08. März 2021
Lukas Steinwandter

Soll das Sterben im Mittelmeer enden, muss auch der Pull-Faktor «private Seenotrettung» bekämpft werden.

Es ist nicht der erste Hinweis, aber dafür ein gewichtiger, dass sogenannte private Seenotretter im Mittelmeer nicht nur einfach schiffbrüchige Migranten aufnehmen und nach Europa bringen, sondern dabei auch mit Schleppern zusammenarbeiten.

Die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Hafenstadt Trapani erhob vergangene Woche Anklage gegen 21 Mitglieder dreier Nichtregierungsorganisationen (NGO).

Ihnen wird vorgeworfen, sich bei Einsätzen 2016 und 2017 mit Schleusern verständigt und Migranten von deren Booten direkt übernommen zu haben. Ausserdem sollen sie die Kriminellen mit Rettungswesten unterstützt haben.

Rund die Hälfte der Angeklagten sind deutsche Crewmitglieder der Berliner Organisation «Jugend Rettet». Von hoch oben, aus dem moralisch erhabenen «Luftreich des Traums» (Heine) tönte es auch sogleich: Derlei politische Versuche, «Solidarität zu kriminalisieren», hätten tödliche Folgen.

Die Wahrheit ist freilich komplexer: Selbst Schlepper gaben in der Vergangenheit schon zu, sie würben damit, Kontakte zu NGOs zu halten. Soll das Sterben im Mittelmeer nachhaltig ein Ende finden, gilt es, die für Migranten oft tödliche Symbiose aus dem Pullfaktor «private Seenotrettung» und dem Schlepperwesen zu bekämpfen.

Lukas Steinwandter ist Redaktor der Berliner Wochenzeitung «Junge Freiheit».
467 2

5 Kommentare zu “Soll das Sterben im Mittelmeer enden, muss auch der Pull-Faktor «private Seenotrettung» bekämpft werden.”

  • Hoenggi55 sagt:

    In der
    n Nördlichen Ländern, drehen sie den Abgewiesene Asylanten den Geldhahn zu !!! Und weg sind Sie ohne das sie Verhungert sind !! Währe bei uns doch auch eine Möglichkeit !?!?

    60
    0
  • steinlin sagt:

    Interessant wäre welche Parlamentarier diese NGO's unterstützen und ob das nur grünlinke Parteien sind ?

    118
    0
  • juege sagt:

    Das wäre ja einmal ein Thema für die WW: Wieso konnten NGO's überhaupt entstehen und wer hat entschieden, dass diese 5. Kolonnen vom Staat unterstützt werden?

    144
    0
    • holsderkuckuk sagt:

      Die guten Parlamentarier natürlich, ich bin sicher die üblichen Verdächtigen sind schnell ausgemacht, als Menschenfreund und alles Versteher stehe ich über all den Banausen. So wie die SP nur noch Verkehr(te) Politik macht und die Grünen die neue Religion zelebrieren, wollen sie über die Köpfe unbotmässigenr Ignoranten herrschen und was noch wichtiger ist über deren Geldbeutel. Das Co-2 Gesetz ist die Wundertüte um sich zu bereichern. Die Mieter, das sind die grosse Mehrheit, bezahlen alles.

      0
      0
  • Edmo sagt:

    Die NGO-Mafia ist ein Teil der Schlepperorganisation. Die Asylindustrie ist ein Milliardengeschäft, die NGOs verdienen sich daran dumm und dämlich. Es wäre Geschäftsuntüchtigkeit, würde diese Mafia nicht selbst für den permanenten Nachschub an Migranten sorgen. Wenn das Sterben im Mittelmeer beendet werden soll, muss der Asylindustrie der Geldhahn radikal zugedreht werden. Das ist politisch unerwünscht. Die gesellschaftlichen Strukturen sollen ja zugunsten einer NWO nachhaltig zerstört werden.

    187
    1

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.