11. Februar 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Sommaruga will angeblich Stau auf der Strasse und Dichtestress im Zug bekämpfen. In Wahrheit hat sie aber eine versteckte Agenda

Normalerweise stellt sich eine Bundesrätin den Medien, wenn sie ein Projekt von grosser Tragweite präsentiert. Doch die versuchsweise Einführung von Mobility Pricing, also von neuen Verkehrszöllen, verkündete SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga in einer simplen Pressemitteilung.

Worum geht es? Der Bund will die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, damit eine Reihe von Regionen Pilotprojekte für ein Mobility Pricing durchführen können. Wer Strasse oder Schiene zu Stosszeiten benutzt, soll mehr zahlen, so der Plan. Damit will man Staus auf der Strasse und Dichtestress in Zügen beseitigen.

Soviel zur Theorie.

Automobilverbände und Verkehrspolitiker befürchten, dass die SP-Bundesrätin eine versteckte Agenda hat. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Sommaruga Hand bieten könnte, im Rahmen des Mobility Pricings Bahn-und Bustarife zu verteuern.

Parteileute wie SP-Co-Präsident Cédric Wermuth engagieren sich für einen kostenfreien öffentlichen Verkehr. Mit einer Verteuerung des Öffentlichen Verkehrs würde Sommaruga einen Parteikrach riskieren.

Kein Wunder wurde die Verkehrsministerin bisher zum Thema Mobility Pricing auch noch nie wirklich konkret.

Man muss davon ausgehen, dass aus dem Mobility Pricing ein Road Pricing wird – dass wieder die Automobilisten an die Kassen kommen, während der hoch subventionierte ÖV ungeschoren davonkommt.

Das wäre ganz im Sinne von Sommarugas Klimaschutzplänen.

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4 Kommentare zu “Sommaruga will angeblich Stau auf der Strasse und Dichtestress im Zug bekämpfen. In Wahrheit hat sie aber eine versteckte Agenda”

  • hape sagt:

    ...ich habe die ganzen Genossenden, die Sommaruga die Steigbügel halten, nicht nach Bern gewählt.
    Nur das Stimmvolk kann dem Spuk ein Ende machen. Wobei die Bürgerlichen auch keine Alternative sind - siehe deren Duckmäusertum im Lockdown.
    Impeachen sollte man das ganze Rudel dort oben!

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  • Edmo sagt:

    Leider ist das ein weiteres typisches Beispiel für linke Politik. Schöne Worte, bösartige Taten. Sommaruga ist der motorisierte Individualverkehr ein Dorn im Auge. Freie Fahrt für freie Bürger? Weit gefehlt. Natürlich gibt es keinen Stau mehr, wenn nur noch die Regierungslimusinen und die Polizei auf den Strassen patrouillieren. Das ist das wahre Ziel. Sie will das Volk von der Strasse verdrängen. Wir sollten sie deshalb ganz schnell aus dem BR verdrängen!

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  • speedy66 sagt:

    Sommaruga ist und bleibt eine Altkommunistin, man kann sich nur fragen, wo die bürgerliche Mehrheit bleibt. Berset eh ein Totalversager, von der "Die Mitte" Bundesrätin kann auch nichts erwartet werden, bleiben noch je zwei SVP und FDP - wäre eigentlich eine Mehrheit...

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  • zeus2@ sagt:

    Nichts neue die Regierung machte schließlich nur was Sie für gute finde !
    Dass Volk ??? Wie wir sehen kann , ja was sollten wir dass Volk davon halten ?
    All die Lügen die uns Tag für Tag aufgetischt wird. !
    Dass ist ein Schande .
    Wenn jemals diese Spucke vorbei ist , die einen oder anderen geht schon ins Pension , haben die schöne Lohne und Adieu !!!!
    Und hinterlassen dass Land in Scherben Haufen !!!!
    Diese Umpatriotisch Regierung !!!!!

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