03. Mai 2021
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Florian Schwab

Petra Gössis grosse Fehlkalkulation: Die freisinnige Basis schluckt das CO2-Gesetz nicht

Der Zeitgeist ist grün. Davon kann auch die FDP profitieren. So oder ähnlich dachte Parteichefin Petra Gössi, als sie ihre Partei in Richtung grünliberal bugsierte. So, als wäre sie bei Angela Merkel in die Schule gegangen.

Das Kalkül geht nicht auf. In den Gremien der FDP rumort es. Nur mit Mühe konnte Gössi die FDP Schweiz auf ein Ja zum CO2-Gesetz festnageln, über das am 13. Juni abgestimmt wird. Die Tessiner Kantonalsektion geht von der Fahne: Stimmfreigabe. Weitere Sektionen könnten diese Woche folgen. Und der Jungfreisinnige Alain Schwald führt ein schlagkräftiges parteiinternes Gegenkomitee mit 80 entschlossenen Unterstützern.

Die Gegner des Öko-Kurses werden intern als «laute Minderheit» abgetan. Aber sie haben die Basis hinter sich. Gemäss Umfragen lehnen 59 Prozent der FDP-Wähler das CO2-Gesetz ab. Sie haben erkannt, dass es ein unliberales Umverteilungsmonster ist.

Spätestens, wenn sich die grüne Strategie an der Wahlurne nicht auszahlt, muss sich Petra Gössi erklären: Warum hat sie in einer Nacht- und Nebelaktion die eigene Basis vergrault? Denn dass jetzt Grünliberale in Scharen zur FDP überwechseln, ist fraglich. Sie wählen weiter das Original.

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27 Kommentare zu “Petra Gössis grosse Fehlkalkulation: Die freisinnige Basis schluckt das CO2-Gesetz nicht”

  • draeyerconsulting sagt:

    Es ist ganz einfach. Ich habe eine Stimme zum CO 2-Gesetz am 13. Juni. GössI hin oder her, als liberaler Mensch stimme ich NEIN

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  • Stefan Mueller sagt:

    die Grössi verfügt anscheinend nicht über Pardini-Leuvrat-Schwaller-Galladé-Cina- etc-Connections in Linksstaatsfilz...Also muss die das FDP WirLiebenalle-Präsidium zur eigenen "Profilierung" benutzen, um danach mit einem HSG-Ausweislein im Staatsfilz für ihr Restleben unterkriechen zu können!

    Und ob nun ein FDP-WirLiebenalle-Scheinbürgerlicher oder eine krass dunkelrote Melone im Bundesrätli höckt...an der Situation 5 gegen die Schweiz, ändert sich damit eh nix...zumal beim aktuellen Personal

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  • THINK sagt:

    Frau Gössi gehört zu den "neuen Aufsteiger-PolitikerInnen", welche nicht mehr die Schweiz und ihre Werte vertreten, sondern die eigene Karriere. Der Kampf und die restlichen, zusehend knapper werdenden Bundesratsmandate zwischen CVP und FDP gegen die gesicherten der SVP und die umstrittenen Restplätze durch die Linken wird härter, nachdem die CVP zur Mitte fusioniert hat und die FDP somit um die zwei Sitze bringen könnte.

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    • THINK sagt:

      Das interne FDP-Gerangel um den verbleibenden Posten ist im Gange und Frau Gössi denkt richtig in eigener Sache:
      Kurzfristig künftige FDP-KandidatInnen haben im linksgrünen Parlament bessere Chancen den Topf mit einer halbenMillion Jahresgehalt plus Anwartschaft auf eine lebenslange Pension mit zusätzlichen Dauerprivilegien zu gewinnen.

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  • wschriber sagt:

    Wo sind die Frauen in der Politik, die nicht nur Karrierefrauen sind, sondern aus Berufung für einen Grundsatz einer Partei, welche den Grundsatz im Parteinamen haben, Karriere gemacht haben? Petra Gössi zähle ich sicher nicht dazu.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Da es ja mittlerweile im Politfilz nur so wimmelt......von ""Expertinnen"" und Klavierspielerinnen ...o.k. und auch von weibischen Linken/Linksextremen, die als ""Berufsbezeichnung""" angeben ...hihi...Kantonsrät*In, NationalratInnen, StänderäterInnen Stadträtin...etc ....
      Göttchen was haben uns die Alten eingebrockt mit dem Frauenstimmrecht!?!

