25. März 2021
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Christoph Mörgeli

Ringier-Chef Marc Walder schimpft über das digitale Versagen des Staats, an den er sich sonst so innig klammert

Im gestrigen Blick kommentierte Ringier-Chef Marc Walder die digitale Covid-Bewältigung des Staates so: «Das ist der Schweiz unwürdig». Unser Land und unsere Kantone machten einen «himmeltraurigen Eindruck».

Es gebe keine zentrale Plattform für die Daten, keine wirklich schützende Covid-App, keine bedienbare Registrierplattform für Impfwillige und keine Impf-Plattform ohne gravierende Sicherheitsmängel.

Kurz: «Der öffentliche Sektor ist nicht fähig, diese historische Krise dank digitaler Hilfsmittel besser, schneller, sicherer und effizienter zu bewältigen.» Marc Walder ist Gründer von «Digitalswitzerland». Es handelt sich um einen Verein mit ganz vielen staatlichen und staatsnahen Betrieben.

Walder umschwärmte, umarmte und umstrickte den Staat beziehungsweise den Bundesrat. Er genoss die bundesrätliche wohlwollende Unterstützung und konnte an seinen «Digitaltagen» nicht nahe genug bei Doris Leuthard und Alain Berset stehen.

Zu Beginn der Covid-Krise hat Marc Walder Medienministerin Simonetta Sommaruga getroffen und sie gebeten, die Verlage mittels Notprogramm zu stützen. Auch sonstige staatliche Zuschüsse und Zahlungen standen auf Walders Traktandenliste. Und jetzt ist ihm der Staat auch wieder nicht recht.

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7 Kommentare zu “Ringier-Chef Marc Walder schimpft über das digitale Versagen des Staats, an den er sich sonst so innig klammert”

  • tinaabegg sagt:

    Berset behauptet heute Donnerstag 25.März in der Medienkonzernen, dass alle impfwilligen Bürger bis Ende Juni durchgeimpft sind.
    Und mit was will er das machen??? Wasser? Vodka??
    Es gibt nicht genügend Impfzentren, Hausärzte die impfen wollen, keine nationale Impfstrategie. Ganz zu schweigen fehlt das Wichtigste: DER IMPFSTOFF!!
    Wieder einmal nur Gequassel ohne genaue Angaben.
    Wünschen und Hoffen oder der Satz: sollte möglich sein, es bestehen gute Aussichten. Nein danke!!Wir wollen Fakten

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  • Bruno Bettoli sagt:

    Es ist höchste Zeit den grossen Medienhäusern den Geldhahn des Staates komplett abzustellen. Dann werden sie wieder "Wachhunde" für eine echte Demokratie oder gehen bei Unfähigkeit schnellstens ein.

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  • tinaabegg sagt:

    Wir haben eine der Weltbesten technischen Hochschulen. Für die , welche sie noch nicht kennen: ETH in Zürich!!!!
    Und wir sind nicht imstande eine sichere und übersichtliche Webseite zu kreieren ?? Keinen internationalen Impfpass vorzustellen??
    Echt jetzt??? Wie DOOF sind wir??
    Als der Bruder meines Großvaters in Spanien Staudämme gebaut hat, wurde er als Held gefeiert . Heute sind wir die Idioten der Welt. Vom Heldentum ist rein gar nichts geblieben.

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  • VP-Falger sagt:

    Diese Medien-Oligarchen haben es einfach: Sind sie staatskritisch, dann erhalten sie Abonnementskäufer-Zulauf. Wenn sie dem Staatsmoloch in den A.... kriechen, dann erhalten sie Subventionen. Mehr als makaber wird es dann, wenn solche Personen ganze Konglomerate von Subventions empfangenden Firmen bilden und letztlich noch in deren Verwaltungsräten sitzen. -- Sozialismus pur!

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  • VP-Falger sagt:

    Diese Medien-Oligarchen haben es einfach: Sind sie staatskritisch, dann erhalten sie Abonnementskäufer-Zulauf. Wenn sie dem Staatsmoloch ind dne A... kriechen, dann erhalten sie Subventionen. Mehr als makaber wird es dann, wenn solche Personen ganze Konglomerate von Subventions empfangenden Firmen bilden und letztlich noch in deren Verwaltungsräten sitzen. Sozialismus pur!

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  • baloiszydeco sagt:

    Der Vorsitzende des Zentralorgans der Staatsquoten Junkies beisst die Hand die ihn füttert oder Schuss vor den Bug ? Wenn nicht mehr Futter ins Medien Subventionen Trögeli, obacht, dann werden neue Saiten aufgezogen!

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