08. Januar 2021
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Marcel Odermatt

Nebs-Präsident Eric Nussbaumer: Der erste Europäer im Land ist kein Kenner der europäischen Geschichte

Die neue europäische Bewegung Schweiz (Nebs) hat ein politisches Ziel. Die Schweiz muss Mitglied der Europäischen Union werden. Bei seiner Inaugurationsrede als neuer Präsident der Nebs stellte Eric Nussbaumer im Oktober auch klar: «Wir bekämpfen jeden Schritt, der das desintegrierte, das gespaltene Europa befeuert.»

Kein Wunder ist für den glühenden EU-Freund, der demokratische gefällte Entscheid des Vereinigten Königreiches, aus dem Block auszutreten, reiner Frevel. Der Baselbieter SP-Nationalrat fasst den mehr als 1000-seitigen Vertrag in einer Medienmitteilung vor einigen Tagen wie folgt zusammen. «Brexit-Deal: Das Waterloo für Nationalisten.»

Mit dem Communiqué beweist der erste Europäer im Land, dass er sich zumindest in europäischer Geschichte nicht gut auskennt. Auch Nichthistoriker wissen, dass in der Schlacht in Waterloo bei Brüssel Napoleon sein militärisches Ende fand. Das, nachdem sich der kleine Franzose aufgemacht hatte, ganz Europa unter seine Herrschaft zu zwingen. Und: Es waren massgeblich die Briten, die dem herrschsüchtigen Diktator am 18. Juni 1815 diese endgültige Niederlage zufügten.

Am 18. Januar stellt sich der frischgekürte Nebs-Chef in einer Online-Veranstaltung Fragen der Öffentlichkeit. Moderiert wird der Talk von Alec von Graffenried, seines Zeichens Präsident der Nebs Sektion Bern und Grüner Stadtpräsident von Bern. Ein Heimspiel für den EU-Fan also. Trotzdem darf man gespannt sein, zu welchen Einschätzungen und Beurteilung des Austritts von Grossbritanniens Eric Nussbaumer an diesem Abend kommen wird.

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