12. Oktober 2021
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Wolfgang Koydl

Rücktritt von Jörg Meuthen: Die AfD verliert wieder einen Parteichef. Es ist eine Win-win-Situation

Bernd Lucke, Frauke Petry und jetzt Jörg Meuthen: Die AfD verliert schon wieder einen Parteichef.

Allen dreien ist gemeinsam, dass die Medien sie am Ende als gemässigt stilisierten, wo sie sie anfangs als gemeingefährlich diffamierten.

Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie für ihren Rückzug die Wehrmacht nach Stalingrad zum Vorbild nahmen: Prinzip verbrannte Erde.

Meuthen gelang dies zuletzt erneut nach der Wahl, als er seine Partei-«Freunde» Alice Weidel und Tino Chrupalla vor versammelter Hauptstadtpresse desavouierte.

Motto: «Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt, wenn ihr mich nicht mehr habt.»

Stimmt. Die AfD hat mehr ohne ihn. In der Partei hätte er nur noch mehr Schaden angerichtet.

Ach ja. «Selbstverständlich» will Meuthen seine politische Arbeit fortsetzen. Als Europa-Abgeordneter. Ein Mandat, das er der Partei verdankt.

Selbstverständlich bezieht er dort monatlich 13571,39 Euro. Nicht eingerechnet 324 Euro Tagegeld bei Sitzungswochen.

So viel verdient er als Professor der Volkswirtschaftslehre nicht.

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8 Kommentare zu “Rücktritt von Jörg Meuthen: Die AfD verliert wieder einen Parteichef. Es ist eine Win-win-Situation”

  • Buecherwurm sagt:

    Nichts hasst der deutsche Wähler mehr als Streit in Politik und Parteien, dabei ist es vollkommen egal um was es geht und wer obsiegt. Wer streitet oder in einen Streit verwickelt ist, wird mit Abwahl abgestraft.

    Bei der AfD wird gestritten auf Teufel komm 'raus, die haben alle die Grundlagen Ihres Berufes nicht verstanden !

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  • joerg.huebert@t-online.de sagt:

    Lieber Herr Koydl, ich sehe es so, dass Meuthen nicht als Parteichef zurücktritt, sondern als Sprecher. Wird der Rückhalt der AFD in der Wählerschaft wirklich durch eine gepflegte Frau im Stile einer Martha Goebbels oder Funktionäre mit nettem Anschein des Nationalsozialismus größer? Innerparteilich mag es so vorwärts gehen, in Bezug auf Wahlergebnisse eher nicht. Kein Hahn kräht mehr nach der NPD. Übrigens meine ich, dass Meuthen seinen Europa-Parlamentssitz durch die Wähler bekam.

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    • ClaudiaCC sagt:

      Ihre verleumderische Anspielungen "gepflegte Frau im Stile einer Martha Goebbels ... Anschein des Nationalsozialismus" sind das, was wir seit Bestehen der AfD von interessierter Mainstream-Medien- und Altparteien-Seite gewohnt sind.
      Sie "framen" und diffamieren die AfD-Opposition, weil sie keine inhaltlichen Argumente haben. Regierungstreue Agitatoren wie sie führen genau die Tradition fort, die sie der AfD zu Unrecht anzuhängen versuchen: Hetze in Stil des Nazi-Schmierblatts "Stürmer".

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  • Der Michel sagt:

    Die von den MS-Medien permanent zu Grabenkämpfen und Zerreißproben hochstilisierten Streiereien sind tatsächlich im wesentlichen inhaltliche Differenzen, wie sie in jeder Partei vorkommen, die aus mehr als 10 Mitgliedern besteht. Meuthen vertritt einen "gemäßigten" Kurs, der aber m.E. nicht funktionieren kann, weil man die AfD aus Prinzip diffamiert und in die rechte Ecke stellt - man bezahlt also den Preis, dass man gerade in den neuen Bundesländern viele Wähler und Anhänger vergrätzt, ohne...

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    • Der Michel sagt:

      ... dafür die Ernte in Form von politischer Anerkennung der "Altparteien" einfahren zu können. Wenn Meuthen sich jetzt aus dem Vorstand zurückzieht, dann wohl auch deswegen, weil er das erkannt hat. - Persönlich bin ich von Meuthen etwas enttäuscht, weil er sich zu wenig um die bundesdeutschen Interessen der AfD kümmert und sich für meinen Geschmack zu sehr nach Brüssel absetzt. Inwieweit da der Verdienst eine Rolle spielt kann und will ich nicht beurteilen.

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  • Freigeist sagt:

    Meuthen , Lucke und Petry können einen Stuhlkreis bilden .

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  • Edmo sagt:

    Jörg Meuthen war und ist ein glaubwürdiges Aushängeschild der AfD. Bei allen Querelen in der Partei, werden die Grundsätze von Demokratie, Freiheit und nationaler Identität von allen in der Parteiführung gelebt und verteidigt. Meuthen hinterlässt keine verbrannte Erde. Er wird auch weiterhin im Interesse des Landes und der Partei professionelle Politik betreiben. Die Unterschiede zu Tino Chrupalla und Alice Weidel sind wesentlich kleiner, als hier dargestellt wird.

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  • ClaudiaCC sagt:

    Ist Meuthen ein Maulwurf ? Er sollte wegen parteischädigenden Verhaltens aus der AfD ausgeschlossen werden. Die Mainstream-Medien, auch die öffentlich-UNrechtlichen, ignorieren die AfD-Opposition entweder geflissentlich oder diffamieren sie gezielt. Meuthen wusste, dass es ein gefundenes Fressen für diese regierungshörige Meute ist, wenn er sich öffentlich abfällig äussert, anstatt Kritik unter 4 Augen, bzw. intern vorzubringen, wie das ein anständiges und loyales Parteimitglied gemacht hätte !

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