05. Januar 2021
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Roman Zeller

Sag Nein zur Temporär-Abstinenz: Warum der «Dry January» eine Schnapsidee ist

Nach dem Exzess-Monat Dezember folgt der Darbe-Monat Januar. Und damit die Zeit der gelebten Vorsätze und Wünsche, um mit sich und der Welt im Reinen zu sein. Wie jedes Jahr sind die Absichten: mehr Sport, weniger Handy, gesünder essen, Schluss mit Zigaretten, endlich Geld sparen.

Doch diesen Neujahrs-Swing, der irgendwann zwischen Februar und dem nächsten Silvester versandet, will sich gerade eine weltweite Bewegung zu Nutze machen. «Dry January» nennen Temporär-Abstinenzler seit sechs Jahren einen Aufruf, der die Menschheit zumindest ein bisschen gesünder machen will. Beworben wird ein selbst auferlegtes «Finger weg vom Alkohol» für 31 Tage. Was unser Bundesamt für Gesundheit (BAG) natürlich als Hauptsponsor fördert.

Ob diese Eintags-, besser: Monatsfliege langfristig tatsächlich ein gesünderes Leben bewirkt, bezweifeln Wissenschaftler. Die meisten sind der Ansicht, wer nur temporär verzichte, tendiere zur verheerenden Überkompensation oder kehre rasch wieder zu seinem Normalkonsum zurück. Warum also verzichten?

Gerade wenn alle Bars und Restaurants geschlossen sind, kann ein bewusstes Glas Wein, Bier oder Whiskey Kunst, Kultur und Unterhaltung in einem sein. Also all das, was der Staat sonst schon verbietet.

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