22. April 2021
Christoph Mörgeli

Die Skandal-Schlagzeilen aus der Zürcher Justizdirektion häufen sich. Warum wird Jacqueline Fehr nicht in die Pflicht genommen?

Bundesrätin Karin Keller-Sutter weibelt fürs so genannte «Anti-Terrorgesetz» mit dem Beispiel eines Jugendlichen aus der Ostschweiz, der ein Attentat auf eine Moschee geplant habe. Dieser hat einschlägige Chemikalien gekauft und weiss als angehender Elektroniker, wie man einen elektrischen Zünder herstellt.

Was Keller-Sutter verschwieg, Kurt Pelda vom Tages-Anzeiger aber aufgedeckt hat: Der 19-Jährige konnte aus dem Massnahmenzentrum im zürcherischen Uitikon flüchten – wahrscheinlich ins Herkunftsland seiner Familie im Balkan.

Was im Kanton Zürich weitgehend verschwiegen wird, Lisa Aeschlimann vom Tages-Anzeiger aber aufgedeckt hat: Gemäss Hochschule für angewandte Wissenschaften kommen im Kanton Zürich 12 von 13 Beschuldigte einer Vergewaltigung straffrei davon. Die Opfer von Sexualdelikten werden nicht ernst genommen. In Zürich scheint eine Vergewaltigung ein Kavaliersdelikt zu sein.

Wen der Tages-Anzeiger bei seinen Enthüllungen nicht an die grosse Glocke hängt, ist die Verantwortliche für diese Skandalschlagzeilen: SP-Justizvorsteherin Jacqueline Fehr. Während die Medien der Gesundheitsvorsteherin Natalie Rickli (SVP) so ziemlich jede vom Bund zu spät eingetroffene Covid-Impfdosis um die Ohren schlagen, geniesst Fehr offenbar Schutz vor Verantwortungszuweisung.

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5 Kommentare zu “Die Skandal-Schlagzeilen aus der Zürcher Justizdirektion häufen sich. Warum wird Jacqueline Fehr nicht in die Pflicht genommen?”

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