19. Januar 2021
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Wolfgang Koydl

Migration schlägt Qualifikation: Berlin will Zuwanderer-Quote für die Verwaltung

Erinnert sich noch jemand an die Fachkräfte-Diskussion, die Deutschland auf dem Höhepunkt der Zuwanderung 2015 und 2016 bewegte? Ärzte, Ingenieure, Klempner, Mechatroniker, Facharbeiter jeglicher Branche würden zehntausendfach aus Syrien, Afghanistan, dem Irak ins Land gespült werden, machten Politik und Medien den Leuten weis. Der Fachkräftemangel, unter dem Deutschland ächzte – er würde sich über Nacht in Luft auflösen.

Aufgelöst haben sich nur die frommen Wünsche. Inzwischen weiss man, dass eher Sozialhilfeempfänger sowie Fachkräfte in den Bereichen Kleinkriminalität und Drogenhandel kamen. Zum Glück regiert im Land Berlin eine aus Sozialdemokraten, Linken und Grünen bestehende, weitsichtige Koalition. Sie hat eine Lösung gefunden, wie – und vor allem wo – man «Schutzsuchende» in Lohn und Brot bringen kann: im öffentlichen Dienst.

Ob Staatsanwalt oder Sachbearbeiter, Polizist oder Pädagoge – 35 Prozent aller Jobs in der Verwaltung sollen demnächst für Bewerber mit Migrationshintergrund reserviert werden. Auch für die Leitung der Inspektion Strassenbaupflege und Begleitgrün in Steglitz-Zehlendorf, die gerade ausgeschrieben ist, hätte Ahmed mehr Chancen als Alfred. Denn Migration schlägt Qualifikation.

Ist das schlimm? Berlin ist die Stadt, in der eine Auto-Zulassung fast so lange dauert wie ein Flughafenbau. Die Verwaltung in der Hauptstadt ist eine Mischung aus Schilda und Schludrigkeit. Mit Migranten hinterm Schreibtisch kann es eigentlich nur besser werden.

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4 Kommentare zu “Migration schlägt Qualifikation: Berlin will Zuwanderer-Quote für die Verwaltung”

  • Realistin sagt:

    Bei uns haben dafür die Deutschen übernommen. In Banken, Versicherungen, Kader , Ärzte, Lehrer, Hochschulprofessoren, Medien , überall wimmelt es von Deutschen.
    Wir brauchen ausländische Ärzte: ja, denn die Mehrheit der Patienten sind Ausländer.
    Verheerend sind die Deutschen an unseren Schulen, in den Medien. Sie pflanzen die Schuldgefühle ihrer Nazivergangenheit unseren Jungen ein und lehren sie, alle Nazis zu schimpfen, die die Schweiz erhalten wollen.

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    • Melanie sagt:

      Wie wahr!! Das mit dem Überstülpen der national-deutschen Schuldkomplexe auf die CH-Mentalität (die es, in den Städten zumindest, auch sonst schon kaum mehr gibt). Habe ich mir schon sehr oft gedacht, dass genau das langsam aber sicher stattfindet.

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  • Edmo sagt:

    Wie weit muss der Wahnsinn getrieben werden, bis die Berliner den rot-rot-grünen Spinnern die rote Karte zeigen? Wann weigern sich andere Bundesländer, den Wahnsinn mit Finanzausgleich in Milliardenhöhe zu finanzieren? Ich kann nur fassungslos staunen.

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  • Huelftenschanz sagt:

    Wir haben auch bald mehr Ausländer in den Verwaltungen. Jedes mal muss ich im Baselbiet mein höchstes Hochdeutsch sprechen, wenn ich mit Verwaltungsangestellten spreche!

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