06. Juli 2021
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Thomas Renggli

Mit ihrem ideologisierten Kampf gegen das Auto brüskiert die rotgrüne Stadtzürcher Regierung die eigene Wählerschaft

Der Zürcher Gemeinderat macht Nägel mit Köpfen: Er verordnet einen neuen Verkehrsricht-Plan, will mehr Platz für Velos, weniger Parkplätze und eine grundsätzlich grünere Stadt.

Dabei kann er schalten und walten wie er will. Denn weder in der Exekutiven noch in der Legislativen besteht eine mehrheitsfähige Opposition.

Nun äussert ausgerechnet der Tages-Anzeiger Bedenken und schreibt, die urbane Linke laufe Gefahr, die eigene Basis zu brüskieren: «Nicht jede SP-Wählerin fährt Cargo-Velo. So manche dürfte ein Auto in den städtischen blauen Zonen parkiert haben: für die Ferien, für Grosseinkäufe, für Pikett-Einsätze.»

Dass es offenbar auch der Klimajugend in ihrem ideologisierten Feldzug gegen das Auto nicht immer gleich ernst ist, beweist ein Augenschein in der Stadt Zürich am Freitag. Von einer Velo-Demo war nicht einmal im Ansatz etwas zu spüren.

Spielt die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft an der Euro im Viertelfinal, ist selbst für die unerbittlichsten Aktivisten die Klima-Debatte nur von zweitrangiger Bedeutung.

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12 Kommentare zu “Mit ihrem ideologisierten Kampf gegen das Auto brüskiert die rotgrüne Stadtzürcher Regierung die eigene Wählerschaft”

  • Josef Hofstetter sagt:

    Ferien, wie ist es mit den Klimademonstranten, wie viele von denen machen Urlaub im Ausland und in den meisten Fällen mit dem Flugzeug.

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  • Dani M sagt:

    Tja Herr Renggli,

    da haben Sie sich ganz schon aufs Velo eingeschossen und dabei leider ziemlich schlecht recherchiert.

    Die Critical Mass findet ein Mal im Monat statt - nicht jeden Freitag.

    https://criticalmass-zh.ch/index.html

    Sorry für Ihre Pointe - war leider nichts.

    Dani

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  • Bischi49 sagt:

    Eigentlich gibt es nur ein Mittel, diesem Treiben Halt zu gebieten: Geldhahn zudrehen. Als Steuerzahler im Kanton Zürich sehe ich immer weniger ein, warum ich mit meinem Geld solches egoistisches Ideologentum mitfinanzieren soll.

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  • Peter Rossa sagt:

    die "Bürgerlichen" sind selber schuld: Sie haben sich vor Jahren mit den Linken auf einen "Parkplatzkompromiss" eingelassen, jetzt zeigt sich einmal mehr: mit Linken und Grünen sind ehrliche Kompromisse unmöglich, weil das zu viele Fanatiker und Psychopathen sind.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Die aggressiven Klima-Aktivisten stossen lieber Spruchbänder durch die städtischen Strassen oder sehen vor dem elektrisch betriebenen TV-Gerät Fussball-Spiele statt auf dem Velo durch die Stadt zu pedalen! Auch bei diesen "Klimarettern" gilt; "Wasser predigen und Wein trinken!" Die urbanen Grossagglomerationen sind völlig in links/grünen Fanatiker-Händen! Würden diese Linken tatsächlich das Ständemehr abschaffen, wäre die Schweiz in 20 Jahren ein Armenland, wie im 18. und 19.Jahrhundert!

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  • VP-Falger sagt:

    Die verfehlte rot-grüne Gender-Frauenquote wird in der Zürcher Statdratsspitze am deutlichsten sichtbar. Historische Namen übertünchen oder gar Schilder abmontieren und gendergerecht ersetzen sind nur die Spitze des Eisberges!

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  • steinlin sagt:

    Ich schaue mir dann die Velo-Stadt an wenn es nass oder kalt oder beides ist. Jeder Stadtrat bekommt übrigens eine schönes Bündel Taxigutscheine, mit denen würde ich auch kein Auto brauchen.

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  • Realo100 sagt:

    Als ich ein Kind war, erzählte man mir das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Heute weiß ich, dass dies kein Märchen war, allerdings weiß ich erst seit einigen Jahren, dass auch Rotkäppchen böse sein können, siehe Stadtrat ZH. Kleiner Lichtblick: der böse Wolf(f) verzieht sich nachdem er in seinem Revier zu stark gewildert hat.
    Noch etwas: Das Waldsterben war auch ein Märchen. Dieses wird in Zürich nun durch das Parkplatzsterben ersetzt, mit sichtbaren Spuren. Diesmal kein Märchen…

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  • T sagt:

    Tja, die Verlogenheit der Cüpli-Sozialisten und der grün lackierten Marxisten, ist bezeichnend!

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