20. Juli 2021
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Alex Baur

Nach Long-Covid haben die Lockdowner eine neue Wunderwaffe entdeckt: Den Lärm! Damit lässt sich alles blockieren.

Nach den Plänen der rotgrünen Städteplaner schleichen wir künftig im ÖV mit Tempo 30 durch autofreie Strassen. Den langsamen Bernern will man sogar nur noch 20 km/h zumuten.

Interessant ist die Begründung: der Lärm!

Dabei sinkt der allgemeine Schallpegel seit Jahrzehnten – dank Dreifach-Verglasung, Schutzwällen und modernen Gefährten aller Art.

Doch das reicht nicht. «Zero Noise» ist das Fernziel.

Es ist kein Zufall, dass die Rufe nach Corona-Lockdown und Verkehrs-Lockdown aus ein und derselben Ecke kommen. Der Mensch, dieser Klimafrevler, muss entschleunigt werden. Bitte. Alle!

Lärm ist wie Long Covid – ein Leiden, das sich nicht objektivieren lässt. Jeder empfindet die Beschallung anders. Was dem einen gefällt, stört den andern. Damit lässt sich alles und nichts begründen, immer streng wissenschaftlich, selbstverständlich. Willkür wird zum Programm.

Als Richtschnur gilt, dass jeder bei offenem Fenster schlafen könnte. Mit Betonung auf könnte. In einem Minergie-Haus sollte man die Fenster nie öffnen. Der ökologische Mehrwert ginge dabei flöten.

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36 Kommentare zu “Nach Long-Covid haben die Lockdowner eine neue Wunderwaffe entdeckt: Den Lärm! Damit lässt sich alles blockieren.”

  • Eulenlaender sagt:

    Man liest auf https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/laerm/fachinformationen/massnahmen-gegen-laerm/massnahmen-gegen-strassenlaerm/geschwindigkeitsreduktion.html, dass der Verkehr bei Tempo 30 konstanter fliesse. Im zugrundeliegenden Forschungsbericht heisst es jedoch: "Im niedrigen Geschwindigkeitsbereich sind konstante Fahrgeschwindigkeiten seltener anzutreffen." Überhaupt nicht berücksichtigt wurde in diesem Bericht, dass die Fahrzeuge länger lärmen, wenn sie langsamer fahren.

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    • Eulenlaender sagt:

      Auch im allgemeinen hält sich die Geschwindigkeitsreduktions-Empfehlung des Bundesamtes für Umwelt zur Senkung des Lärms nicht an den Forschungsbericht, wo auf Seite 13 zu lesen ist: "Mit den heute verfügbaren Grundlagen sind zuverlässige Prognosen zur Lärmwirkung von Verkehrsberuhigungsmassnahmen sowie für die Einführung von Tempo 30 nur bedingt möglich." Vielleicht sollte man der Verwaltung einen Unterricht in Textverständnis finanzieren.

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      • Konrad Kugler sagt:

        Leider hilft bei Ideologen keine Belehrung, leider sind Bekehrungen sehr selten. Saulus vor Damaskus, dann der aufgeklärteste Mann. Daher heute recht unbeliebt. Genderismus ist nicht nurAnti-Paulus, sondern Anti-Genesis. Das ist nur eine Einladung zum Nachdenken

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  • johann6a sagt:

    Und wer beklagt den Lärm der übermechanisierten Landwirtschaft in der schönen Landschaft draussen? Und wer den Dauerlärm an den zahllosen Baustellen im bald überbevölkerten Schweizerland?

