17. Juni 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Sommaruga, Keller-Sutter, Gössi, Gmür – trotz Frauenbonus scheiterten letzthin reihenweise Politikerinnen.

Tausende Frauen haben am Montag in verschiedenen Städten demonstriert: «gegen das Patriarchat und für eine feministische Zukunft».

Die Schweiz ist im 50. Jubiläumsjahr zum Frauenstimmrecht längst in der feministischen Zukunft angekommen. Drei von sieben Bundesräte sind weiblich, auch in den Führungszirkeln von Parteien und Fraktionen geben Frauen den Ton an.

Nur fragt man sich, warum Spitzenpolitikerinnen in letzter Zeit reihenweise scheitern: Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) am letzten Sonntag mit der CO2-Revision, davor schrieb Karin Keller-Sutter (FDP) Geschichte, als sie am gleichen Abstimmungssonntag zwei Vorlagen verlor. Selbst die Ikone des Schweizer Feminismus, Verteidigungsministerin Viola Amherd, brachte bei der Abstimmung über die Kampfjetfinanzierung nicht mehr als ein Zufallsmehr zustande – obwohl alle Medien ständig ein Loblied über sie verbreiten.

Bei der Mittepartei warf die Fraktionschefin Andrea Gmür-Schönenberger nach einem Jahr bereits überfordert den Bettel hin. Petra Gössi kündigte einen Tag nach der Niederlage bei der CO2-Abstimmung überraschend ihren Rücktritt als Präsidentin der FDP an. Alles nur Zufall?

Thematisieren tut dieses Versagen freilich niemand. Die Medien zeichnen lieber weiterhin ein völlig überhöhtes und heiles Bild dieser Politikerinnen oder berichten wohlwollend und ausführlich über farbenprächtige Veranstaltungen der Feministinnen. Mit der Realität vieler Schweizer Frauen hat das aber nichts zu tun.

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35 Kommentare zu “Sommaruga, Keller-Sutter, Gössi, Gmür – trotz Frauenbonus scheiterten letzthin reihenweise Politikerinnen.”

  • Hegar sagt:

    Es hat sich seit dem Garten Eden nicht viel verändert:
    Die alte Schlange wusste instinktiv in Eden, wen von beiden sie bezirzen musste - mit vollem Erfolg.
    So gesehen nichts Neues unter der Sonne.
    Strahlendes Pepsodent-Lächeln vermag auf Dauer nicht zu überzeugen. Dumm nur, dass die gescheiterten Damen viele teure Altlasten hinterlassen haben. Denken wir nur an die in der Zwischenzeit explodierten Gesundheitskosten: vielen Dank an Frau Alt-BR Ruth Dreifuss. Und dieser Bsp. gäbe es haufenweise.

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  • Christian Weber sagt:

    Was heisst "scheitern". Abstimmungen verlieren bedeutet nicht notwendigerweise scheitern. Auf Grund ihrer Wirkung muss man sie beurteilen. Vor allem Frau Sommaruga erzielt laufend sehr viel Wirkung im Sinne ihrer linksgrünen Agenda. Gegenbeispiel MEI-Abstimmungssieger Ueli Maurer, Wirkung = Null. Also gescheitert und zwar total. Bleibt aber am Sessel kleben.

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  • ulrich vogt sagt:

    Und wieviele Männer sind in diesem Amt gescheitert ? (u.a. auch der Beste Bundesrat aller Zeiten, ChB). Offenbar hat die Weltwoche ein Problem mit dem anderen Geschlecht, man zähle einmal die Redaktionsmitglieder auf und vergleiche. Vielleicht ist es halt in Zürich schon etwas zu heiss geworden, trotz dem so kalten Frühling, und das Denken wird somit erschwert.

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    • Stefan Mueller sagt:

      etwa auf dem gleichen Level stehen geblieben, der greise Vogt und die Juso-Kindli-Seconda-Fucinelle

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    • Realistin sagt:

      "Und wieviele Männer sind in diesem Amt gescheitert ? (u.a. auch der Beste Bundesrat aller Zeiten, ChB). "
      Womit genau ist Blocher denn gescheitert?
      Oder meinen Sie die gelungene Intrige, womit der Ungeliebte abgewählt wurde? Von Leuten, die selber absolut nichts zum Wohle der Schweizerinnen und Schweizer beigetragen haben und beitragen? Und die es nicht ertragen, wenn einer mehr im Rampenlicht steht als sie und zu seiner eigenen Meinung stehen kann?

