22. September 2021
Wolfgang Koydl

Platz da, ich bin ein Stromer! General Motors empfiehlt riesige Sicherheits-Abstände für Elektro-Autos. Mit weitreichenden Folgen

Ob es Amerika besser hat, wie Goethe mutmasste, lassen wir mal dahingestellt. Sicher ist, dass Amerika Platz hat – für XL Highways, Shopping Center, Parkplätze.

Letztere könnten wichtig werden, wenn mehr Amerikaner auf E-Autos umsteigen. Denn die brauchen sehr viel Platz zum Parken.

Dies jedenfalls geht aus einer Empfehlung von General Motors an die Käufer seiner Stromer (das Wort bezeichnete früher mal einen Landstreicher) hervor: Weil die Fahrzeuge gerne Feuer fangen, sollten sie mit drei Wagenlängen Abstand zum nächsten Auto abgestellt werden, wie der Konzern mitteilt.

Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass man Parkhäuser und Tiefgaragen meiden sollte. Es gab Fälle, wo ein einzelner Chevy Bolt ein ganzes Gebäude abgefackelt hat.

Wie gesagt, Amerika hat Platz. Aber in Europa geht es enger zu.

Ein Sicherheitsabstand würde halbe Innenstädte in Parkplätze verwandeln. Wie sich das mit der Forderung nach E-Mobilität verbinden lässt, ist ein Rätsel, dessen Auflösung wir mit Spannung erwarten.

Boris Palmer, Tübingens grüner Bürgermeister, hätte da vielleicht eine Idee: In seiner Stadt zahlen SUVs mehr fürs Parken als kleine Autos. Für umweltfreundliche Stromer müsste es dann echt teuer werden.
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21 Kommentare zu “Platz da, ich bin ein Stromer! General Motors empfiehlt riesige Sicherheits-Abstände für Elektro-Autos. Mit weitreichenden Folgen”

  • wiewewo sagt:

    Die Weltwoche sollte mal wieder besser recherchieren. Es gibt keine Hinweise nach wissenschaftlichen Statistiken, dass E-Autos häufiger als Verbrenner brennen. In der CH brennen jährlich tausende Fahrzeuge. In der Schweiz gab es einige Fälle in welchen Verbrenner grosse Tiefgaragen inkl. viele Fahrzeuge abfackelten mit leider grossen Schäden. Viele Tunnelbrände wurden durch Verbrenner verursacht. Wann hat wo in der CH ein E-Auto gebrannt. Bitte sachlich bleiben

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  • Peter Rossa sagt:

    Roger Köppel, hilf uns armen Sündern, die wir täglich .....

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  • D. Keller sagt:

    Das Problem ist nicht das E-Auto und dessen Batterie, sondern die unbegrenzte Produktehaftung in den USA. Da gibts ja schon seit Jahrzehnten skurile Beispiele.
    Da kann die Weltwoche gegen E-Autos rumstänkern (den Inserenten zuliebe?) wie sie wollenn das E-Auto kommt rasant. Und selbst der Köppel wird in wenigen Jahren mit einem E-Auto herumfahren.

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  • Bischi49 sagt:

    E-Mobility ist ein gestylter Hype, solange bis sich die Physik ausreichend klar manifestiert und auch die letzte Werbe- und Politschwätzer einsehen müssen, dass eine ganzheitliche und realistische Beurteilung durch Ingenieure und Techniker nicht so ohne weiteres übergangen werden sollte. Die Autoindustrie springt auf diesen Zug auf, weil ihr das bisherige Geschäft von der Politik verunmöglicht wird, wohl im klaren Wissen, dass der Weg dieses Nischenprodukts zur Massentauglichkeit noch lange ist

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  • unbequeme Wahrheit sagt:

    Vielleicht ein Aufkleber "ich bin auch ein Elektrogrill"

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  • Guy Tiger sagt:

    Was ich schon fast windmühlenartig immer wieder vorbete: e-Mobilität löst kein einziges der aktuellen Verkehrsprobleme, im Gegenteil sie schafft zusätzlich neue Probleme.

