25. Februar 2021
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Wolfgang Koydl

Neue heuchlerische EU-Sanktionen: In Russland werden Werte verteidigt, in China die Wertschöpfung

Die Aussenminister der EU waren so richtig gut in Stimmung, in Sanktionsstimmung. Strafen gegen Russland, Einschränkungen für Venezuela, und auch die Junta in Myanmar bekam eins hinter die Ohren. Mann, fühlte sich das gut an.

Selbstzufrieden, selbstgerecht und selbstgefällig zogen die Minister Bilanz. Erfolgreich hatten sie mal wieder die Werte Europas verteidigt. Wer Menschenrechte bedroht, einschränkt oder gar verletzt, muss sich warm anziehen: Die EU schaut – und haut – ihm auf die Finger.

Nun ja, nicht immer. Ein kecker Teilnehmer der Tagung brachte das Thema Hongkong aufs Tapet, wo China die Schrauben seit mehr als einem Jahr immer fester anzieht. Die Minister nickten bedächtig und fassten einen Beschluss – nichts zu überstürzen.

Merke: Wenn zwei das gleiche tun, ist es nicht dasselbe. In Moskau geht es um Werte, also um nichts. In China geht es um einen Wert – von Exporten und Investitionen, also um viel. Das ist der Unterschied.

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2 Kommentare zu “Neue heuchlerische EU-Sanktionen: In Russland werden Werte verteidigt, in China die Wertschöpfung”

  • JESUSistdasEwigeLeben sagt:

    Wer immer Jesus als König ablehnt, wird in einer Diktatur enden, die Brot und Spiele gibt. Vielleicht wollen die meisten auch nicht mehr, weil sie an Wahrheit nicht interessiert sind und daher unwissend bleiben, und Nächstenliebe nicht gelebt wird, weil ja Jesus abgelehnt wird, und mit ihm Gottes Liebe, Weisheit und Kraft im Herzen durch ihn - obwohl Jesus die Versöhnung mit Gott möglich machte. Aber das dicke ewige Ende kommt dann für diese noch.

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  • Ronnie Angst sagt:

    Die Damen und Herren des EU Parlaments sollten sich wohl besser mal selber auf die Finger klopfen, denn dieser ganze Corona Wahnsinn mit seinen katastrophalen Massnahmen, die man durchaus als willkürlich und diktatorisch bezeichnen kann, verletzen schon längst die Menschenrechte und haben die freie Demokratie aus den Angeln gehoben. Kehrt erst mal vor der eigenen Tür mein Damen und Herren, bevor Ihr mit dem Finger auf andere zeigt.

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