16. Juni 2021
Christoph Mörgeli

Marianne Ryter will heute Bundesrichterin werden. Sie hinterlässt ein zerstrittenes Bundesverwaltungsgericht

Marianne Ryter scheint eine – gelinge gesagt – ziemlich eigentümliche Richterin zu sein. Heute will sich die Bundesverwaltungsgerichts-Präsidentin von der Vereinigten Bundesversammlung zur Bundesrichterin wählen lassen.

Die Berner Sozialdemokratin hat Jahrgang 1968 – und das merkt man. Seit 2019 präsidiert die Linke das Gericht in St. Gallen und soll seit längerem Mitwisserin eines rabiaten Mobbings gegen SVP-Verwaltungsrichter David Wenger gewesen sein.

Selbst in ihrer eigenen Partei ist Marianne Ryter laut NZZ umstritten, weil sie bei ihrer Bewerbung als Menschenrechtsrichterin in Strassburg unter ihren «Erfahrungen» Urteile aufführte, an denen sie gar nicht beteiligt war.

Besonders aktiv in der Rechtsprechung war und ist Marianne Ryter nicht. Wie das Bundesverwaltungsgericht der Weltwoche mitteilt, habe sie sich als Präsidentin von 50 Prozent der Fälle entlastet, zuvor als Vizepräsidentin von 30 Prozent und als Mitglied der Verwaltungskommission von 10 Prozent.

Jedenfalls hatte Marianne Ryter offenbar Zeit genug, um als Mitwisserin ein umfangreiches schriftliches «Sündenregister» des SVP-Richterkollegen David Wenger zu dulden. Am meisten störte das Gericht offenbar, dass Wenger in Asylfragen konsequent urteilte und vor abschlägigen Bescheiden nicht zurückschreckte.

Früher galten die Rechten als Fichenjäger. Die Vorgänge in St. Gallen zeigen: Die Linken können es noch besser.

479 4

9 Kommentare zu “Marianne Ryter will heute Bundesrichterin werden. Sie hinterlässt ein zerstrittenes Bundesverwaltungsgericht”

  • mikueder sagt:

    Es ist sowieso ein Unding, das Richter ein Parteibuch haben. Richter sollten völlig unpolitisch sein! Das Recht nicht nach Ideologie auslegen sondern einzig und allein nach dessen Wesensgehalt. Und immer unter Berücksichtigung der Bundesverfassung und der bedingungslosen Grundrechte!

    46
    2
    • Stefan Mueller sagt:

      Problem ist nicht das Parteibuch, sondern dass Juxtiz-Knechte ihr eigenes Biotöplein für charakter-/rückgratlose Apparatschiks installierten, abgehoben von der Realität und der Welt ausserhalb ihres Linksstaatsfilzes!
      Die alle höcken bloss in diesem schleimigen Filz, weil die mal was mit Juxtiz...chillten, und draussen im richtigen Leben zu rein gar nix zu gebrauchen sind!
      Logo wuchert bei solch unfähigen Filz-Lakaien wie auch Polit-Volksgenossen der Hass auf Erfolgreiche/Könner immer krasser!!!

      62
      1
  • Valentin sagt:

    Das Unglück ist dank den Blinden im Parlament leider schon geschehen. Wahrlich kein Freudentag.

    70
    1
  • Stefan Mueller sagt:

    Linksstaatsfilz-Volksgenossen mauschelten kürzlich gar den Fabbri zum Bundesstrafrichterlein; den Genossen-Spezi der der Urkundenfälschung und des Meineides überführt ist; und Anstandsbundesrichterlein schon zu Hauf verkünden wie ihnen die CH-Verfassung total am A. vorbeigeht,
    wo die einzige Fähigkeit nach Einschleischung in den Linksstaatsfilz, jahrzehntelanges Kriechen und Buckeln ist, um dann zur richtigen Zeit mit dem richtigen Parteibuch an den richtigen Ort zu schleimen..passt die schon!!!

    152
    0
  • Mueller sagt:

    Die Juristen sind ja auch schon von den Grünen Kommunisten unterlaufen!

    142
    1
  • hape sagt:

    Solche Jristengeschwüre gehören ein für allemal herausoperiert!

    160
    1
  • Bernhard Bossard sagt:

    Ist Madame Ryter, nach Monsieur Meyer, der weibliche Prof. Unrat?

    157
    1
  • VP-Falger sagt:

    Die Jurisprudenz verkommt immer mehr zur ernst zu nehmenden Lachnummer und Schweiz Zerstörerin im doppeltren Sinne: Einerseits dividiert sie das Volk auseinander und ersetzt klare Regeln gegen Geuuiparagraphen, unterstellt Schweizer Recht fragwürdigen Menschenrechtsinterpretationen und erodiert unsere Bundesverfassung. In meinen Augen sind in Bern zu viele Juristen am Rudern und sie sind ein Geschwür in unserer freiheitlichen Gesellschaft geworden. Lesen Sie z,B. mal alle MwSt Ausnahmen...

    239
    1

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.