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    • Waldi Wick sagt:

      Herr Vogt: Sie haben gar nix verstanden. Bundesrat Christoph Blocher ist in keiner Weise gescheitert; er war der linken Saubrut vielmehr viel zu stark. Daher schrechten diese -ja , sorry- Landesverräter vor nichts zurück um genügend Stimmen zu Abwahl von Bundesrat Blocher zu erhalten. Zur Klarstellung: Bundesrat Blocher ist weder ex- und schon gar nicht Alt-Bundesrat. Er ist nach wie vor Bundesrat, aber leider, leider ohne Mandat: Er war den Linken einfach zu stark! Capito?!!

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Seit unser Parlament mit Dutzenden von Emanzen und Kampffeministinnen durchsetzt ist, läuft vieles in die falsche Richtung. Frauenthemen wie Gleichstellung, Gender, Ehe für alle, Frauenquoten, Metoo-Debatte, angebliche Lohnungleichheit... werden hinauf und hinunter behandelt, während wichtige Themen wie illegale Migration, sichere Energieversorgung abseits der grünen utopischen Windrädli- und Solarvisionen, Entrümpelung der Unis und SRF von linker Herrschaft.. sträflich vernachlässigt werden.

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    • Waldi Wick sagt:

      Marlisa. Einfach 3 Daumen hoch. Kurz und prägnant auf den Punkt gebracht. Cumplimaints.

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Schön gesagt. Aber wo kommen eigentlich all diese weiblichen "Klone" her, die alle gleich sprechen (gute Artikulation) und das Gleiche sagen? Geradezu phänomenal, wie ab laufendem Band produziert.

      N.B. "Illegale Migration" gibt es gar nicht. Wenn "illegal" ist es nicht "Migration", sondern Landfriedensbruch. Ein Eigentumsdelikt. Oder "vorläufig Aufgenommene" sind in Tat und Wahrheit "vorläufig nicht Ausgewiesene". Heute werden ständig Begriffe "um-verdreht" und die Bürgerlichen lassen es zu.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Gössi und Gmür haben wenigstens ihr Scheitern halbwegs erkannt und ihre Sessel geräumt. Ganz anders die reihenweise scheiternden Bundesrätinnen. Die kleben an ihren Sesseln fest und müssen am Ende praktisch mit der Sänfte hinausgetragen werden. Leuthard wäre heute noch hier, wenn nicht der Druck der Oeffentlichkeit gewesen wäre. Sommaruga scheint schon gefühlte hundert Jahre im Amt zu sein, obwohl es "erst" elf Jahre sind. Dringend nötig wäre eine Amtszeitbeschränkung für 8 Jahre für Bundesräte.

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  • hape sagt:

    Wir können bei den nächsten Wahlen in zweieinhalb Jahren das Blatt wenden. Es geht nur so. Links, grün, rot in die Schranken - samt den Frauen.

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  • juege sagt:

    Frauen machen linke Politik, in welcher Partei sie auch sind. Linke Politik ist letztendlich immer zum Scheitern verurteilt.

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    • Marlisa Schmid sagt:

      Unsinn! Frauen wie Martullo, Steinemann, Ester Friedli, Gutjahr… machen hervorragende Politik. Natürlich alle SVP. Der ganze Rest von links/grün bis Mitte und vorallem FDP und GLP sind zum Teil üble Landesverräterinnen und sind es ihrer nicht würdig, im Parlament zu sitzen.

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  • simba63 sagt:

    Nicht nur die erwähnten Damen haben versagt, resp. sind ihrem Amt nicht gewachsen und/oder lassen sich nur von ihrer Ideologie leiten (oder der vielbesungenen weiblichen Intuition). Ich erinnere an den Atom-Ausstieg, Widmer-Schlumpf /Doris Leuthard bei der OECD die Interessen der Schweiz nicht wahrgenommen, Leuthard mit dem Energiewende-Fiasko, Calmy-Rey mit der Beschädigung der Neutralität, Dreyfuss mit dem KK-Fiasko usw. und usf. Mit den Langzeitfolgen müssen wir leben, sie geniessen die PK

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  • lagom sagt:

    Auch Frauen ob mit oder ohne Quote scheitern am Peter's Prinzip! Sie werden durch die Medien eben schneller bis zur Inkompetenz hinaufgefördert!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Ich erinnere mich noch sehr gut an jenen Arbeitskollege, ein 150%iger SP-Stadtrat aus Nidau, als er aus dem Stadtparlament zurücktrat, weil die vielen neu gewählten Frauen alles "über den Haufen warfen"! Frau sein und dann noch gewählt werden reicht eben nicht für ewige Erfolge und Zustimmungen! Seit die emanzipierten Frauenrechtlerinnen die Medien und den damit entstandenen Zeitgeist beherrschen, hat sich in politischen Abhandlungen nichts geändert: Man gewinnt oder verliert in der Politik!

