28. April 2021
Wolfgang Koydl

Ob Annalena Baerbock oder Ursula von der Leyen: Frauen werden wieder als Frauen definiert. War die Emanzipation ein Rohrkrepierer?

Es ist nicht leicht, grün zu sein, klagte einst Kermit der Frosch. Aber das ist ein Klacks im Vergleich zum Frau-Sein.

Beispiel eins: Annalena Baerbock. Kanzlerkandidatin der deutschen Grünen wurde sie nur, weil sie eine Frau ist. Sagte ihr unterlegener Rivale. Mit Politik hatte das nichts zu tun.

Beispiel zwei: Ursula von der Leyen. Aufs Sofa verbannt wurde die EU-Chefin von Präsident Erdogan nur, weil sie eine Frau ist. Jammerte sie vor dem Europaparlament. Mit Politik hatte das nichts zu tun.

Was lernen wir daraus? Ein halbes Jahrhundert Frauenbewegung und die Frauen stehen wieder da, wo sie Jahrtausende lang standen: Sie werden ausschliesslich als Frau definiert – im Guten wie im Schlechten. Ob das im Sinne des Erfinders war?

Was lernen wir noch? In die Politik bringen Frauen offenbar vorwiegend emotionale weibliche Qualitäten ein – im Guten wie im Schlechten. Sollten die Schweizer Stimmbürger (damals noch ohne -innen) am 7. Februar 1971 einen Fehler begangen haben?

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12 Kommentare zu “Ob Annalena Baerbock oder Ursula von der Leyen: Frauen werden wieder als Frauen definiert. War die Emanzipation ein Rohrkrepierer?”

  • Margit Osterloh sagt:

    Gehts noch?
    Zu Beispiel 1: Lillian Uchtenhagen 1983 und Christiane Brunner 1993 wurden als Bundesrätinnen deshalb nicht gewählt, weil sie Frauen sind.
    zu Beispiel 2: Ursula von der Leyen wurde aufs Sofa verbannt, weil sie eine Frau ist.
    Solange diese Beispiele aktuell sind, werden Frauen ausschliesslich als Frauen definiert - von Männern!
    Wer bringt da Emotionen in die Politik ein? Wohl eher Männer, die den Verlust ihrer Privilegien nicht verkraften können!

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  • tatj sagt:

    Alles richtig, besonders, wenn Frauen wieder Frauen sind. Die Überfrauen, die oft nur der offiziell natürlich nicht vorhandenen Quote wegen an ihre Jobs gekommen sind, haben nichts mehr zu tun mit den vielen Frauen, die ohne großes Tamtam tagtäglich Ihren Mann stehen (ist halt das geflügelte Wort) und durch Leistung, egal ob in Familie und/oder Job, glänzen. Und lasst endlich das Innen-getue weg; ich bin doch auch aussen Frau und es stört die schöne deutsche Sprache leider sehr;-)

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  • Melanie sagt:

    Super auf den Punkt gebracht.

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  • Mueller sagt:

    Ich wage jetzt etwas ketzerisches und frauenfeindliches zu äussern! Die Frauen hier mögen es mir verzeihen! Also meiner Meinung ( 72 Jahre alt, weiss, Eingebürgerter , deutscher Herkunft, weiss) nach , entstand dieser „Political correctness“ Wahn durch das allmähliche Eindringen der mehrheitlich linksgrünen Frauen in die Politik! Die Männer , durch gentleman likes Verhalten , liessen den Damen zu häufig den Vortritt!

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    • Melanie sagt:

      Absolut richtig und ganz und gar nicht ketzerisch. Männer sollen Männer sein und bleiben dürfen. Frauen sollen Frauen sein und bleiben dürfen. Beide können trotzdem dasselbe leisten, wollen und tun und sich dabei auch noch respektieren und sogar mögen 🙂
      Das sage ich, 60, Frau, weiss und CH

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    • T sagt:

      Das sehe ich anders. Die PC ist ein bewusst geplantes Instrument, um den politischen Gegner daran zu hindern, seine Meinung zu verbreiten. Dies ist nicht organisch gewachsen, es wurde bewusst etabliert. So kann man alle, vom Diktat der Linken abweichenden Meinungen, als Rechts verunglimpfen. Übrigens, Stalin missfiel das Wort Sozialisten im Namen der Nationalsozialisten so, dass er den Begriff Faschisten, speziell den Nazis zuordnete. Die Roten wenden heute noch immer stalinistische Methoden an.

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  • VP-Falger sagt:

    Emanzipation? Autark erscheinen und sich in Streifenanzüge zwängen, um auszusehen wie ein Mann, wirkt für mich nicht gerade authentisch. Mein Weltbild prägten autonome Frauen in einem schönen Rock oder Kleid. Anmutend anzusehen und doch kompetent sowie durchsetzungskräftig und wo angebracht auch konsequent. Eben Frauen, die das Frau sein nicht nur bejahten, sondern selbstbewusst verkörperten. Oft auch eine Augenweide...

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  • Edmo sagt:

    Wer die Entwicklung unseres Landes seit der Einführung des Frauenstimmrechtes verfolgt, kommt irgendwann zum Schluss, dass es ein Fehler war. Die Frauen jammern und fordern genau wie früher. In der Politik wursteln sie mit Moral und Emotionen. Das Volk nehmen sie primär als unmündige Kinder wahr, die sie mit strenger Hand und ein paar Zückerchen lustvoll erziehen wollen. Bisher hat keine Bunderätin das Land vorangebracht, die meisten haben uns nur superteure Eier gelegt.

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  • T sagt:

    Nein! Grundsätzlich kein Fehler gemacht. Der eigentliche Fehler aber wurde spätestens ab 1989 begangen, indem man glaubte den Kommunismus im Westen besiegt zu haben. Irrtum, denn der Kommunismus hat seine Taktik nur angepasst. Er hat den Kapitalismus und die freie Marktwirtschaft, auch mit Hilfe der Frauen, infiltriert, unterwandert und ist dabei diese Errungenschaften zu zerstören. Die unfähigen Frauen BaerböckIn und von der LeyIn, sind die besten Beispiele.

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