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  • Dyx sagt:

    - Du, Papi, wird die Welt besser, wenn wir das CO2-Gesetz annehmen?
    - Bist Du gut im Rechnen?
    - Note 3 erreiche ich regelmässig. Höhere Benotung ist immer sehr schwierig.
    - Na Bravo! Dann giltst Du ja bei den politisch Linken und Grünen bereits als hochbegabt!

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  • ulrich vogt sagt:

    Petra Gössi hatte den Mut, Chiesa zu erklären, dass sich die FDP nicht von der SVP befehlen lässt, wie ihre Bundesräte abstimmen sollen. Chapeau, alle andern kriechen in den den Staub vor Blocher/Köppel/Mörgeli und Somm, die allesamt eine grosse Röhre führen, wenn es um die Diffamierung der politischen Gegner geht. Wer gegen CO2 argumentiert, hat den Ernst der Lage nicht begriffen und verteidigt nur das eigene Portemonnaie.

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    • Realistin sagt:

      Chiesa hat zwar etwas anderes gesagt, aber egal.
      Bitte geben Sie mir ein paar Beispiele, in denen die von Ihnen genannten Personen Andersdenkende diffamieren.
      Was den Klimawandel betrifft: Es gibt bis heute keinen naturwissenschaftlichen Beweis, dass das CO2 je an einer Klimaerwärmung schuld war/ist. Eiskernbohrungen haben im Gegenteil ergeben, dass immer erst die Erwärmung stattfand und DANACH der CO2 Gehalt anstieg.
      Warum erwärmt sich der Mars gleichzeitig zur Erde?

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    • toto sagt:

      Der Ernst der Lage ist nicht vorhanden. Im Rückblick auf diverse angekündigte Katastrophen durch Klimaveränderungen und deren Ausbleiben sollten wir der Vernunft folgen. Ein Geheimnis des Lebens besteht wohl in unserer Anpassungsfähigkeit. Eine Zahlung von CO2 Ablass macht die Regierung reicher, löst aber keine Klimasorgen.

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    • hape sagt:

      Ja, Herr Vogt... Ich glaube, Sie sehen die Welt etwas zu einfach. Wie zum Geier soll der CO2-Ausstoss gesenkt werden, wie zum Geier sollen "Netto-Null" oder gar ein Rückgang zu den Werten der 80er Jahren erreicht werden, wenn genau die Gruppierungen, die uns das geld aus dem Sack ziehen wollen, eine wichtige Komponente verweigern: Die Begrenzung unserer Bevölkerung. Immer mehr Leute machen immer mehr Dreck. Und um das zu ändern, brauchts eben mehr als Umverteilung und ein CO2-Gesetz.

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    • FrankZMarg sagt:

      Wer argumentiert, es gäbe eine Klimakatastrophe, hat nichts verstanden. Leider auch die FDP. Der höhere CO2-Gehalt führt weltweit zu einer Ergrünung, was gut ist, und er führt weltweit zu höheren Ernten. Die Erwärmung hat also positive Effekte. Bezüglich der negativen Effekte sind wir sehr anpassungsfähig: Studieren Sie mal die Schadensbilanzen der Rückversicherungen. Es gibt weniger Ereignisse mit weniger Opfern, Tendenz seit 2 Jahrzehnten.

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    • Stefan Mueller sagt:

      wohl als Waldsterber und Baumumarmer stehen geblieben, der gute vogt!

      Und ja wenn wir an den andern Vogt, nicht den in Altdorf sondern den Valtenin V. denken, der ja auch ein strammer Grössi-Wahn-Fan ist, dann überraschen die peilichen Unterstellungen Behauptungen und Difamierungen vom Ueli V. ja auch wieder nicht!
      Scheint ein Vogt-""Charakterzug"" zu sein, die Wahrheit zu verdrehen!

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  • Peter Rossa sagt:

    nur die dümmsten Kälber ..... wer hat diese Dame eigentlich zur Präsidentin gewählt ?! Besser wäre, sie baldmöglichst wieder loszuwerden und diese Partei aufzulösen. Die Luft ist ja schon längstens raus.

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  • Bischi49 sagt:

    Dieser Anbiederungskurs ist der FDP, von der ich immer noch erwarte, dass sie die Freiheit hoch hält, unwürdig. Ich frage mich, wo der Stolz auf vergangene Leistungen geblieben ist, den diese Partei durchaus haben darf. Aus diesem Stolz heraus tapfer, auch gegen den Zeitgeist, die Freiheit und die liberale Gesinnung verteidigen, würde wohl mittel- bis langfristig zu besseren Wahlresultaten führen als dieses Anpassertum, das für mich wirklich kläglich wirkt.