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Das dumme ist, dass man man Frauen, dort wo sie jetzt hin wollen, gar nicht braucht. Es ging bislang auch ohne... Da wo sie vorher waren, waren sie nützlich und hoch geschätzt. Sie sollten aufhören "Mann" zu spielen.

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  • eduardkeller sagt:

    Insgesamt sind die Frauen in der Politik gut unterwegs. Werden aber auch von gewissen Leuten masslos überschätzt (Betrifft natürlich auch die männlichen Bundesräte). Ich warte hoffnungsvoll auf einen Sexskandal einer Bundesrätin. In der Geschichte hat es diesbezüglich ja auch schon Bundesräte getroffen. BR Berset schrammte haarscharf an einem Skandal vorbei. Also Bundesrätinnen macht mal was für die Regenbogenpresse.

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  • VP-Falger sagt:

    Frauenbonus heisst nicht, dass die fähigsten Neutralitäts- und Schweizer Freiheit Vertreterinnen in den Olymp der Schweiz katapultiert wurden. Nein, es wurden Schlangen aus dem Paradies installiert, die in Gestalt von Widmer-Schlumpf ihren Anfang genommen hatte und mit Keller-Suter und Sommaruga den Gepfel der Schweizer Bevölerungsverächter darstellen. Qualität und Respekt holt man sich nicht mit Frauenbonus, sondern mit Persönlicheit und nicht mit Schminke und falschem Lächeln.

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  • Der Michel sagt:

    In Deutschland das gleiche Bild, wenn man die dortigen femininen Lichtgestaltinnen (Baerbock, vdL, Roth, Bär, Lambrecht, AKK - und ganz zuvorderst die Bundesmutti) anschaut. Verfolgt von Erfolg - aber sie sind schneller.

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  • Mueller sagt:

    Vielleicht sind Frauen nicht geeignet für die Politik??

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    • klpower sagt:

      Absolut berechtigt gestellte Frage!

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    • Stefan Mueller sagt:

      und schreibt man das ...ist man reflexartig ein Frauenhasser-Nazi...
      Obwohl man den Umgang mit RICHTIGEN Frauen Damen Ladys ....sehr sehr schätzt und massivst geniesst!
      Also speziell Persönlichkeiten, die sich nicht wie ausserirdische Alf*Innen, dumpfbackene Göre*Innen, dröhnende Sirene*Innen, dauerlügende Klavierspieler*Innen, Kuhdecke-Duschdorissli*Innen, geschmierte Schweizer*Innen der Jahr*Innen, Grössi-Wahn*Innen,
      Äss Äff Ärr*Innen-Schwätzer*Innen etc. etc*Innen vor jedes Mikro drängeln!!!

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      • Florence sagt:

        Als Frau sage ich Ihnen: Sie haben recht! Das hat mit den beiden Hirnhälften zu tun die bei Mann und Frau anders funktionieren. Dazu kommt ,dass für viele Frauen die Logik eben ein Fremdwort ist, und zu allem dem kommt noch der Generationen lang aufgestaute Wunsch es den Männern jetzt so richtig zu zeigen.

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        • lionmo sagt:

          Genau Florence….auch ich eine eine Frau muss Ihnen Recht geben. Überall sollen Frauen anerkannt werden und sein. ABER….. Wenn ein man Kleinkinderbetreuer werden will , weil er auf anständige Art und Weise Kinder gern hat,sind es die gleichen die die Nase rümpfen ,ob der Herr denn auch sauber sei….!?

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    • Gonzo sagt:

      Maggie Thatcher war eine tolle Politikerin.

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    • Waldi Wick sagt:

      Mueller: Warum hat die Natur wohl die weiblichen Koryphäen erschaffen? Wohl um Nachwuchs zur Welt zu bringen und die Familie zu managen. Sowas können männliche Wesen nicht; dafür sind sie viel zu pragmatisch. Daher, Schuster (dazu gibts kein Gender-Wort) bleib bei Deinen Leisten... bzw. bei Deinen Klavier-Tasten...

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  • verena sagt:

    Ich finde es toll, wenn Frauen in Kaderpositionen sind. Nur - soll sie wegen ihrer Leistung dahin kommen und nicht der Quote wegen!

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  • Realo100 sagt:

    Die Qualifikation spielt heute längst keine Rolle mehr, Hauptsache Frau, der Rest interessiert nicht.Karrieren sind wichtiger als Familien

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