19. Dezember 2020
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Mini-Lockdown für die ganze Schweiz – und alle stürmen ins Wallis

Natürlich sind vorerst alle froh, dass der Bundesrat über die Feiertage keinen Shutdown wie im Frühjahr verordnet hat. Aber das ist dann aber auch schon alles.

Alle Gastrounternehmen, Sportbetriebe, Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schliessen. Das haben Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset, beide SP, am Freitag verkündet. Was das bringen soll, weiss man nicht.

Bisher war es so, dass die Wellen kommen und gehen, egal was Sommaruga und Berset dem Land an Rezepten verschrieben haben. Bei dem aktuell verordneten Mini-Lockdown gibt es allerdings ein interessantes Schlupfloch: Kantone mit günstiger epidemiologischer Entwicklung können Erleichterungen beschliessen.

Wenn der so genannte Reproduktionsfaktor (R-Wert) eine Woche lang unter 1 gehalten werden kann, dürfen die Wirtshäuser aufmachen. Im Wallis ist das hochoffiziell der Fall: Er steht aktuell bei 0.97.

Soviel Glück haben andere Wintersportregionen wie Graubünden oder das Berner Oberland nicht.

Das Wallis hat also Glück im Unglück, weil man annimmt, dass alle zum Skifahren ins Wallis stürmen.

Bereits wird  gelästert, der Walliser Wirtschaftsminister Christophe Darbellay (CVP) werde wohl auch dafür sorgen, dass es in den nächsten Tagen keine R-Wert-Überraschungen gibt, welche die Schliessung der Gastrobetriebe zur Folge hätte – und wenn er dafür die gewünschte tiefe Reproduktionszahl selber aus dem Ärmel schütteln müsse.

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