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  • Elba sagt:

    In der Abkürzung FDP stand das F für Freiheit und das D für Demokratie. Folgerichtig plakatierte man früher «Mehr Freiheit, weniger Staat». Weite Teile der heutigen Funktionärsriege stehen heute leider für mehr Staat und weniger Freiheit. Das «P» ist noch vorhanden, denn es kommt zweimal im opportunistischen Anbiedern an die linkslastigen Medien vor.

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  • jjg sagt:

    Es braucht in der FdP eine liberale Revolution. Weg mit Gössi, Portmann und Co. Zurück zu mehr Freiheit und weniger Staat!

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  • T sagt:

    Die FDP, zusammen mit der CVP, fungieren schon seit Jahren als Steigbügelhalter für den Sozialismus. Gössi hat der Partei allerdings den Rest gegeben.

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  • Robert sagt:

    Wo sind die Zeiten geblieben, als die FDP noch DIE freiheitliche Partei war. Ich kann mich noch an die Plakate erinnern, die im Namen dieser Partei "Mehr Freiheit, weniger Staat" verlangten! Tempi passati. Heute haben wird praktisch nur noch zwei Parteien in der Schweiz (die SVP und die Linke), und die FDP ist dabei ein Flügel der Linken. Schade!

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    • Florence sagt:

      Nicht nur schade! Brandgefährlich!!

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      • minibixi2008 sagt:

        Weder die FDP noch sonst ein Menschlein hat über das Klima zu bestimmen. Das Gegenteil ist der Fall, wir haben uns dem Klima anzupassen.
        Wir sind nicht Gott, aber Gott hat uns das Leben geschenkt auf diesem wunderbaren Planeten.
        Tragt Sorge dazu alles andere steht nicht in unserer Macht.
        Nein ich bin kein frömmeler und auch kein Sektenguru, nicht mal in einer Glaubensgemeinschaft, aber mein Horizont reicht über diese Arrogante Überhebliche Menschheit hinaus.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Sobald sich eine politische Partei, gegen die eigenen Grundsätze vom herrschenden Zeitgeist steuern lässt, und dies mit der eigenen Präsidentin an der Spitze, befindet sie sich auf Kurs in die Bedeutungslosigkeit. Wer glaubt, immer mit den Wölfen des Mainstreams heulen zu müssen, wird zunehmend austauschbar. Schon schon das Trittbrettfahren bei den Grünen vor den letzten Wahlen hatte eine Spaltung der FDP aufgezeigt. Sie wird durch die eigene uneinsichtige Präsidentin nach Kräften gefördert!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Petra Gössi hat bei ihrem Aufsteigen auf den zeitgeistlichen rot/grünen Umverteilungs-Schnellzug wohl nicht an die Grundwerte ihrer Partei und deren Mitglieder gedacht! Am 13. Juni wird das Stimmverhalten der FDP-Basis der Chefin wahrscheinlich grosse Augen und Staunen bereiten! Es sind eben genau arbeitswillige und verantwortungsvolle Menschen in den KMU und anderen Wirtschaftszweigen, die das Horrorunterfangen CO2-Gesetz bezahlen müssten. statt jene, die laufend nur Befehle erteilen!

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  • VP-Falger sagt:

    Die CVP hat sich schon ihrer christlichen Verhaltensdoktrin entledigt, sodass sie sich immer mehr zu den Klimagöttern gesellen kann. Wohin die bürgerliche Gesinnung und freiheitlich-demokratische Grundhaltung der FDP verschwunden ist, scheint langsam klar zu werden: Auch diese Führung scheint nach Klimagottheit und Machtmissbrauch zu lechzen.

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  • Albert sagt:

    Warum wählen denn die Leute zunehmend mehr Staatsaufbläher und Ökodikatorinnen?!
    Weil sie eben selbst gerne ihren Nachbarn und Mitmenschen diktieren wollen, wie sie zu leben haben - wenn vielleicht auch nur indirekt; aber genau damit kann sich die unbeachtete, breite Masse endlich mal etwas mächtig fühlen.
    Und genau diese Tendenz muss bewusst gemacht werden, denn sie ist brandgefährlich; sie führt direkt in den Totalitarismus!

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    • juege sagt:

      Und genau diese Tendenz muss bewusst gemacht werden, denn sie ist brandgefährlich; sie führt direkt in den Totalitarismus!: Das ist auch das einzige Ziel dieser Übung. Deutschland macht es vor: Die Energieversorgung ist gewährleistet und wenn nicht, sind die Elektrizitätswerke schuld.

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