08. Februar 2021
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Florian Schwab

Rahmenabkommen: Jean-Claude Juncker und Botschafter Petros Mavromichalis offenbaren die mafiösen Züge der EU

Die EU kontert die wachsende Kritik am Rahmenabkommen mit einer PR-Offensive. Deren Elemente sind jüngst ein Interview des EU-Botschafters in Bern, Petros Mavromichalis, mit dem Blick und ein Gespräch der NZZ mit Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude-Juncker, dem Vater des Rahmenabkommens.

Die Wortmeldungen ergeben das Bild einer mafiösen Organisation. Das wichtigste Merkmal solcher Vereinigungen ist es, ihren Freunden Schutz und Wohlstand zu versprechen. Juncker: «Würde es der Schweiz heute so gut gehen ohne die EU? Nein.» Im Gegenzug verlangt die Mafia Unterwerfung. Die Schweiz soll ihre direktdemokratische Seele verkaufen. Wenn sie das nicht tut, soll sie bestraft werden. Juncker erinnert an die willkürliche Aberkennung der Börsenäquivalenz. Ganz der Pate: «Ich mochte diesen Schritt nicht.» Die Drohungen von ganz oben kommen im freundlich säuselnden Gewand daher.

Der Mann fürs Grobe ist Botschafter Mavromichalis: Ohne Rahmenvertrag gebe es «keine neuen Markt­zugangsabkommen», bestehende würden «nicht mehr aufdatiert». Die Schweiz solle nicht vergessen, «wo sie geografisch liegt».

Es ist das verbale Äquivalent des abgeschlagenen Pferdekopfs, den die Mafia ihren Gegnern als Warnung vor die Haustür legt.

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6 Kommentare zu “Rahmenabkommen: Jean-Claude Juncker und Botschafter Petros Mavromichalis offenbaren die mafiösen Züge der EU”

  • Sandro Consoli sagt:

    Die Bemerkung von Mavromichalis: "Die Schweiz solle nicht vergessen wo sie geographisch liegt!" hat die Schweiz schon 1940 von den Nazis gehört als sie eingeschlossen war. Oder war es nicht so? Heute sind wir vom gleichen "Gedankengut" eingeschlossen nur sind es nicht mehr die Nazis sondern die EU! Unsere Gutmenschen behaupten immer noch die EU ist demokratisch. Dabei sind zwei Staaten welche innerhalb der EU bestimmen was Brüssel diktatorisch umsetzt!

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  • Petersen sagt:

    In dem Mafia-Film "Der Pate" lag der abgeschnittene Pferdekopf im Bett auf dem Kopfkissen, was zweifellos noch mehr Eindruck macht.

    Diese Methode der Beeinflussung soll gegenüber einem Filmproduzenten angewandt worden sein, um dem Sänger und Mafia-Freund Frank Sinatra, der zur Schauspielerei umsatteln wollte, eine Hauptrolle in dem Kriegsfilm „Verdammt in alle Ewigkeit" zu vesrchaffen.

    Sinatra war exzellent und bekam dafür einen Oscar.

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  • Edmo sagt:

    Die Mafia-Methoden der EU sind schon lange offensichtlich. Jeder ordentliche Politiker würde sich umgehend und deutlich distanzieren. Für Schafe gilt eine solche Haltung nicht. Lieber fragen sie den Paten unterwürfig, ob sie ihm noch etwas Gutes tun können. Zum Beispiel seine leeren Kassen zu füllen oder alle von ihm erlassenen Gesetze heilig zu sprechen und kritiklos sofort zu übernehmen.

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  • Bischi49 sagt:

    Und an eine solch erpresserisch agierende Truppe soll man sich per Rahmenvertrag binden, ihrer Diktion unterwerfen, natürlich unter Gewährung aller „Freiheit“ durch Leute die die Freiheit fürchten, sofern sie überhaupt wissen was das ist. NEIN!

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