15. April 2021
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Wolfgang Koydl

Markus Söder oder Armin Laschet? Egal, denn mit ihrem Streit macht die Union den Weg frei für einen grünen Kanzler

Pärchen an der Spitze von Parteien sind populär, doch auf Amtsträger lässt sich das Prinzip nicht übertragen. Konkret: In Deutschland kann nur einer Kanzler sein. Ein Tandem sieht das Grundgesetz nicht vor.

Das ist die Klemme, in der die Unionsparteien stecken, und es hilft nichts, wenn sie sich das Dilemma damit schönreden, dass sie gleich zwei tolle Kandidaten hätten.

Einer muss weichen, und in ihrem Kampf ist Armin Laschet und Markus Söder jedes Mittel recht – ohne Rücksicht darauf, was der Wähler fünf Monate vor der Wahl von der Schlammschlacht hält.

Doch wahrscheinlich ist es ohnehin egal, wer gewinnt: Zum ersten Mal droht die Partei ihren Nimbus als natürliche Kanzlerpartei zu verlieren.

Die Nachfolger stehen schon bereit: Die Grünen. Sie können sich zurücklehnen, denn ihre Chancen, den Kanzler zu stellen, steigen mit jedem Tag, an dem CDU und CSU mit ihrem Gezänk für sie Wahlkampf machen.

Gewiss, auch sie haben ein Pärchen an der Spitze. Aber Annalena Baerbock und Robert Habeck kämpfen geräuschlos und ohne Publikum. Der Verlierer wird kuschen – wie es in einer Kaderpartei üblich ist.

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11 Kommentare zu “Markus Söder oder Armin Laschet? Egal, denn mit ihrem Streit macht die Union den Weg frei für einen grünen Kanzler”

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