30. April 2021
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Beat Gygi

Angst um den Geldwert – die Nationalbank erschreckt die Leute und schaut ihnen ins Portemonnaie

Die Nationalbank hat mit dem Rückruf der Banknoten der älteren Serie das Publikum erschreckt. Am Mittwoch gab sie die Mitteilung heraus, dass die Noten am Freitag ihre Gültigkeit verlieren.

Das tönt für viele autoritär, nach einem Kommandoregime, das willkürlich zuschlagen kann, von heute auf morgen.

Klar, in der Mitteilung war auch erwähnt, die alten Noten könnten auf unbeschränkte Zeit bei der Nationalbank umgetauscht werden. Aber die schrille Hauptbotschaft dominierte. Am Donnerstag drängten sich die Leute an allen möglichen Schaltern.

Gleichentags verschickte die Nationalbank dann eine ausführlichere und stellenweise mildere Mitteilung. Aus Sicht der Menschen geht die Rückrufaktion aber tiefer.

Sie erinnert daran, dass die Notenbanken das Bargeld Schritt für Schritt zurückdrängen wollen. Bargeldhaltung soll erschwert werden, die Behörden wollen mehr Kontrolle über die Finanzen der Bürger. Ein Umtausch gibt dem Staat die Gelegenheit, die Geldherkunft genauer zu checken und auch Furcht zu verbreiten.

Und unterschwellig tut die Aktion auch deshalb weh, weil das Geld weniger menschlich wird. Die neue Serie zeigt ja nicht mehr Menschen, sondern unpersönliche Muster.

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4 Kommentare zu “Angst um den Geldwert – die Nationalbank erschreckt die Leute und schaut ihnen ins Portemonnaie”

  • Edmo sagt:

    Die Abschaffung des Bargeldes bringt dem Staat die totale Kontrolle über seine Einwohner. Jede kleinste Transaktion ist detailliert gespeichert. Der Staat wird sofort Transaktionssteuern erheben. Die Etatisten rufen schon lange danach. Der Staat wird sich das Recht verschaffen, jedes beliebige Konto jederzeit sperren und plündern zu können. Der ganze Wahnsinn wird global, denn mit dem AIA (Automatischer Informations-Austausch) sind die Vorbereitungen bereits getroffen worden. Wehren wir uns!

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  • Dyx sagt:

    Nur nicht traurig werden. Das wäre schade.
    Restauriere das alte Leiterwägeli. Das wird nützlich, hilfreich und wichtig.
    Tauschhandel benötigt kein Bargeld.
    Aktion in der Dorfbäckerei: 1 Kg Brot für einen Besen.
    Im Hofladen: 1 Liter Milch für 100 Gramm Lonza-Dünger.
    Vor langer Zeit funktionierte das prächtig. Das ist nur ein kleiner Schritt zurüch zu den Anfängen.

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  • T sagt:

    Die Abschaffung des Bargelds, bedeutet ein weiterer Schritt hin zur Unfreiheit und zur Diktatur. Bargeld bedeutet Freiheit!

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  • Florence sagt:

    Passt ins Programm! Am Ende wird der CHF verschwinden...

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