10. September 2021
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Rolf Hürzeler

Sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat, bürgerlich verpackt: Boris Johnson erfindet sich neu

Brexit sei Dank. Boris Johnson angelte sich in sein Amt, weil er der Parteirechten der Tories den EU-Austritt versprochen hatte – und lieferte.

Sollten sich allerdings die wirklich Konservativen bei den Tories mehr von Johnson erhofft haben, sehen sie sich spätestens jetzt getäuscht: Boris Johnson setzt zusehends auf eine sozialdemokratische Wohlfahrtspolitik, die viel kostet und wenig bringen wird. 

Mit mehr als 10 Milliarden Pfunden will er das kränkelnde Gesundheitssystem NHS und die Alterspflege sanieren – Steuererhöhung inklusive. Das führt zur höchsten Belastung seit dem Zweiten Weltkrieg, wie die Times vorrechnet.

Als Johnson-Sympathisant ist man zwar geneigt, ihm guten Willen zu attestieren. Aber das reicht nicht, denn die Erfahrung lehrt anderes.

Schon viele Regierungen vor ihm sind bei der Sanierung des NHS gescheitert, weil sie sich scheuten, dieses bürokratische Monster in Teile zu zerlegen. 

Und wer von den Jungen glaubt, ihre Altersvorsorge sei gesichert, wenn sie höhere Steuern bezahlen, ist selbst schuld.

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5 Kommentare zu “Sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat, bürgerlich verpackt: Boris Johnson erfindet sich neu”

  • peter789 sagt:

    Kaum sind Konservative im Amt, biegen sie links ab.
    Siehe Merkel, siehe auch Sebastian Kurz, der die FPÖ aus der Regierung kippte und die linksradikalen Grünen ins Boot holte.
    Daher ist es besser, das Original zu wählen: AfD, FPÖ, Le Pen, Salvini...

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  • Marc Dancer sagt:

    Der letzte britische Politiker der den Leuten die Wahrheit blank um die hohlen Koepfe schlug war Winston Churchill. Alle Menschen traeumen von einem Faulenzer-Dasein vergessen aber die Natur die purer Kampf um Platz, Licht, Nahrung, Ressourcen u. Dominanz bedeutet.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Unfug: Der Dünkel und der Neid der britichen Eliten, was Churchill eindeutig verkörpete, wollten prioritär die deutsche Wirtschaft vernichten. Die Briten und die USA führten im I.Welkrieg und im II.Weltkrieg in erster Linie Krieg aus wirtschaftlichen Gründen. Die edlen Angelsachsen kümmerte es nicht wie viele Millionen Menschen in der UdSSR ermordet wurden. Auch das Verhalten gegen Russen, Ukrainer, Juden und Deutschen der polnischen antisemitischen-nationalistischen Regierung störte nicht.

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      • holsderkuckuk sagt:

        Nachtrag: Im August 1946 fand in Kielce, in Polen, ein Pogrom statt. Es dauerte 2 Tage bis die sowetische Armee und polnische Behörden dem Treiben ein Ende machten. Darum möchte die aktuelle polnische Regierung Berichte über die Zeit vor 1939 verbieten. Im btitischen Unterhaus wurde bereits 1934 gefordert, man müsse vorsorglich Bomberflotten bauen um im Kriegsfall dem Gegner Frauen und Kinder zu töten. Siehe ISBN: 978-3-7892-8229-4

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  • juege sagt:

    Und schon wieder ist (s)eine Frau das Problem.

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