07. April 2021
Marcel Odermatt

Migration und Corona – in der Schweiz ein Tabu. Österreich hat die Zusammenhänge untersucht. Die Resultate lassen aufhorchen

Die Schweiz ist das Einwanderungsland par excellence. Im Pandemie-Jahr entsprach der Wanderungssaldo von ausländischen Zuzüglern 56.484 Personen – der höchste Wert seit fünf Jahren, wie das Bundesamt für Statistik gestern bekannt gab.

Es erstaunt deshalb, dass die Zusammenhänge zwischen Migration und Covid-19 hier zulande partout nicht untersucht werden, für viele gar ein Tabuthema darstellen. Die Österreicher sind hier weiter. In einer neuen Studie des österreichischen Integrationsfonds wurde untersucht, wie ausländische Menschen die Seuche wahrnehmen.

Die Resultate lassen aufhorchen: Vier von fünf Afghanen und Syrer halten die Massnahmen «für überschiessend», wie es in der Untersuchung heisst. Unter den Befragten ohne Migrationshintergrund sagen dagegen zwei Fünftel, die Massnahmen wären angemessen. Drei Viertel der Afghanen stimmen der Aussage zumindest eher zu, dass das Virus «nicht so gefährlich sei, wie die Regierung sage». Bei Leuten ohne Migrationshintergrund entspricht der gleiche Wert 31 Prozent.

Man kann den Afghanen und Syrer nun zugutehalten, dass sie ganz besonders kritische Bürger sind und die Corona-Politik der Regierung kritisch hinterfragen. Sicher ist aber auch: Die Pandemie-Bekämpfung machen sie mit dieser Haltung nicht einfacher.

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15 Kommentare zu “Migration und Corona – in der Schweiz ein Tabu. Österreich hat die Zusammenhänge untersucht. Die Resultate lassen aufhorchen”

  • CH sagt:

    Welche Auswirkungen hat die COVID-19-Pandemie auf Einwanderer und ihre Kinder?
    „Aufgrund einer Reihe von Schwachstellen wie einer höheren Inzidenz von Armut, überfüllten Wohnbedingungen und einer hohen Konzentration an Arbeitsplätzen, in denen die physische Distanzierung schwierig ist, sind Einwanderer einem viel höheren Risiko für eine COVID-19-Infektion ausgesetzt als die Einheimischen...“
    www.oecd.org/coronavirus/policy-responses/what-is-the-impact-of-the-covid-19-pandemic-on-immigrants-and-their-children-e7cbb7de/

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  • Heidi sagt:

    Man kann es auch anders sehen, warum man partout nicht darüber sprechen will. Wie es scheint, haben die Migranten einen realistischeren Blick auf die Gefährlichkeit des Virus. Das passt den Multi-Kulti-Vorbetern natürlich nicht ins Weltbild. Sie schüren diese unselige Corona-Hysterie gerne weiter, denn damit kann man die Bevölkerung perfekt bevormunden und erziehen. Darum egal ob Migrant oder Einheimischer: Schluss mit Masken, Lockdown und weiteren Freiheitsberaubungen, und zwar subito!

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    • sakiya.danyla sagt:

      Ja klar, plötzlich sind die Migranten alle top gebildet und haben mehr Ahnung von Viren als die Forscher.

      > Schluss mit Masken

      Wandern Sie besser nach Tanzania aus, wenn Sie nicht an die Wissenschaft glauben.

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  • Dani Frei sagt:

    Die heutige hat viele Themen die einem Patrioten weh tun. Für die Linke ist bereits gesunder Patriotiamus das Selbe wie Rassismus. Es wae schon ein Riesen Tam Tam wegen den Aargauischen Dubler Mohrenköpfe. Meine Frau ist Lehrerin und DARF keine Schweizer Geschichte unterrichten. Dieser permanente Volksentmachtungspolitik der Linke widert mich unglaublich an. Sie verpacken ihre Machtspiele als Wohl für alle, dabei sind sie alles Verräter! Sollen diese Kommunismus Groupies doch nach China anhauen!

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  • baloiszydeco sagt:

    Man darf ja auch nicht sagen, dass bis 100 % der Covid Intensiv Pflegefälle Menschen mit Migrationshintergrund sind, dass die Hasidic in Brooklyn und die boys in the hoods, als Beispiel, also ethnische, religiöse Prioritäten, lockdowns unmöglich machen. Dass Hochzeiten, Begräbnisse, Familienfeste und damit verbundenes Reisen super spreaders sind. Berset hats gesagt, bei uns sind alle gleich wenn s um die Gesundheit geht. Also nicht forschen, ist diskriminierend? Ideologie ist tödlich.

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  • Mueller sagt:

    Für diese Leute ist so eine Ansteckungskrankheit eh nur eine Bagatelle! Die sind sich anderes gewöhnt! Da wird dereinst aufgeschrien , wenn die Sozialkassen nach der 27. Coronawelle endgültig leer sein werden! Dann hat sich das Asylproblem sowieso in Luft aufgelöst, weil alle fortgezogen sind ; Kasse leer , Land mausarm!!

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    • HAK sagt:

      schon mal in einen älteren Sprachbrockhaus geguckt (der noch nicht von der Sprachpolizei verfälscht wurde)? Da steht unter Migration: "Wanderung von Parasiten" als Erklärung war beigefügt: Ist ein Baum oder Feld abgefressen, geht es zum nächsten.

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  • Silvio Valentino sagt:

    Dieses Thema eignet sich nicht, um Ausländerfeindlichkeit zu schüren. Ich jedenfalls sehe die Sache genau so wie die Syrer und Afghanen in Österreich, und ich bin nicht der Einzige. Sie sollten die Bevölkerung nicht noch mehr spalten, Marcel Odermatt, und nicht versuchen, Menschen zu Sündenböcken zu machen, die ihre Meinung ausdrücken. Das sollte selbstverständlich sein und gilt im Besonderen in Zeiten wie diesen, in denen wir feststellen, dass es überhaupt nicht selbstverständlich ist.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    In der gestrigen Tagesschau Hauptausgabe hat die SRG wieder einmal bewiesen, wie hinterlistig und unvollständig der neuste Bevölkerungs-Zuwachs in der Schweiz bekannt gegeben wird: Es seien wegen der Corona-Epidemie weniger Schweizer Bürger(innen) ausgewandert, als in den letzten 4 Jahren! Kein Wort über den Nettostand der Zuwanderung im 2020! Dass die Schweiz europaweit zum Einwanderungsland Nummer 1 geworden ist und all die enormen Folgen, wird tunlichst tabuisiert! Das ist Staatsmacht.....!

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    • Edmo sagt:

      Ja, die gestrige Tagesschau war wirklich wieder einmal besonders krass. Von Zuwanderung kein einziges Wort. Allerdings wurde noch angedeutet, dass dank der hohen Geburtenrate die Dezimierung des Volkes durch Corona aufgewogen worden sei. Die SRG gehört abgeschafft. Was unser teures Staatsfernsehen an Desinformation verbreitet, hat nordkoreanische Qualität. Dieser linksversifften elektromagnetische Dreckschleuder gehört der Stecker gezogen.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Herr Odermatt, die Weltwoche hat vor ein paar Wochen geschrieben, dass diese 56k Zuwanderer aus der EU/Efta seien. Was hat das mit das mit den Afghanen und ihrer Einstellung zu Coronamassnahmen zu tun?
    Aber egal: Ich finde diese Zuwanderung ein Affront, ob aus Deitschland oder von sonst wo.

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  • olive sagt:

    Welche Pandemie?

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