15. Juni 2021
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Rolf Hürzeler

Nadelstiche im Brexit-Streit: Der Nordirland-Konflikt steht neuerdings im Zeichen des englischen Frühstücks-Würstchens

The Great British Banger oder das Frühstückswürstchen bringt Engländer ins Entzücken und Kontinentaleuropäer ins Schaudern.

Jetzt stehen die kleinen, bleichen Dinger im Mittelpunkt des Brexit-Konflikts rund um Nordirland, weil die EU den Import von ungefrorenem Fleisch verbietet.

So dürfen die Briten ihre Würstchen nur noch bis Ende Juni gekühlt von der Hauptinsel in die Provinz Ulster exportieren. Denn Nordirland gehört danach definitiv zum EU-Binnenmarkt und Grossbritannien nach dem Brexit eben nicht mehr.

Nordirland wird durch eine Zollgrenze vom Mutterland abgeschnitten und handelspolitisch faktisch in die EU integriert.

Genau davor fürchten sich die Unionisten. Sie wollen Teil des Königreichs bleiben und keinesfalls zur EU gehören wie die Republik Irland.

Verständlich, dass Premierminister Boris Johnson vorderhand nicht daran denkt, die Würstchen in Schottland auftauen zu lassen, bevor sie nach Nordirland gelangen.

Sollte die EU in dieser läppischen Frage indes hart bleiben, sähen sich wohl die letzten Briten darin bestätigt, dass es höchste Zeit war, die EU zu verlassen.

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4 Kommentare zu “Nadelstiche im Brexit-Streit: Der Nordirland-Konflikt steht neuerdings im Zeichen des englischen Frühstücks-Würstchens”

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