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    • UrsD sagt:

      Auch hier: Der grosse Unterschied ist, dass dieser Lärm nicht mutwillig generiert wird, sich z.T. nicht vermeiden lässt und es etwas produktives ist. Lärmvehikel sind nicht notwendig und es gibt mehr als genug Alternativen, aber viele Lärmfreaks kaufen nur Fahrzeuge, die besonders viel Lärm generieren. Schrottfirmen kommen diesem Bedürfnis entgegen und die Behörden / Politiker schlafen seit Jahrzehnten, um diesen vorsätzlichen Missbrauch abzustellen. Statt friesierte Töfflis gäbe es z.B. E-Bike

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  • UrsD sagt:

    "Der Lärmpegel sinkt" ist nur die halbe Wahrheit. Für den Grundpegel trifft dies zwar zu, der aber weniger schlimm ist als die immer zahlreicheren und grösseren Lärmspitzen, die rücksichtslose Lärmrowdies mit ihren 4- und 2-rädrigen Vehikeln dank z.T. sogar zuschaltbaren Lärmgeneratoren mutwillig und flächendeckend im ganzen Land verbreiten. Dagegen helfen leider auch keine tieferen Geschwindigkeiten, sondern nur radikale und absolute Lärmobergrenzen, aber dagegen wehrt sich die Lärmlobby extrem

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    • Marlisa Schmid sagt:

      Die sind zwar lärmig, fahren aber vorbei, dann ist wieder Ruhe. Ein Fluch hingegen sind die Laubbläser, die dümmste aller Erfindungen seit der Erfindung des Rades - neben den Drohnen, die ebenfalls einen Mordslärm machen. Und dann auch die Rasenmäher, die von den bünzli Hüslibesitzern fünfmal über den bereits gemähten Flecken Rasen hin und her geschoben werden. Die Grünen sollten ihre Kampfzonen auch einmal auf diese unnötigen Lärmverursacher ausweiten anstatt nur immer auf die Autos.

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      • UrsD sagt:

        Werte Frau Schmid, der grosse Unterschied ist, dass viele Lärmfreaks mit Lärmfahrzeugen MUTWILLIG mit entsprechender Fahrweise und eingebauten, z.T. zuschaltbaren Lörmgeneratoren den Lärm versuchen zu maximieren, was kaum der Fall ist mit Rasenmäher und Laubbläsern. Aber zugegeben, auch bei letzteren könnte mehr getan werden und da geht es auch in die Richtung, weniger lärmigere Geräte anzuschaffen aber bei Töffs und Lärmautos geht es leider in die andere Richtung.

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  • Alpenfurz sagt:

    Es geht schon lang nicht mehr um das Virus oder die Umwelt - Stichwort UN Agenda 2030. Ein selbstgewähltes Gefängnis unter dem Vorwand die Gesundheit und Umwelt zu schützen. Freiheit wird es in so einer Welt nur noch für die wirklich Reichen und Mächtigen geben. Zum Glück wachen viele Normalos langsam auf.

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  • ordnas sagt:

    Wir müssen uns mal überlegen, wie wir den Staat wieder dazu bringen, sich um seine Kernaufgaben zu kümmern. Ev. brauchen wir ein Referendum für einen 20% Abbau von Verwaltungsstellen.

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    • mikueder sagt:

      Nur 20%? Ich denke man könnte den ganzen Apparat um 80-90% verkleinern! Der Staat soll sich auf seine wenigen Kernaufgaben konzentrieren. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, die Bürger nach einer bestimmten Ideologie zu erziehen!

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      • Konrad Kugler sagt:

        Ich habe nur vage Zahlen im Kopf. Das erzbischöfliche Ordinariat München-Freising hatte zur Zeit von Kardinal Faulhaber ? Mitarbeiter und unter Kardinal Marx ?
        Wem es Spass macht, eine allgemeine Entwicklung zu verfolgen, bitte schön.

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  • mikueder sagt:

    Warum teilen wir die Welt nicht in zwei Lager auf? In ein von Links-Grün alles kontrollierenden Super-Nanny-Staat und die andere Hälfte in der Selbstverantwortung, natürliches Miteinander, Respekt und Freiheit herrscht. Und jeder kann frei wählen in welcher Hälfte er leben möchte.

