07. Januar 2021
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Christoph Mörgeli

Merkel und von der Leyen: Zwei sture EU-Ideologinnen vergeigen die Impfung Deutschlands

Die Deutschen können Boulevard. Und zuweilen sogar regierungskritischen Journalismus. Die Bild-Zeitung hat ein Dokument vorgelegt, das Sprengstoff birgt. In einem Brief übertrug Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Juni 2020 gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Italien und den Niederlanden die Beschaffung des Covid-Impfstoffs an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU). In unterwürfigem Tonfall entschuldigen sich die Spitzenpolitiker, dass sie sich zuvor direkt um den Impfstoff bemüht hatten.

Offenbar hegten die vier Gesundheitsminister zuvor Zweifel, ob die Brüsseler Bürokratie den Impfstoff rechtzeitig bereitstellen könne. Deshalb gingen sie selber in die Offensive und bemühten sich direkt bei den Herstellern – und zwar nicht nur egoistisch für sich selber, sondern für den gesamten EU-Raum.

Bei diesem Vorhaben wurden sie von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den übrigen Regierungschefs unsanft zurückgepfiffen. Und mussten die Beschaffung der Impfdosen mit demütigen Entschuldigungen für das ungeduldige Vorprellen in den Schoss der EU zurücklegen.

Das war wohl ein schrecklicher Fehler, denn Brüssel war ausserstande, für genügend und zeitgerechten Impfstoff zu sorgen. Die sture EU-Ideologie der Damen Merkel und von der Leyen gefährdet jetzt ganz konkret zahlreiche Menschenleben.

In Deutschland erfährt gegenwärtig eine ohnehin gereizte Bevölkerung, dass die politische Verantwortung für das europäische Impf-Desaster direkt bei Kanzlerin Merkel und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen liegt.

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