18. März 2021
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Beat Gygi

Soll die Schweiz beim EU-Impfpass mitmachen? Nein, damit würde sie sich noch enger an den Binnenmarkt binden

Die EU-Kommission legt den Vorschlag für einen EU-Impfpass vor. Sie signalisiert der Schweiz, sie könne sich anschliessen.

Ein Anschluss wäre für die Schweiz schlecht.

Im EU-Impfpass sollen verschiedene Arten von Immunität je Person aufgeführt werden, das tönt sinnvoll. Und jeder Staat soll selber entscheiden, welche Freiheiten der Pass ermöglicht, auch sinnvoll.

Aber die Datenbanken aller Staaten werden miteinander verbunden. Heisst Vergemeinschaftung.

Und gültig sind nur von der EU zugelassene Impfstoffe. Russische und andere raus!

Das ist Binnenmarkt pur: Ausschliessen, was nicht zur EU-Harmonisierung passt, Festung Europa.

Wollte die Schweiz mitmachen, müsste sie das übernehmen, Regeln wie auch Technik.

Das wäre Anpassung, aber noch viel gefährlicher wäre: Das müsste im Rahmen des bilateralen Freizügigkeitsabkommens erfolgen.

Das wäre eine Falle für die Schweiz. Damit würde nämlich genau jenes bilaterale Abkommen zusätzlich zementiert, das heute unbeschränkte Zuwanderung und vollen Zugang zu unseren Sozialsystemen erlaubt.

Man  kann doch einfach den normalen Impfausweis brauchen. Der zeigt auch, wer wie geimpft ist. Ohne dass ein Überstaat das kontrolliert.

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9 Kommentare zu “Soll die Schweiz beim EU-Impfpass mitmachen? Nein, damit würde sie sich noch enger an den Binnenmarkt binden”

  • hape sagt:

    Heute der Impfpass, morgen der Judenstern für Nichtgeimpfte und übermorgen bekommt jeder bei der Geburt einen Chip in den Allerwertesten geschossen.
    Langsam bekomme ich das Gefühl, die aluhutträger haben nicht ganz unrecht...
    Es darf auch nicht sein, dass Ungeimpfte wie auch immer diskriminiert und ausgegrenzt werden. Allein schon dass sich nicht jede Stimme der Völker dagegen erhebt zeigt, wie macher am pandemischen Stockholm-Syndrom leidet.

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    • schraegdenker sagt:

      Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, sind bereits heute ausgegrenzt. Sind sie im ÖV unterwegs oder auch nur irgendwo in der Stadt auf der Strasse, müssen sie jederzeit damit rechnen, angehalten und kontrolliert zu werden. Nach x-mal am Tag wird man richtig müde davon und hat eine (wenn auch schwache) Ahnung, wie sich Juden damals gefühlt haben müssen.

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  • Realistin sagt:

    Und in einem Jahr wird dann dort auch der finanzielle Status und die Gesinnung eingetragen.

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  • Miranda Inniger sagt:

    Das Ausüben von Grundrechten darf niemals an einen medizinischen Eingriff gekoppelt werden!

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  • Edmo sagt:

    Dieser Impfass ist die Fortsetzung der Diktatur. Er soll die Leute zum Impfen zwingen, damit sie eine kleine Chance erhalten, zu einem halbwegs normalen Leben zurückkehren zu dürfen. Nein, nein und nochmal nein. Wir müssen nicht den Impfpasse einführen, sondern die Diktatoren zum Teufel jagen. Covid-19 ist eine Grippe, nicht die harmloseste, aber niemals die tödliche Pandemie, die unsere Tyrannen uns täglich weismachen wollen. Weg mit den Tyrannen!

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  • D.Z. sagt:

    Im Moment mag sich das Projekt «EU-Impfpass» nennen. In ein paar Jahren, wenn sich die Leute daran gewöhnt haben, wird es eine Art «EU-Konformitätspass» werden. Mit einem solchen Instrument werden die Einwohner in zwei Gruppen geteilt: Solche, welche sich brav an die Vorgaben (Energieverbrauch z.B.) halten und somit am sozialen Leben teilnehmen dürfen, und die übrigen. Science-Fiction? Hätte man vor etwas mehr als einem Jahr auch über die jetzige Verhältnisse sagen können.

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  • Florence sagt:

    JA NICHT !!!! Jeder freie Mensch entscheidet selbst ob, und falls ja, er sich impfen lassen soll und gegen welche Krankheit. Vorher sollte er aber genau studieren was in dieser Ampulle drin ist. Falls er(sie) sich dann immer noch getraut, ist das seine(ihre) persönliche Entscheidung. Die EU ist wie Erlkönig. Jetzt noch süß säuselnd, aber schon bald :“Und bist du nicht willig....“Bestes Beispiel:BREXIT.!! Schweizer wacht doch endlich auf!!!

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  • loulette sagt:

    Und wie lange soll und kann der Impfpass überhaupt gültig sein? Wo sind die unabhängig geprüften Daten zur Wirkdauer der jeweiligen Impfung?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass die völlig marode EU-Macht immer wieder versucht, mit "versteckten Zückerli" die Schweiz zu verbindlichen Mitmachereien zu zwingen, ist ja verständlich. Wenn aber weiterhin unsere EU-Turbos alleine über solche "Verlockungen" entscheiden, sind wir als Gegner des neuen "Gessler-Hutes" aus Brüssel verloren! Die Schweiz, als eines der erfolgreichsten Pharma-Industrieländer, ist (oder sollte`) längst in der Lage sein , mit einem guten Impfstoff alle Einwohner effizient impfen zu k¨önnen!

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