11. Februar 2021
Henryk M. Broder

Schulz und Scholz – eben noch wollte die SPD soziale Gerechtigkeit herstellen. Jetzt will sie den Klimawandel stoppen

Sieben Monate sind es noch bis zur kommenden Bundestagswahl, falls sie stattfinden und nicht Corona bedingt verlegt wird.

Die SPD liegt mit 15 Prozent in den Umfragen an dritter Stelle, bereitet sich aber allen Ernstes darauf vor, den nächsten Bundeskanzler zu stellen. Es soll Olaf Scholz werden, der amtierende Vizekanzler und Finanzminister unter Angela Merkel.

Der letzte, grandios gescheiterte Kanzler-Kandidat der SPD, Martin Schulz, läuft derweil gut gelaunt herum und erzählt, 20,5 Prozent für die SPD seien doch kein schlechtes Ergebnis gewesen – obwohl es das schlechteste seit Gründung der Bundesrepublik war.

Ging es Schulz noch um «soziale Gerechtigkeit», hat Scholz eine andere Agenda. «Wir wollen den menschen-gemachten Klimawandel aufhalten», sagte er nach einer Klausurtagung des SPD-Vorstandes, das sei eine «gigantische Aufgabe».

In der Tat: Der Anteil der Bevölkerung der Bundesrepublik an der Weltbevölkerung beträgt etwa 1 Prozent, der Anteil der CO2-Emissionen am weltweiten CO2-Ausstoss 2 Prozent.

Unter diesen Umständen kommt es entscheidend auf die deutsche Klimabilanz an.

Aus dieser Falle kommen Scholz und die SPD nur raus, wenn es sich herausstellt, dass der Klimawandel nicht ganz so menschengemacht ist, wie es die Klimaschützer gerne hätten.

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