05. Mai 2021
Alles lesen
Alex Baur

Roger Köppel irrt: Die Widerspruchs-Regelung bei der Organspende hat nichts mit Sozialismus zu tun. Sie ist ein Akt der Vernunft

Zugegeben, das Ideal sähe so aus: Jeder Mensch muss schriftlich festhalten, ob er für oder gegen die Organtransplantation ist; wer seine Körperteile nach dem Ableben für andere zur Verfügung stellt, der bekommt welche, wenn er sie braucht; wer keine Organe spendet, kriegt auch keine.

Das Ideal ist nicht praktikabel. Nicht alles im Leben lässt sich durchreglementieren.

Die meisten Menschen befürworten die Organspende. Trotzdem haben nur wenige einen Spender-Ausweis. Weil sie sich nicht gerne mit dem Thema befassen.

Bei einer Transplantation muss aber schnell entschieden werden. Jahr für Jahr sterben hunderte, die mit dem Organ eines Verstorbenen hätten weiterleben können. Nicht weil es an Organen fehlt, sondern weil keiner entscheiden wollte.

Die Widerspruchsregelung hat mit Sozialismus rein gar nichts zu tun, wie Nationalrat Roger Köppel (SVP) behauptet. Die Entscheidung liegt auch nicht beim Staat, sondern bei den Notfall-Medizinern.

Wer seine Organe beim Ableben nicht an andere weitergeben will, der kann das schriftlich festhalten. Das ist nicht zu viel verlangt. Und er bekommt sogar trotzdem ein Organ, wenn er eines braucht.

260 538

55 Kommentare zu “Roger Köppel irrt: Die Widerspruchs-Regelung bei der Organspende hat nichts mit Sozialismus zu tun. Sie ist ein Akt der Vernunft”

  • UrsD sagt:

    Noch besser wäre es, die Prioritäten beim Bedarf eines Organes davon abhängig zu machen, wie lange jemand schon explizit erlaubt hat, nach seinem Tod Organe zu entnehmen.

    2
    8
  • ordnas sagt:

    Roger sieht das genau so wie es ist!
    Wir könnten übrigens auch im Rahmen der Diversity Diskussion bestimmen, dass jedes Neugeborene automatisch erst einmal Transgender ist. So lange, bis man sich spätestens mit 18 meldet und selbst definiert. Wird die Meldung verpasst, wird man einfach automatisch Beamter oder Grünpolitiker mit einem Grundeinkommen.

    49
    11
  • traugi67 sagt:

    Da bin ich absolut Ihrer Meinung Herr Baur,
    Was kümmert mich mein Körper nach dem Tod?
    Das "Ausweiden" wie Her Köppel es nennt ist doch allemal besser als in den Ofen schicken, wo dann nur etwas Asche und 2 Protesen übrigbleiben. Wenn ich damit jemandem das Leben verlängern kann isr das i. O.
    Der "Übergriff" auf meinen Körper nach dem Tod ist um Dimensionen harmloser als das was der Staat zur z. Zt. mit uns macht.

    17
    37
  • Albert sagt:

    Wenn der Staat grundsätzlich über meine Organe verfügen kann und dies ohne meinen Widerspruch auch tut, dann hat das sehr wohl so einiges mit Sozialismus und seiner immanenten Staats-Allmacht zu tun. Ein allmächtiger Staat will aufgrund seines gesundheitsdiktatorischen Waltens natürlich keine Rücksicht nehmen auf individuell unterschiedliche Einstellungen zur Organtransplantation. In einer "Demokratie" à la DDR will letztlich mein Nachbar bestimmen, wie ich (für ihn) zu leben habe.

    53
    6
  • Hegar sagt:

    Wir mutieren langsam aber sicher zu einer Gesellschaft von Versuchs-Kaninchen.
    1. Gender-Mainstream-Gaga:
    Die operative Umwandlung als ultimative Lösung bei krankhafter Geschlechteridentifikation. Heute Mann, morgen ,Oben Frau‘ und ,Unten noch Mann‘ oder umgekehrt.
    2. Bei den inneren Organen folgt Trauerspiel Nr 2.
    Und der ganze Nonsens darf bitte schön die Allgemeinheit via Krankenkassen-Prämien mitfinanzieren.
    Sind wir eigentlich noch bei Sinnen?
    Trauerspiel ohne Ende bzw. eines mit Schrecken

    56
    2
  • Janosh sagt:

    Achtung! All jenen Schweizerbürgern welche in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Massnahmen ablehnen, dürfen KEINE Organe entnommen werden, da die wichtigsten Körperfunktionen des Patient für eine Organspende zwingend aufrechterhalten werden müssten. Die Patientenverfügung verunmöglicht demzufolge eine Organentnahme.

