02. Februar 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

SP-Präsident Wermuth will Pharmafirmen enteignen – wegen Impf-Nationalist Berset

Wer mit Verträgen den Kauf von Corona-Impfstoff-Dosen für die eigene Bevölkerung sicherstellt, ist für SP-Präsident Cédric Wermuth ein Impf-Nationalist. Das hat der Aargauer auf Facebook verkündet. Er findet es ungerecht, dass die reichen Länder für ihre Bürger vorsorgen, während die armen Länder des Südens leer ausgehen.

Deshalb will er nun den Pharmafirmen die Corona-Impfstoff-Patente wegnehmen, damit alle die Vakzine gegen den Covid-19-Erreger herstellen können und nicht bloss eine Handvoll Unternehmen.

Wie unbedarft darf ein SP-Präsident eigentlich sein?

Gerade Wermuth, der seinen politischen Gegnern die Menschenrechte gerne um die Ohren schlägt, sollte wissen, dass sein Plan Blödsinn ist. Darin steht nicht bloss, dass man pfleglich mit Flüchtlingen umgehen soll. Man kann dort auch nachlesen, dass «niemand seines Eigentums beraubt werden darf.»

Der Schutz des geistigen Eigentums ist der wohl wichtigste Antrieb für Forschung und Innovation. Ohne Patentschutz hätten wir heute keinen Impfstoff gegen Covid-19 bekommen.

Es ist allerdings nicht so, dass die Schweiz sich bei der gerechten Verteilung von Covid-19-Impfstoffen nicht engagiert hat. Die Eidgenossenschaft macht bei der Initiative COVAX mit, die rund 2 Milliarden Impfdosen für die ärmeren Länder sicherstellen will.

Aber die Schweiz hat das Projekt mit anderen Staaten hintertrieben. Gesundheitsminister Berset schickte seine Unterhändler los, um mit den Impfstoff-Herstellern bilaterale Verträge auszuhandeln. Wenn reiche Länder wie die Schweiz einen grossen Anteil der Dosen reservieren, bleibt am Ende für COVAX weniger übrig.

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6 Kommentare zu “SP-Präsident Wermuth will Pharmafirmen enteignen – wegen Impf-Nationalist Berset”

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