04. Februar 2021
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Roman Zeller

Schweizer Impfchaos: Die Strategie vom BAG ist offenkundig intransparent

Der Impfwettkampf mutiert zur Tauschbörse: Zwei Kantone mussten bereits mit Impfdosen versorgt werden, weil die die notwendige Zweitimpfung nicht gewährleistet werden konnte. Anné Levy, die Chefin vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), betonte trotz allem die «Transparenz», mit der die nationale Behörde die Impfdosen verteile. Der Verteilschlüssel sei klar, er berechne sich mit der Bevölkerungszahl und berücksichtige «besonders gefährdete Personen», etwa in Alters- und Pflegeheimen sowie das Personal dort.

Wer die Bevölkerungs- mit der Impfstatistik abgleicht, merkt, dass gewisse Kantone relativ mehr Impfstoff zugeteilt bekommen haben, als ihnen aufgrund der Einwohnerzahl zustünde. Basel-Stadt etwa, ein gern zitierter Impfturbo, erhielt prozentual viel mehr Dosen als Impftrödler Zürich. Aufgrund der Zahlen müsste der Grosskanton sehr viel weniger Risikopatienten und Pflegepersonal aufweisen. Oder das BAG berücksichtigt noch weitere Parameter, um die fehlenden zwei Prozent auszugleichen, die eigentlich zustünden.

Jedenfalls spitzen sich die Meinungen im Impfstreit zu. Von der Sprecherin aus der Gesundheitsdirektion Basel-Stadt heisst es, die Verteilung sei «immer klar kommuniziert» worden. Währenddessen Zürich beton, der Verteilschlüssel sei «nicht vollständig offengelegt» worden. Einig sind sich die Vertreter darin, dass ihnen eigentlich mehr Dosen zustehen sollten: Bei Basel-Stadt sei «abgerundet» worden, in Zürich nervt man sich über die «nicht nachvollziehbare Benachteiligung».

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2 Kommentare zu “Schweizer Impfchaos: Die Strategie vom BAG ist offenkundig intransparent”

  • wil.vonier sagt:

    Medizinisches Wissen genuegt nicht. es fehlen Planer,Strategen und Macher im
    BR/BAG und - die Kommunikation ist schlicht "besorgniserregend" ! weil
    zu spaet, falsch, unpraezis etc. bedauerlich

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  • Juerg Schwaller sagt:

    Ein helvetisches Trauerspiel, diese Covid-PKs. Berset und seine Vasallen Konig/Mathys reden viel und sagen NICHTS ! Wenn alle Scheinargumente ausgehen;" Das ist Sache der Kantone"
    Journis- die "vierte Gewalt" (lol) sind nur die Linientreuen mit ihren zensierten Fragen zugelassen.

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