    115
    2
  • WinstonC sagt:

    Hochachtung, dass dieser Text geschrieben und auf Weltwoche daily gedruckt wurde. Auf die Gefahr hin, dass die Mehrheit sowieso Herrn Köppel supportiert.

    Materiell ist die Entscheidung über diese Frage finaliter eine höchstpersönliche. Sie muss so entschieden werden und kann nicht ex cathedra in die eine oder andere Richtung vorentschieden werden.

    28
    5
  • ich sagt:

    Mein Herz gehört zu mir wie meine Seele, ich möchte und könnte mit keinem fremden Herzen leben. Angeblich war der 2.reichste Mensch der Welt D.Rockefeller mit seinem 6. Fremdherzen mit 101 Jahren gestorben. Das Gesetz droht eine aufkommende Organdiebstahlmaffia. Es ist völlig überflüssig, weil es immer mehr künstliche Organe, sogar Herzen gibt, bald auch aus Stammzellen?

    57
    7
  • Manfred saner sagt:

    ... durch die operative Organentnahme stark beeinflusst und beschleunigt wird.

    17
    2
  • BeatGeneration sagt:

    Die Weigerung seine Organe zu spenden wird auf dem neuen Gesundheitspass registriert werden müssen. Bald haben wir dann genügend Daten über alle Bewohner, um dem Beispiel Chinas zu folgen und auch hier ein Sozialkreditsystem einzuführen. Schöne neue Welt!

    77
    2
  • johann6a sagt:

    Die von Alex Baur im ersten Abschnitt erwähnte Lösung hat nichts mit "Durchreglementieren" zu tun. Das ist nämlich ziemlich genau die Reziprozitäts-Lösung wie sie von libertären Ökonomen vorgeschlagen wird. Ein Club der Freiwilligen, dem jede(r) beitreten kann im genauen Wissen darum, was für Konsequenzen dies hat. Eine solche positive Anreiz-Lösung ist geeignet, das unselige Knappheitsproblem mit den jährlich rund 100 Sterbefällen mangels Organen, zum Verschwinden zu bringen.

    10
    34
    • Alex Baur sagt:

      Das Problem beim Reziprozitäts-Modell ist die Umsetzung. Es kann ja nicht sein, dass jemand, der ein Spenderorgan braucht, sich noch schnell als Spender anmelden kann. Man müsste also mit Karenzfristen arbeiten. Das würde sehr kompliziert. Dann kämen verfassungsrechtliche Probleme hinzu. Es würde von Juristen sicher angefochten, wenn man jemandem eine Transplantation verweigert, weil er selber die Spende verweigert. Widerspruchslösung ist vor allem pragmatisch begründet.

      9
      1
  • verena sagt:

    Es darf nicht sein, dass andere über die Organe befinden!
    Letztendlich, wenn ein Organ für einen sogenannten ‚Gutmenschen‘ , wie sie jetzt an der Macht sind benötigt wird, wird einfach die auserwählte Person mit der richtigen Blutgruppe und dem geeigneten Organ zur Strecke gebracht und das legal!
    So wie bereits seid einem Jahr das Corona-Regime sämtliche Rechtsgrundlagen, mit facto; wir müssen schützen, aushebelt. Eine Überlegung, was die uns in Bern täglich auftischen, wäre angebracht...

    137
    7
  • herbert sagt:

    Der Entwicklungstand einer (der) menschlichen Gesellschaft zeigt sich (erst), wenn Begriffe wie "Ersatzteillager" oder "Ausweiden" in diesem Kontext nicht existieren. Weil es dann diesen Sachverhalt nicht gibt.

    27
    2
  • lionmo sagt:

    Ich bin im Besitz eines Organspender-ausweises.Sollte diese Idee durchkommen,werde ich mir in der gleichen Minute einen „ANTI-Organspender-Ausweis zulegen.

    83
    5
    • Alex Baur sagt:

      Ihr gutes Recht. Jeder muss selber entscheiden, ob er seine Organe spenden will. Wichtig ist, DASS er sich entscheidet.

