05. Januar 2021
Alles lesen
Beat Gygi

Robuste Corona-Immunitäten: Die Schweiz verpasst beim Impfen eine Riesen-Chance

Die Schweiz hat den Start zum gross angelegten und raschen Impfen der Bevölkerung vermasselt. Medizin und Informatik spät bestellt, in der Wirtschaft ärgert man sich über verlorene Wochen bis zum möglichen Lockern der Massnahmen und über den Rückstand zum Ausland – aber halt, es gibt eine Chance, Versäumtes in einem gewaltigen Sprung aufzuholen.

Man muss einfach mal überlegen: Wer muss geimpft werden? Nicht alle, denn viele Leute haben offenbar bereits eine mehr oder weniger solide Immunität gegen das Coronavirus. Bei denen wäre eine Impfung eine Verschwendung, denn sie würde gar nicht viel ändern. Also sollte man die knappen Spritzen für Menschen verwenden, die anfällig sind.

Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Bundes-Covid-Task-Force halten wenig davon, die Immunität sei ja völlig unsicher, wird immer wieder gesagt. Aber soeben hat der St. Galler Infektiologe Pietro Vernazza – nicht Task Force-Mitglied – auf neue wissenschaftliche Befunde verwiesen, die auf relativ robuste Immunitäten hindeuten. Wenn das so ist – warum kümmern sich BAG und Task Force so wenig um diese Zusammenhänge?

Reiner Eichenberger, Ökonomieprofessor in Fribourg, sagt seit Monaten, das künstliche Immunisieren durch Impfung sei viel wert, aber daneben müsse man die bereits bestehende, wie auch immer erworbene Immunität ebenfalls ernst nehmen, diese sei genauso wertvoll. Wer das ausser Acht lässt und keine Tests macht, um die Lage zu ergründen, verschwendet wertvolles Kapital der Schweizer Bevölkerung.

102 3

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.