23. Februar 2021
Matthias Rüb

Rapper landen Video-Hit auf Kuba: Leben und Vaterland statt Vaterland oder Tod

Mit dem vier Minuten langen Musikvideo «Patria y Vida» (Vaterland und Leben) haben der exilkubanische Rapper Yotuel Romero und eine Handvoll Dissidenten auf der Karibikinsel die kommunistischen Herrscher in Havanna in erkennbare Verlegenheit gebracht.

In den letzten Tagen wurde die eingängige Hymne der Hoffnung für Kuba auf Youtube mehr als 1,7-millionenmal geklickt. Mit dem Titel ihres Songs spielen die Rapper auf die Parole «Patria o Muerte» (Vaterland oder Tod) von Revolutionsführer Fidel Castro (1926 bis 2016) an. Damit versucht das sklerotische Regime bis heute den elf Millionen Kubanern sechs Jahrzehnte Entbehrungen und Erniedrigungen als Akt des patriotischen Widerstands gegen die Yankees zu verkaufen.

Dagegen setzen die sechs Rapper ihren Refrain: «Genug der Lügen, mein Volk ruft nach Freiheit, genug der Doktrin/Heut‘ rufen wir nicht mehr ‚Vaterland oder Tod‘, sondern, Leben und Vaterland.» Staatschef Miguel Díaz-Canel hat die Rapper mehrfach als Söldner Washingtons und Lakaien der Exilkubaner in Miami beschimpft.

Damit haben sie «Patria y Vida» (https://www.youtube.com/watch?v=pP9Bto5lOEQ) erst recht zum Marschlied des Widerstands gemacht.

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