      6
      3
      • benpal sagt:

        jeder muss davon ausgehen können, dass auf seinem Leben nicht eine Bringschuld lastet, die ihm automatisch mit seiner Geburt als Schweizerbürger (oder mit der Wohnsitznahme in der Schweiz?) aufgebürdet wird (ausser der Steuerpflicht), ohne dass er davon ausdrücklich in Kenntnis gesetzt wird.
        Grundsätzlich hat sich der Staat und die Gemeinschaft nicht am Eigentum und gar am Körper von Bürgern/Menschen ohne seine Einwilligung zu vergreifen.

        20
        2
  • Realistin sagt:

    Ich als unbedeutende Bürgerin muss damit rechnen, dass mir bei erster Gelegenheit Organe entnommen werden, wenn ein Berühmter oder Reicher eins braucht.
    In unserer heutigen Gesellschaft, in der zunehmend alles dem Kollektiv untergeordnet wird und der einzelen Mensch nichts mehr wert ist, ausser er ist ein Funktionär, ein Reicher oder Berühmter, sind wir Normalbürger und auch vor alle die, die nicht mal mitbekommen, dass sie die Organentnehme explizit verbieten müssen, nur noch Ersatzteillager.

    171
    13
  • bstocker sagt:

    +1 für diesen ausgewogenen und interessanten Beitrag.

    34
    20
  • Paul Streuli sagt:

    Mein Körper wurde nicht im Baurecht erstellt, er gehört mir und ich bestimme was damit geschieht.

    192
    4
  • bella620 sagt:

    Warum kann das pro oder kontra eigentlich nicht bei den Krankenkassen-Daten hinterlegt werden? So müsste sich zwingend jeder dazu äussern und es gäbe keine Diskussionen. Ich fände das mit Abstand die einfachste Lösung und so gross kann der Aufwand zur Erfassung für die Kassen ja auch nicht sein.

    54
    16
    • Florence sagt:

      Das wäre dann so etwas wie eine.Ersatzteil -Lagerliste .
      NIEMAND,aber auch gar NIEMAND hat Hand an mich zu legen.
      Dasselbe gilt für MEINE Entscheidung ob ich mich auf Covid-19 testen oder dagegen impfen lasse.
      Das ist die Garantie welche der Staat JEDEM Bürger geben muss!

      74
      4
  • Anna sagt:

    Spinnt's däm!? (A.Baur) Der Schreiber sowie die Initianten haben keinen Respekt vor dem Menschenleben. Deal or no deal, der Mensch als Ware ab seiner Geburt, wäre die logische Konsequenz bei der Annahme, unter dem Vorwand Menschenleben zu retten. Um die Transplantationsindustrie anzukurbeln appelliert man an das schlechte Gewissen. ...Entschuldige dass ich lebe...und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt!
    Die Widerspruchs-Regelung ist abzulehnen. Wer seine Organe spenden will der tut es.

    124
    12
  • Bassersdorfer sagt:

    Wer in der Vorstellung lebt, das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod, der mag die Argumentation von A.B. einleuchtend finden. Nur, das ist nicht so. Die Schöpfung schenkt unserer Seele einen Körper, mit dem wir eine Realität erschaffen und unser Bewusstsein erweitern. Wenn Organe entnommen werden, was vor dem wirklichen Tod passieren muss, dann bleibt unsere Seele im Nirgendwo hängen und kann nicht reinkarnieren.

    56
    19
    • Florence sagt:

      Genau so ist es !

      30
      10
    • hape sagt:

      Und nicht nur das. Stell Dir vor, Du trittst vor Deinen Schöpfer (wer immer das ist), der guckt Dich von oben nach unten an und sagt Dir, dass er Dich so nicht zurücknehmen kann. Schliesslich hätte er/sie Dich vollkommen erschaffen und mit so einen ausgeweideten Kadaver (seelisch und körperlich, ja, das hängt zusammen) könne er nichts anfangen.
      Das ist dann die Quittung dafür, dass Du im "alles ist möglich" Wahnsinn mitgemacht hast.

      34
      6
  • Ulrich J. sagt:

    Bei der Organspende denken die meisten an Herz, Lunge, Leber, ... Aber die meisten Menschen bestehen aus mehr Organen und die sind heißbegehrt. Und viele Kliniken werben auch in der Transplantationsmedizin um zahlungskräftige Kunden aus dem Östlichen Nicht-EU-Ausland. Die bringen in seltenen Fällen das Transplantat auch mit (der entfernte Cousin aus Moldawien mit seiner Niere). Die anderen Transplantate (Haut, Augenbestandteile) stammen dann aus den „Ausweidungen“.