    Es ist ein Irrsinn.

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  • T sagt:

    Ich frage mich schon lange, weshalb E-Kutschen in Einstellhallen nicht verboten sind? Das Risiko für die restlichen Benutzer, sowie für das Gebäude und deren Nutzer ist enorm. Die Versicherungen, sowie die Gebäudeversicherungen sollten E-Kutschen mit strengsten Auflagen und Deckungssummen belegen. Leider wird dies aus ideologischen und politischen Gründen ignoriert, respektive totgeschwiegen.

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    • T sagt:

      Es ist haarsträubend was alles geht, wenn man einer umwelzerstörenden, in keinster Weise gegenüber dem Verbrenner äquivalenten Technologie, politisch und ideologisch zum künstlichen Durchbruch verhilft. Da werden schon mal sicherheitsrelevante Aspekte verschwiegen und ignoriert. Im Übrigen mit eifriger Unterstützung von unseren Politikern links der SVP.

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    • Kurt_W sagt:

      Es tut sich was in DE: https://www.autobild.de/artikel/elektroauto-brandgefahr-tiefgarage-parkhaus-loeschen-20228347.html
      Da stehen interessante Hintergrundinformationen drin!
      Und weil wir in CH nicht blöd sind, wird es auch hier zu Lande in die selbe Richtung gehen.

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  • Angy Scheiwiler sagt:

    Witz des Tages

    Die ultimative Werbung für Elektro-Autos geht so: Abstand bitte, mein E-Mobil könnte Feuer fangen!
    Damit ist die grüne Ideologie einmal mehr super auf den Punkt gebracht - Freude herrscht.

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  • Peter Rossa sagt:

    holy shit!,was mach ich jetzt mit meinem Lieblingsauto ?

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  • Edmo sagt:

    Hyundai ruft den elektrischen Kona nach nur zwei Jahren zum Batteriwechsel zurück. Bis die neue Batterie eingebaut ist, darf die alte nur noch zu 80% geladen werden. So geht grün. Hunderttausende Tonnen Batterie-Schrott nach zwei Jahren. Die grünen Kona-Besitzer beklagen sich allerdings nicht. Die neue Batterie soll ja mehr Reichweite mit sich bringen. Da schlägt selbst beim grünsten aller Grünen das Herz höher. Und alles auf Garantie. Die Welt ist schön.

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  • Der Michel sagt:

    Die Grünen in Deuschland wollen doch gar keine "E-Mobilität", zumindest nicht mit dem klasischen Auto: Das Lastenfahrrad ist das Individualverkehrsmittel der Wahl, im übrigen sollen's der ÖPNV und der öffentliche Fernverkehr richten.

    Berlin soll dem Vernehmen nach innerstädtisch weitgehend autofrei werden (12 Fahrten mit Privat-PKW pro Jahr erlaubt) - *das* ist die mobile Zukunft, wenn's nach RRG geht.

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    • Edmo sagt:

      12 Fahrten mit dem Privat-PKW pro Jahr. Ja, ja, das Covid-Zertifikat ist unbeschränkt ausbaufähig. Deshalb dieser extreme Impfzwang. Wir alle sollen das QR-Zertifikat auf dem Handy haben und vollständig kontrolliert werden können. Als nächstes kommen die noch verbleibenden Fahrten mit dem PKW drauf, dann werden uns KWh Stromverbrauch limitiert und abgebucht. Das Korsett wird uns immer enger geschnallt. Oder ist es eher die Garotte?

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    • Silvio Valentino sagt:

      Angela Merkel in Buenos Aires im Juni 2017:
      „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.
      Quelle:
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article165359594/Als-Merkel-in-die-Zukunft-blicken-soll-lacht-das-Auditorium.html

      ... und dazu der 32. Präsident der USA Franklin D. Roosevelt (1882-1945):

      "In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war."

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    • Bischi49 sagt:

      Danke für die Aufklärung. Bisher meinte ich immer, er heisse Lasterfahrrad.

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