09. April 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Nach dem stillosem Abgang von Mitte-Fraktionschefin Andrea Gmür soll ausgerechnet ein Gegner der Partei-Umbenennung ihr Nachfolger werden

Als die bisherige Präsidentin und Hoffnungsträgerin der neuen Mitte-Fraktion, Andrea Gmür-Schönenberger, nach nur einem Jahr den Bettel hinwarf, gab es eine ganze Reihe möglicher Anwärter für die Nachfolge. Angefangen beim Luzerner Nationalrat Leo Müller (er scheiterte vor einem Jahr in einer Kampfwahl gegen Gmür), über den Tessiner Marco Romano und den Oberwalliser Philippe Matthias Bregy bis hin zu Ständerat Benedikt Würth.

Derzeit prüft eine Findungskommission offiziell noch die Bewerbungen. Aber das Rennen scheint bereits gelaufen zu sein. Dem Vernehmen nach haben alle potentiellen Kandidaten ausser Bregy abgewunken.

Zaubert man in den kommenden Tagen nicht noch eine Kandidatin aus dem Hut, sieht es ganz danach aus, dass der aus Naters stammende Rechtsanwalt künftig die Mitte leiten wird.

Das ist brisant, denn Bregy gehört mit dem Walliser Ständerat Beat Rieder jener Gruppe an, die sich gegen eine Umbenennung der CVP in «Die Mitte» gewehrt hatte.

Auch sonst könnte der Job für ihn zu einem schwierigen Spagat werden. Bregy politisiert am rechten Flügel der Fraktion, die Fraktion tendiert bei ihren Entscheiden eher nach links. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er Positionen vertreten müsste, die ihm zuwiderlaufen.

Die grosse Frage ist: Macht der Oberwalliser jetzt die gleiche Entwicklung durch wie Parteichef Gerhard Pfister? Der startete auch als Rechtsaussen bei der CVP und rutscht als Präsident immer mehr nach links.

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1 Kommentar zu “Nach dem stillosem Abgang von Mitte-Fraktionschefin Andrea Gmür soll ausgerechnet ein Gegner der Partei-Umbenennung ihr Nachfolger werden”

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