    71
    4
    • Manfred saner sagt:

      Man spricht auch von "ernten". Zu den Organspenden (Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeichelrüse und Teile des Darms kommen die Gewebespenden. Nebst den von Ihnen erwähnten Augenbestandteilen (Hornhaut) und
      der Haut, sind dies noch Knochen und Muskelgewebe und Herzklappen.

      34
      3
  • Alois Fischer sagt:

    Seien Sie mir nicht böse, Herr Baur, ich möchte die Freiheit behalten, unvernünftig zu sein. Diese ebenso verführerische, wie verräterische Umkehr eines anscheinend und angeblich unwichtigen Prinzips ist brandgefährlich. Die Vernunft hilft da nicht weiter. Wehret solchen Anfängen sich mit vernünftigen Gründen in eine Falle zu begeben.
    Natürlich kann man das genau so wieder aufheben, wie man es beschliessen kann. Doch ein gründlicher Blick zurück in die Geschichte zeigt das Gegenteil.

    164
    5
    • Alex Baur sagt:

      Ich bin Ihnen sicher nicht böse. Und ich habe immer für die Freiheit gekämpft, auch für Ihre Freiheit. Ich finde einfach, dass es wirklich nicht zuviel verlangt ist, wenn einer, der seine Organe nicht spenden will oder darf (zum Beispiel aus religiösen Gründen), dies kurz schriftlich festhält. Tatsache ist, dass 80 Prozent für Organspende sind, aber nur 18 Prozent einen Spenderausweis haben. Sie meisten bürden damit den Entscheid ihren Nachkommen auf, und das finde ich nicht fair.

      3
      3
      • benpal sagt:

        "wenn einer, der seine Organe nicht spenden will oder darf (zum Beispiel aus religiösen Gründen), dies kurz schriftlich festhält."
        Das könnte man mit periodischen Aufrufen, wie für Blutspenden, erreichen.
        Aber woher sollte ein Mensch, der gerade die Volljährigkeit erreicht hat, wissen, dass er damit automatisch zum Organspender wird? Und wie kann er das verhindern? Indem er eine Erklärung dauernd auf sich trägt oder sie sich auf den Körper tätowieren lässt?
        Und bei Minderjährigen?

        8
        0
  • christian.penguin sagt:

    Beide (Köppel und Baur) irren. Und zwar schon ganz am Anfang ihrer Argumentationen.
    a) Organentnahme kann nicht bei toten Menschen stattfinden
    b) aus diesem Grund wurde die Definition von Hirntod aus dem Hut gezaubert in den späten 60ern. Damals wurden erste Erfolge bei Transplantationen erzielt und man suchte legale Wege, an die Organe zu kommen.
    c) Bei Entnahme ist der Mensch de facto am Leben

    Ihre ganze Argumentationen sind daher leider wertlos, solange die Grundlagen nicht geklärt sind.

    174
    6
  • Peter Schmid sagt:

    Ich gebe kein Organ, aber ich will auch keines !!!! So hat es die Natur vorgesehen, und wäre es für gewisse Leute nicht eine gigantische Geldmaschine mit etwas was ihnen gar nicht gehört, wäre auch kein Interesse da.

    163
    6
  • Florence sagt:

    Doch, Herr Baur, genau darum geht es! Der Staat darf nicht eigenmächtig über unseren Körper entscheiden. Wer seine Organe spenden möchte,trägt einen Spenderausweis auf sich, oder ein Medaillon um den Hals, oder was immer er will. Wenn so ein Ausweis nicht da ist, ist es Ärzten untersagt an jemandem herumzuschnipseln!So muss das Gesetz sein, und nicht umgekehrt! Herr Köppel hat das sehr richtig zur Sprache gebracht. Mein-unser-Körper wird NICHT verstaatlicht !!

    195
    7
  • Scrocco sagt:

    Ich glaube nicht, dass sich die Menschen nicht gerne mit dem Thema befassen. Es ist nur ein schwieriges Thema, weil der Mensch keine Maschine ist, die aus Ersatzteilen besteht, weil die Realität der Organentnahme nicht nur schön ist und weil das Versprechen mit dem neuen Organ ein normales Leben zu führen auch nicht immer aufgeht. Wenn man mehr Menschen dazu bringen will zu spenden, muss man Überzeugungsarbeit leisten. Zwang und Polarisation in der Debatte sind immer ein schlechtes Mittel.

