21. September 2021
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Thomas Renggli

Mit der 99-Prozent-Initiative will die Juso das Schweizer Steuer-System umkrempeln. Leiden würde vor allem der Mittelstand

Die Jungsozialisten sind um grosse Sprüche nie verlegen. So behaupten sie lautstark, dass der Wohlstand von jenen 99 Prozent der Bevölkerung erschaffen werde, die für einen vergleichsweise kleinen Lohn an Warenhauskassen, in Restaurants und Coiffeursalons ihr Tagwerk verrichten.

Das ist eine dreiste Lüge von Politikern, die mehrheitlich noch nie selber Geld verdient haben.

Das Gegenteil ist der Fall: Es sind die Unternehmer und Gewerbetreibenden, die den Wirtschaftsmotor am Laufen lassen, Arbeitsplätze sichern und mit ihren Investitionen auch den linken Politikerinnen ein sorgenfreies Leben ermöglichen.

Die Juso begeht noch einen anderen Denkfehler: Die Annahme der 99-Prozent-Initiative würde nicht die Superreichen treffen – sondern den Mittelstand.

Beispielsweise müssten auch Hauseigentümer bei einem Verkauf ihrer Liegenschaft unverhältnismässig mehr Steuern zahlen.

Vor diesem Hintergrund gibt es für das jüngste Hirngespinst der Jungsozialisten nur einen Bestimmungsort: den Friedhof für missglückte Volksbegehren.

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22 Kommentare zu “Mit der 99-Prozent-Initiative will die Juso das Schweizer Steuer-System umkrempeln. Leiden würde vor allem der Mittelstand”

  • simba63 sagt:

    Gegen die Dummheit ist eben kein Kraut gewachsen. Sicher ist auf alle Fälle dass noch kein JUSO bis heute auch nur einen einzigen Franken zum Wohlstand des Landes beigetragen hat.
    Jedes mal wenn ich einem/einer zuhöre, denke ich, dass es jedem/jeder selbst überlassen ist, öffentlich zu zeigen, wie blöd und dumm er/sie ist.

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  • Max Casalegno sagt:

    Es macht mich traurig, zuzusehen, wie weder links noch rechts fundiertes Wissen zu finden ist, sondern Ignoranz und Machtkämpfe um die kurzfristigen Interessen einer Klasse. Die Linken haben früher was Gutes getan, wie z.B. die Errichtung der AHV. Jetzt vergessen sie, dass man Innovation und Produktion benötigt, um überhaupt umverteilen zu können. An den Kassen und auf den Märkten arbeiten alle weltweit, alle verdienen das Existenzminimum, weltweit. Aber Qualitätswaren liefert der Mittelstand.

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    • Max Casalegno sagt:

      Die 99-Initiative klingt sexy, trifft aber die falschen. Es gilt, Multinationalen und Superreiche zu entmachten, die sind diejenigen, die ihre Macht missbrauchen - u.a. uns einsperren, vergiften und überwachen (lassen). Pfizer und den dahinter steckenden Potentaten ist es egal, die piratierern alle Steuersysteme durch internationale Schiebereien. Mikhail Khodorkowsky zahlt eine Pauschale. Aber die Witwe, die im vom Ehemann geerbten Haus lebt, müsste ihr Eigenheim verkaufen, um Steuern zu zahlen.

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    • Max Casalegno sagt:

      Ausserdem haben wir den Film schon gesehen. Die neulich eingeführte automatische Mitteilung der Kapitalerträge an das Finanzamt des Wohnsitzes. Unter dem Vorwand der Vermeidung der Steuerhinterziehung. Quatsch. Wer 1 Mio gespart hat, der hat schon 1 Mio Steuern bezahlt. Von einer Rendite von maximal 30.00 könnte er 15.000 hinterziehen. Will man mir erzählen, dass es darauf ankommt? Nein. Das (nicht ausgesprochene wahre) Ziel ist Überwachung. Wissen wo wir wieviel Ersparnisse haben!

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    • Max Casalegno sagt:

      Das ist die Gefahr. Die 99-I klingt vernünftig, ist sie aber gar nicht. Wie viele werden darauf reinfallen...

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      • Max Casalegno sagt:

        Noch ein wenig BWL: Der unter Wettbewerbsdruck stehende Mittelstand schafft Qualität. Die Grosskonzerne umgehen Wettbewerb, korrumpieren ganze Natioen und bestechen jeden Widerstand weg. So eine Missgeburt wie der Boeing 737 Max hätte sich kein legal und ehrlich funktionierendes Unternehmen in keinem transparent und legal funktionierenden System leisten können. Ebensowenig die Missgeburten von Pfizer, Moderna Astrazeneca und Janssen. Multinationale sind die heutigen absolutistischen Herrscher.

