10. März 2021
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Alex Baur

Meghan Markles Rassismus-Giftpfeil war fürs amerikanische Publikum bestimmt. Aus britischer Sicht ist die Aufregung lächerlich

Man kann dem britischen Königshaus vieles ankreiden. Doch der Rassismus, den die Duchesse of Sussex, die Amerikanerin Meghan Markle, ihrer britischen Familie unterjubelt, gehört nicht zu dazu.

Historisch haben die britischen Monarchen die Schwarzen besser behandelt als die amerikanische Demokratie. Als letztere gegründet wurde, war die Sklaverei im britischen Mutterland längst verboten. In den Vereinigten Staaten blieb sie noch fast ein Jahrhundert lang erhalten.

Die Briten haben die Eliten in ihren Kolonien stets eingebunden. Die Hautfarbe ihrer Vasallen war ihnen egal, Klasse ging vor Rasse. «Farbige» Gäste waren im Buckingham Palace immer willkommen. Nicht so im Weissen Haus, das für Schwarze bis tief ins 20. Jahrhundert tabu war.

Das wirkt bis heute nach. Meghans Gift-Pfeil war für das US-Publikum präpariert, bei dem er den absehbaren Trigger-Effekt auslöste. Doch die halbe Welt empörte sich brav mit. Selbst Schweizer haben den amerikanischen Rassen-Komplex schon derart verinnerlicht, dass sie glauben, er sei ein Teil von ihnen.

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9 Kommentare zu “Meghan Markles Rassismus-Giftpfeil war fürs amerikanische Publikum bestimmt. Aus britischer Sicht ist die Aufregung lächerlich”

  • Herbi Waldvogel sagt:

    Der Auftritt dieser beiden verwöhnten, und mit sämtlichen Vorteilen bestückten Personen war nahezu unerträglich.
    Nun haben sie auch noch entdeckt, dass man mir Rassismus ein ganz links stehendes Publikum mit dem persönlichen Jammern auf sich richten kann.
    Die ganze Kampagne war natürlich ganz gezielt aufbereitet in dem Wissen, dass mit der Masche Rassismus zur Zeit Aufmerksamkeit erzeugt werden kann.
    Die Medien sollten aufhören solche Berichterstattungen aufzugreifen, nur um der Auflagen wegen.

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  • Realistin sagt:

    Vielleicht sollte man wieder mal daran erinnern, was mit rassistisch ursprünglich gemeint war:
    Wenn jemand sich und seine Rasse allen anderen überlegen glaubt und die anderen als minderwertig klassiert.
    Das ist die eigentliche Bedeutung von Rassist.
    Aber heute wird man schon als Rassist beschimpft, wenn man lediglich feststellt, dass jemand eine dunkle Haut hat oder dass jemand kulturell nicht hierher passt.

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  • olive sagt:

    Abgesehen davon, dass Rassismus, ( Vorbehalte gegen das Unbekannte) wenn man so will, jedem Menschen eigen ist und der durch persönliche Beurteilung und Reflektion im Schach gehalten werden kann, ist die wehleidige Fokussierung auf Farbe und Rasse, Minderheit nichts anderes als eine Ausformung des Rassismus. Ziele sind Weisse , Heterosexuelle.
    Nicht das, was Martin Luther King sich erträumt hat.
    Warum sind 50%50 Leute wie Meghan oder Obama eigentlich Schwarze?
    Ich fühle mich diskriminiert.

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  • Bischi49 sagt:

    Neben der Sklaverei, an der übrigens Araber als Sklavenjäger und -Verkäufer ebenfalls sehr aktiv beteiligt waren, gab es auch den Kolonialismus. Aus heutiger Sicht kann dieser Ausfluss des Suprematismus nur als pervers bezeichnet werden. Aber selbst da ist -gemessen an seinen Folgen- die Spur eines weniger rassistischen Menschenbildes der Briten festzustellen. Man vergleiche nur, wo ehemals britische Kolonien in Afrika heute stehen, mit Ländern der „Françafrique“.

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  • Melanie sagt:

    Ist ja auch völlig lächerlich. Man sieht ja aus hundert Meter Abstand noch, dass alles weinerlich inszeniert und Show ist und es nur um Aufmerksamkeit geht. Hatten die beiden ja schon länger nicht mehr. Hört doch auf, darüber zu berichten.

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    • juege sagt:

      Ja, hört auf mit diesem Mist, sonst schreibe ich, was Meghan ist und das wäre dann rassistisch und das Gegenteil von feministisch. Es reicht, wenn der Mainstream damit von den eigentlichen Problemen ablenken will.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Das Rassen "rassistisch" sind ist einfach nur logisch. Das hat etwas mit Jahrjunderte langer Sesshaftigkeit und natürlicher Evolution und "Auslese" zu tun. Das Problem ist die geradezu perverse negative Deutungshoheit der Linken zu diesem Thema. Die dieses Gift brauchen um ihren Kollektivismus durchzuzwängen. Der undeklarierte Krieg gegen die Völker und ihren Besitz, gegen alle staatstragenden Parteien, gegen nationale Eigentumsansprüche generell, das ist "Kampf gegen rechts".

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