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    • UrsD sagt:

      Gerade beim Lärm funtioniert die Selbstverantwortung überhaupt nicht. Während es früher einige wenige ewig pupertierende, testosterongeladene Männer waren, die rücksichtslos mit entsprechender Fahrweise und Generatoren bestialischen Lärm mutwillig erzeugten und durch die Gegend donnerten, sind es heute sogar alte Omis, die sich kaum noch mit dem Rollator bewegen können, die aber mit einem möglichst lauten Töff auch noch die ganze Menschheit mit möglichst viel Lärm "beglücken" wollen.

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      • Josef Hofstetter sagt:

        Viele Autos hören Sie nicht mehr, auch Benzinbetriebene, Aber, Lärm erzeugen die Partys und die Demos welche auf den Strassen, welche die Autofahrer finanzieren abgehalten werden . Linke und Grüne Politiker drehen komplett durch.

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  • peterlinz sagt:

    Tempo 30 und Begegnungszonen bieten Sicherheit und Ruhe... Wenn man das will, so muss man wieder Sperrstunde 2300h für Gastwirtschaften verfügen, doch leider beginnen die Partys ja heutzutage erst um 2300h bis früh morgens. Je mehr Freizeit, desto mehr Lärm. Da nützen weder Autoverbote noch Tempo 30. Aber wen interessiert das schon. Hauptsache die Ideologie gewinnt. So vertreibt man ja die Anwohner gerade aus den Zentren.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Diese grünen Träumer leben in einem Paralleluniversum, weit weg von den Bürgern. Ein Umfrage in Zürich hat gezeigt, dass die Quartierbewohner zu 60 Prozent gegen die Umgestaltung der Quartierstrassen zu Spielplätzen und Wohlfühloasen, und gegen den Abbau der Parkplätze sind. Kinderlärm und lautes Feiern bis spät in die Nacht ist für viele Anwohner anstrengender als Autolärm. Unglaublich, dass die Grünen trotz dieser idiotischen Politik nach wie vor gewählt werden.

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  • Edmo sagt:

    Klima, Corona, Lärm, Gerechtigkeit, Sicherheit, Umweltschutz, Genderismus, Antirassismus, Wokeness... Die Liste der moralisch unantastbaren Totschlagargumente wird jeden Tag länger. Doch es geht immer nur um Macht und Geld. Je mehr sich Politiker auf das Reine und Gute berufen, desto stärker muss man ihnen misstrauen. Es gibt keine ähnlich verlogene Bande wie den rotgrünen Filz aus Politik und NGO-Mafia. Immer bestrebt, die Völker zu unterdrücken und die globale Ökodiktatur zu errichten.

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  • Peter Rossa sagt:

    und: wie vermindern wir den völlig sinnlosen und teuren Lärm, den die Politik selber immer wieder und vermehrt produziert ? !

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  • Realistin sagt:

    Ich empfinde den heutigen Lärm überall auch als schlimm. Ich schlafe immer bei offenem Fenster. Wenn man es deshalb vermeidet, im Verkehr zu wohnen, nützt das aber nichts.
    Jede Wärmepumpe, die neu installiert wird, macht einen Heidenlärm, der die ganze Nacht extrem stört. DIeser Lärm macht aber den Grünen offenbar nichts.

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    • Edmo sagt:

      Lärm ist nicht absolut. Der eigene Lärm ist bekanntlich Musik. Der Lärm einer Wärmepumpe ist für jeden Grünen eine Hymne. Der Güterzug, der um 3 Uhr morgens mit unsäglichem, langanhaltendem Getöse unterwegs ist, bestätigt den erfolgreichen Umbau der Mobilität. Das ist Musik vom Feinsten. Allerdings nur, wenn man politisch richtig gepolt ist.