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        • Eulenlaender sagt:

          Den Titel "die neuen Herrscher der Welt" hat Daniel Vasella, damals Geschäftsleitungsvorsitzender der Novartis, bereits Ende des letzten Jahrtausends für sich und seinesgleichen in Anspruch genommen. Lustigerweise in einem Interview mit der Weltwoche, als Roger Köppel noch nichts damit zu tun hatte.

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  • Fritz sagt:

    Genau, das Ziel ist die Verarmung des Mittelstandes, dann können die Linken von einem sich vergrössernden Graben zwischen reich und arm faseln.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Dieses Juso Grossmaul namens Jansen ist selbstherrlich und allwissend. Ohne fundierte Kenntnisse plappert sie einfach etwas dahin. Sie hat keine Ahnung von den wirtschaftlichen Zusammenhängen, woher der Wohlstand der Schweiz tatsächlich kommt, nämlich von den reichen Steuerzahlern. Einfach null Ahnung von nichts. Wie Molina, Wermuth, Funiciello... wird auch sie früher oder später in den NR kommen. Alles demokratieverachtende Störfaktoren, Hardcore-Sozialisten, die unseren Frieden gefährden.

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    • mhol sagt:

      Ich meine mich zu erinnern, dass ähnliche gelagerte Argumente damals von Männern zu hören waren, als es um das Frauenstimmrecht ging. Wir sollten verstehen, dass der Kapitalismus keine brauchbaren Lösungen beinhaltet. Geld ist kalt wie der Sozialismus auch. Es sind die Menschen mit dem Herz am richtigen Fleck. In aller Regel solche, welche neben dem Verstand mit ebenso viel Herz mitzudenken vermögen. Nie wieder Krieg. Das ist mit Kapitalismus ebenso unmöglich, wie mit jeder anderen Ideologie.

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  • Peter Rossa sagt:

    Ihr müsst erst einmal alle verarmen, inkl Mittelstand, damit Ihr endlich lernt, sozialistisch-kommunistisch-marxistisch zu denken und zu handeln und das linksfaschistischee Paradies zu geniessen !

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    • mhol sagt:

      Jeder verarmt subito, wenn der Planet in irgend einer Weise kollabiert und für den Mensch unwirtlich wird. Da liesse sich dann für alle gleichsam ihre Vorstellung von paradiesischen Zuständen geniessen. Im Übrigen erkenne ich in jeder Ideologie das so lebens verachtende und fremde. In Ihrer Aufzählung fehlt der Kapitalismus. Eben auch ein "Mus".

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  • Bischi49 sagt:

    Nun, Jusos sind halt noch jung! Da ist das selbständige Denken noch nicht voll entwickelt! D.h. die Verführungskraft der Ideologie noch enorm. Bei vielen ändert sich das mit dem älter werden. Nicht bei allen.

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    • Marlisa Schmid sagt:

      Nein, ein Juso ändert sich nicht. Die Ideologie, die er aus der Jusowerkstatt mitbringt, hat sich in seinem Hirn festgefressen. Beste Beispiele sind Wermuth, Molina, Funiciello... Diese werden je länger je unerträglicher. Bei den Juso lernen sie schon von Kindsbeinen her, wie man sich mit einem lauten Maulwerk Gehör verschaffen kann. Sie tragen ihr fundamental sozialistisches Gedankengut in die Gesellschaft, und spalten diese mit absurden Ideen, indem sie unsinnige Initiativen wie diese starten.

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      • mhol sagt:

        Aber aber .. TsTs .. und die Braven vom Dienste der Greta, der Wutpilz aus dem Norden .. Mh-Hmm wie war gleich der Name? Nun, da mögen Junge ein lautes Maulwerk haben und ich mag das nicht was da losgetreten wird. Echt grauslich. Aber solches kommt nicht grundlos. Ich sehe da mehrheitlich selbstgefällige ignorante Schwätzer am Ruder des Zeitgeistes über die vergangenen Jahrzehnte und eine gleichsam infame heuchlerische Mehrheit in all den Völkern, welche solches doch erst möglich machten.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Durch die täglichen Medien-Manipulationen ist eine Mehrheit der Stimmbürger(innen) längst beeinflusst und leichtgläubig geworden. Trotzdem bin ich überzeugt, dass diese JUSO-Abzocker-Initiative an der Urne deutlich abgelehnt wird! Die Linken haben immer noch nicht begriffen, wer in der Schweiz über die Hälfte der Steuern bezahlt, um die sozialen Hängematten und die vielen staatlichen Einrichtungen der links/grünen Ideologen bezahlen zu können!

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  • Robert M sagt:

    Keine Sorge , 99% werden diesen Mist nicht wählen. So blöd kann keiner sein.

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