricht.»

Wenn sie ihre Position in der Bank besser auszufüllen glaubte, als in der Bundesanwaltschaft, stellt sich die Frage, warum sie dorthin zurückkehren will. Eine stimmige Karriereplanung sieht jedenfalls anders aus.

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1 Kommentar zu “Maria-Antonella Bino als Nachfolgerin von Bundesanwalt Michael Lauber ist keine gute Idee”

  • Edmo sagt:

    Alles was zählt, ist die Karriere. Der Job ist reine Nebensache. Mehr Geld, mehr Einfluss und schon kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Solche Leute findet man leider immer häufiger in wichtigen Positionen. Wer mit dieser Sorte Karrierist:innen und :aussen zu tun hat, weiss es ganz genau. Sie sind für den Posten nicht geeignet.

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