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      • Konrad Kugler sagt:

        Ein Gegenbeispiel. Ich war schon Richtung 70, schöner Sonntagnachmittag, Mittagsschlaf. Im Garten direkt nebenan spielten die zwei Kinder des Nachbarn plus eines dritten. Als Konservativer sehe ich die Welt wie sie ist. Kinder sind auch laut. Meine Reaktion, wenn du nicht schlafen kannst dann stehst wieder auf. - Nach zwei Stunden!
        Man kann aus Allem ein Drama machen.

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  • gian sagt:

    Bern ÖV 20! Während gleichzeitig die Söhne Titos in ihren getunten, geleasten Luxusschlitten durch die Strassen blochen. Die heldenhaften Jungs der Polizei , Weltmeister im Wegschauen, ermitteln immer noch unter Hochdruck an Banküberfällen, die 2 Jahre zurückliegen.

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  • hape sagt:

    ...und wie ist es mit den usäglichen Laubbläsern, von denen jeder mit einem Quadratmeter Garten einen hat? Dieser Krach istr wesentlich ätzender als die Geräusche, die ein PW verursacht.

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  • 66metamycil sagt:

    Dafür werden in Bern überall Begegnungsstätten erstellt, wo lautstark bis neuerdings 23.00 h gefeiert werden darf. Keine Rede mehr von Rücksicht auf die arbeitende Bevölkerung und Kinder!

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  • VP-Falger sagt:

    Eine aggressive, ideologisch verseuchte Träumerhorde versucht sich erfolgreich in die Hirne speziell der Politiker, aber auch bereits in die, im doppelten Sinne "faulen" Hirne grosser Teile der Bevölkerung einzunisten, um damit schleichend unsere freiheitliche Gesellschaft zu zerstören. Die Kirche setzt seit Jahrhunderten erfolgreich auf "Ihr seid Sünder!" Die neuen Propheten setzen auf dieselbe "schämt Euch" Theologie und wie man leider feststellen muss, mit zerstörerischem Erfolg.

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  • Realo100 sagt:

    Wie wärs mit ZERO DUMMHEIT? Könnte an der Uni als Zusatzfach gebucht werden, mit Numerus Clausus Test.
    Dann brauchen wir auch noch eine Latrinensteuer, die den ganzen „Seich“ finanziert.
    Spaß beiseite: es geht um die schleichende Entmündigung des Bürgers. Geben wir endlich Gegensteuer!!

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  • T sagt:

    Das ist nicht neu! Es wird seit Jahren mit Gesetzen versucht die individuelle Mobilität mittels Lärmvorschriften zu schikanieren. Sei es bei Reifen, oder Auspuffanlagen und Ähnlichem. Dann ging es medial gegen die Motorräder. Schon aufgefallen? Die Geschwindigkeitsschilder 50 aufgehoben, werden mehrere hundert Meter ausserhalb der Ortschaften versetzt. So, dass die Beschleunigung dort beginnt, wo dann bereits die nächste 50er Tafel gilt. Schikane. Bei der Bahn ist man leider nicht so konsequent

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    • Dimitri Papadopoulos sagt:

      Früher war man wenigstens ehrlich: Es ging einfach um "Sünde" und den "bösen Satan" und damit war die Sache gesagt. Man brauchte keine teuren pseudowissenschaftlichen Erklärungen die man selbst nicht begreift, um anderen Menschen seinen Willen aufzwingen zu können.
      Der Vorteil liegt heute zum Glück eindeutig beim Ketzer: Scheiterhaufen gelten als klimafeindlich, gebratenes Fleisch sowieso. Und man muss nicht mehr Mitglied in der Kirche des Moments sein, um existieren zu können.

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  • verena sagt:

    Solange die ‚Mimi‘s‘ nicht aus der Politik geflogen sind, werden wir darben müssen.
    Andie Pareteipolitiker des realen Lebens, Freheit und Bodenständig- und Menschlichkeit, wacht auf, bewegt euch, für das seid ihr gewählt!

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