26. März 2021
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Urs Gehriger

Präsident Biden absolviert seine erste Pressekonferenz. Mit Schummel-Karten, Lügen und Breaking News

Nie in hundert Jahren hatte ein US-Präsident die Presse so lange warten lassen wie jetzt Joe Biden. 64 Tage. Nun ist es vollbracht.

Allein das ist als Erfolg zu werten. So tief mussten die Erwartungen nach Bidens Stolpern und Aussetzern geschraubt werden.

Das Ganze war qualvoll anzusehen. Dank Schummel-Karten mit 16-Punkt grossen, gedankenstützenden Buchstaben schleppte sich der Präsident durch die Fragen, die ihm zehn handverlesene Journalisten füttern durften. Unter ihnen kein Konservativer.

Bei aussenpolitischen Fragen blätterte er emsig in einem schwarzen Notizbuch. Las langatmig ab, was ihm seine Strategen ins Buch notierten

Was sagte Biden zur grössten Krise, dem Ansturm von Migranten an der Südgrenze? Trump ist schuld!

«Alle Massnahmen, die im Gang waren, haben überhaupt nicht geholfen, haben die Zuwanderung nicht gebremst». Eine platte Lüge: Unter Trump war die Grenze so dicht wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Biden bezichtigte Vorgänger Trump sogar des Mordes. Er habe Migranten «auf der anderen Seite» zu «Tode hungern lassen».

Und wann erhalten die Journalisten endlich vollen Zugang zu überfüllten Auffangzentren an der Grenze? «Ich weiss es nicht.»

Nach einer Stunde waren die Batterien leer, die Versprecher häuften sich. «Leute, ich gehe jetzt.»

Breaking News des Spektakels: Joe Biden plant eine zweite Amtszeit, will 2024 wieder antreten. Am Ende seiner zweiten Ära ist er 86.

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20 Kommentare zu “Präsident Biden absolviert seine erste Pressekonferenz. Mit Schummel-Karten, Lügen und Breaking News”

  • Buecherwurm sagt:

    Die Parallele zum deutschen Ex-Bundespräsidenten Heinrich Lübke ist unübersehbar !

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  • Paul Streuli sagt:

    Unglaublich eine Pressekonferenz mit Fragen die man vorher einreichen musste, ist das noch die USA oder schon Nordkorea.

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  • tinaabegg sagt:

    Ist doch wieder einmal fantastisch! Zuerst alle gegen Trump und man konnte nicht abwarten, dass er endlich geht. Und für wenn? Biden.
    Vom Regen in die Traufe. Aber das Beste kommt erst: Kamala Harris
    God help us all!! Und nicht nur Amerika....

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  • swisskiss sagt:

    Ist das der wichtigste Mann der Welt?

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  • andreaswerb sagt:

    Sleepy Joe ist nichts anderes als eine Marionette des linken politmedialen Komplexes. Eine geradezu tragikomische Figur, die vermutlich in den nächsten Jahren noch TikTok-Memes in Serie produzieren wird. Ich vermute, die Filmrechte an seiner Story sind längst vergeben. Wenn‘s nicht so tragisch wäre, haben wir es hier mit Komödienstoff vom Allerfeinsten zu tun.

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  • johann6a sagt:

    Langsam habe ich den Verdacht, die Strategie der Demokraten mit dem angeschlagenen Biden als Präsident ist es, ihn aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurücktreten zu lassen (was vielleicht ohnehin nicht zu umgehen sein wird), um danach ohne Wahlen automatisch die dezidiert linke Kamala Harris ins Amt zu bringen. Ob diese Rechnung aufgehen würde, ist allerdings nicht garantiert, denn bei Zwischenwahlen gibt es meist Verschiebungen zulasten der bestehenden Mehrneiten.

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  • ToWa sagt:

    Das Demokraten-Zentralorgan Tagesanzeiger schreibt, Biden grenze sich von Trump ab. Da wird Trump aber froh sein...

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  • Elba sagt:

    Die Demenz ist mehr als offenkundig und die Amtstauglichkeit sehr fraglich. Doch was wahr ist und was nicht, das bestimmen anscheinend alleine die Medien und die Internet-Oligarchen. Was wir nicht genau wissen ist: Wer genau zieht die Fäden und diktiert den Teleprompter? So gesehen, ist der (noch) Amtsinhaber für die Strippenzieher ganz praktisch. Vielleicht sogar praktischer, als seine Nachfolgerin im Wartestand, denn die könnte sich womöglich als (zu) eigenwillig herausstellen.

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    • Tony Koechli sagt:

      Strippenzieher - 80 % des Kabinettes sind Obama und 20% Clinton ehemalige, alle mit der gleichen Ideologie aber mehrfarbig - Yes Man ist was Biden verlangt, hat 47 Jahre nichts gebracht - und jetzt ist er ein inkompetenter Diktator mit Executive Gewalt und alles undurchsichtig, und predigt offenheit - nicht besser als Putin und XI, aber das imponiert halt links -

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  • Collina sagt:

    Flasche leer, schon lange... ich habe fertig

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  • Fede sagt:

    Das Wort “Lügen“ würde ich nicht so arg „an die grosse Glocke“ hängen. Im Gegensatz zum Vorgänger, wo fast jede Aussage „frisiert“ war, wirkt Biden um einiges glaubwürdiger. Dass er nicht die Ideal-Besetzg. fürs Amt ist, wissen wir alle.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Seit der Verkündigung der Monroe-Doktrin sind die Präsidenten der USA das Unglück für den Rest der Welt. Die Lateinamerikanischen Länder können davon berichten. Der ahnungslose Präsident W. Wilson trat 1917 in den Weltkrieg ein um die Rüstungsgeschäfte und Finanzhilfen der Händler des Todes zu retten. Der deutschenhasser F.D.Roosevelt führte sofort nach seinem Amtsantritt Wirtschaftskrieg gegen das Deutsche Reich. Die Gleichberechtigung der Farbigen überall erst Mitte 60er Jahre durchgesetzt.

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    • Tony Koechli sagt:

      Fede, wenn Sie mal einen Presser von Trump angesehen haetten wurden Sie sich im Boden verkriechen was Biden geliefert hat - Ihre Luegentheorie ist nichts anderes als eine Fortsetzung und rechtfertigung der Hass Theorie, substanzlos

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  • gian sagt:

    Hätte es gestern eine Doping-Kontrolle gegeben, Biden wäre überführt worden.

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  • pboehi sagt:

    Sobald seine Demenz nicht mehr länger zu verbergen ist, wird Kamala Harris übernehmen. Ich denke, das ist bereits so geplant.

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