    109
    2
  • Heidi sagt:

    So wie es immer wieder vorkommt, dass Patientenverfügungen von selbstherrlichen Ärzten nicht berücksichtigt oder nach Gutdünken uminterpretiert werden, wäre es auch beim Widerspruch gegen die Organentnahme. Wo wäre diese denn hinterlegt? Muss man sie sich auf den Brustkorb tätowieren lassen? Oder glauben wir tatsächlich, dass sich jemand die Mühe macht, das abzuklären? Dieser Glaube an die Medizin(er) fehlt mir. Seit Corona und den pharmagetriebenen Gentech-Menschenversuchen erst recht.

    169
    3
  • Edmo sagt:

    Wenn wir die Übergriffigkeit des Staates mal ausser Acht lassen, bleibt immer noch die Kostenfrage zu beachten. Das staatlich überregulierte Gesundheistwesen ist für viele Leute zu einer schier untragbaren finanziellen Belastung geworden. Nun soll ausgerechnet die superteure Transplantationsmedizin ohne Rücksicht auf die Kostenexplosion gefördert werden. Das ist ähnlich unvernünftig wie die Corona-Politik. Immense Kosten, kleine Wirkung, harte Strafe für alle, Nutzen für ganz wenige.

    163
    4
  • benpal sagt:

    Eine solche Verordnung wäre wie eine Bringschuld, die jedem Menschen bei seiner Geburt auferlegt würde, ohne dass es ihm bewusst ist. Eine stillschweigende aber unwissentliche Einwilligung, es sei denn der Staat oder die Eltern weisen den Bürger bei Erreichen der Volljährigkeit ausdrücklich auf die stillschweigende Einwilligung und auf die Möglichkeit, sich ihrer zu entledigen, hin.
    Wozu brauchen wir solche Gesetze in einer liberalen Gesellschaft?

    114
    2
  • Harri sagt:

    Total richtig was a. Bauer sagt. Auch wenn die CH Organe importieren muss, fehlen immer noch ! Beim Erneuern der ID Karte etc. kann man diesen Punkt präzisieren. So sollte es auch sein für die Patienten Verfügung. Sogar erzkatholiken begrüßen dies Lösung.

    6
    125
  • winner16 sagt:

    Herr Baur, Ihre Theorie hat ebenfalls was Wahres. Der Corona-Massnahmen-Wahnsinn hat mir aber bewiesen, dass die Spitäler auch nur dem Geld hinterherhechelten und jammerten, obwohl eine Unterbesetzung vorlag! Wie hoch ist die Motivation, einen "armen" Patienten zu retten, wenn im Hintergrund ein "reicher" Patient mit dem Scheckbuch wedelt, um ein Organ zu erhalten! Deshalb unterstütze ich die Meinung von Herrn Köppel!

    124
    5
  • benpal sagt:

    Ein Akt der Vernunft? Wessen Vernunft, der Vernunft? Der Vernunft der gerade in politischer Machtposition befindlichen selbsternannten Eliten? Sind Menschen, die selbst über die Verwendung Ihres Körpers, auch nach dem Tod, bestimmen wollen allesamt unvernünftige Idioten?
    Alex Bauer kann sich ja freiwillig als vernünftiger Mensch outen, indem er eine entsprechende persönliche Willenserklärung hinterlässt.

    233
    18
    • juege sagt:

      Alex Baur würde sich gescheiter aktiv gegen das CO2 Gesetz engagieren, davon versteht er etwas.

      95
      3
      • minibixi2008 sagt:

        Es reicht langsam mit dem Einmischen des Staates in mein persönliches Leben.
        Jeder Mensch kann selber entscheiden was mit seinem Körper nach dem Tod passiert.
        Bei gewissen PolitikerInnen wäre eine Hirntransplantation von Vorteil, doch leider gibt es die noch nicht. Nesseleiere sind wenn ich mich nicht täusche hirnlos.

        43
        0
    • D. Keller sagt:

      Vielleicht wäre ein gut schweizerischer Kompromiss:
      Bis Alter 40 gilt Widerspruchsregelung. Jüngere Personen haben gesündere Organe und sind dem Thema generell aufgeschlossener.

      4
      97
      • benpal sagt:

        Es gibt keinen Kompromiss. Die körperliche Integrität gilt bis zum Tod. Die Organentnahme muss aber vor dem Tod des Organismus erfolgen. Damit bestimmen die Ärzte wann der Tod stattfinden soll, indem sie ihre eigenen Kriterien anlegen.

        10
        0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.