21. April 2021
Rolf Hürzeler

Mehr Frauen und Minderheiten – die Oscars-Academy legt neue Kriterien für preiswürdige Kinofilmen fest

Mindestens ein wichtiger Darsteller in einem Film soll künftig eine Darstellerin sein. Noch wichtiger: Sie soll einer «unterrepräsentierten ethnischen Gruppe angehören», dürfte aber in diesem Fall auch ein «er» sein.

Das sind die Bestimmungen der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die jährlichen Oscars verleiht.

Im Klartext heisst das, mehr Frauen, mehr Angehörige ethnischer Minderheiten, mehr LGBTQ-Menschen sowie Leute mit Behinderungen in den Filmen.

Diese Kriterien sollen übrigens für das gesamte Produktionsteam gelten – bis hinunter zu den schwarzen oder eben asiatischen Lernenden.

Doch das Filmgeschäft ist eine langfristige Sache, so dass sich die besten Vorsätze nicht so schnell umsetzen lassen. Deshalb sollen die neuen Kriterien erst für die Vergabe in vier Jahre gelten.

Wer nun befürchtet, die kommenden Oscars 2021 könnten politisch nicht ganz korrekt sein, muss keineswegs zittern. Ähnlich wie bei den Literaturnobelpreisen der letzten Jahre lässt sich schon jetzt mit Sicherheit sagen, dass sich die Preisvergabe just nach den neuen politisch korrekten Richtlinien der Academy richten werden.

221 6

3 Kommentare zu “Mehr Frauen und Minderheiten – die Oscars-Academy legt neue Kriterien für preiswürdige Kinofilmen fest”

  • Tenor sagt:

    Das ist doch praktisch - so kann man künftig noch besser als je zuvor feststellen, welche Filme ausschliesslich zwecks Oscar-Nominierung hergestellt wurden.
    Nein, im Ernst, es ist nur noch bekloppt.
    Aber: Es gibt inzwischen so viele Filme, Tausende und Abertausende - ein Menschenleben reicht nicht, die alle zu schauen. Es gibt hervorragende Exemplare darunter - schauen wir uns doch wieder mehr die Klassiker an! Anregungen dazu gibts zuhauf - zum Beispiel in meinem Filmblog https://hollywoodeinst

    3
    0
  • hape sagt:

    Wenn dann also solche Produkte ins Kino kommen wo James Bond kein Macho mehr sein darf und man bei den Bond-Girls nicht weiss ob Mann, Frau Shemale oder sonst was, gibts für mich nur eins: Ich gebe meine (ich weiss, heisst heute irgendwie anders) Carte Bleue zurück.

    47
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.