08. Juli 2021
Marcel Odermatt

Spiess-Hegglin und die Binswanger-Köpfung: Das Gleichstellungsbüro, das Netzcourage finanziell unterstützt, geht auf Distanz

Die Organisation Netzcourage, die gegen «Hass und Hetze im Netz» ankämpft, wird vom eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) mit Subventionen unterstützt. Als Geschäftsführerin amtet die frühere Zuger Politikerin und Aktivistin Jolanda Spiess-Hegglin.

Weil ihnen ein Interview der bekannten Journalistin Michèle Binswanger sauer aufstiess, twitterten Leute aus der Berner Reitschule kürzlich ein Bild mit dem Text: «Journalist*innen bemühen seit Jahr und Tag wirre Hinrichtungsmetaphern. Aber wehe, wenn das mal jemand in ein Bild packt – das ist doch menschenverachtend!»

Auf dem Bild war eine Hinrichtungsszene zu sehen. Geköpft wurde die Redaktorin des Tages-Anzeiger. Spiess-Hegglin likte das Grusel-Bild der linken Mobs.

Was sagt das EBG dazu, dass jemand der Bundessubventionen kassiert, der einen solchen Tweet einer Journalistinnen-Köpfung öffentlich unterstützt und weiterverbreitet? Möglich, dass Spiess-Hegglin dieses Mal einen Schritt zu weit gegangen ist.

Beim EBG, das zum Innendepartement von Alain Berset gehört, geht man vorsichtig auf Distanz: «Das EBG hat eine Stellungnahme des Vereins eingefordert», sagt Sprecherin Micaela Lois.

Allgemein könne festgehalten werden, dass ein Nicht-Einhalten von Auflagen und Anforderungen des EBG eine Kürzung oder Streichung der Finanzhilfe zur Folge haben könne.

Auf jeden Fall scheint man sich der Verwaltung der Problematik bewusst. Micaela Lois: «Anfang Juli hat das EBG mit den Verantwortlichen des Vereins ein Gespräch geführt und eine professionelle Kommunikation eingefordert.»

Diese zeichne sich aus Sicht des EBG durch Sachlichkeit, Freundlichkeit, Respekt und insbesondere in Konfliktsituationen durch eine deeskalierende Haltung aus.

«Im Handlungsfeld, in dem das Projekt des Vereins Netzcourage tätig ist, sind diesbezüglich besonders hohe Anforderungen einzuhalten. Das EBG wird auf der Einhaltung dieser Anforderungen bestehen», erklärt Lois.

Nimmt die Verwaltung diese Kriterien ernst, müsste mit den öffentlichen Geldern für Spiess-Hegglin und ihrer Netzcourage spätestens jetzt Schluss sein.

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17 Kommentare zu “Spiess-Hegglin und die Binswanger-Köpfung: Das Gleichstellungsbüro, das Netzcourage finanziell unterstützt, geht auf Distanz”

  • Juerg Schneeberger sagt:

    Man sollte den Linken mal ihre Verlogenheit in dem Sinne aufzeigen, als man auf dem Bild der gewalttätigen Linksextremisten der Reitschule den Kopf von Frau Binswanger mit dem Kopf der Sexskandalträchtigen Frau Spiess-Hegglin-Ikone ersetzt und publiziert!
    Das Geschrei wäre fürchterlich!

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  • Peter Eschmann sagt:

    Tatsächlich, 20 min Bern kolportiert heute das Reitschulbild mit hängenden Mundwinkeln und triefenden Augen (ach nein, grad umgekehrt). Also einmal im Netz, immer im Netz.
    Zu aktuellen Vorgängen von linksrotgrüner Seite lese man in Ausgabe 26/2021 die vortreffliche Analyse von N. Bolz. Hilft zwar noch nicht direkt aus dem Schlamassel. Zumindest dient es aber tieferem Verstehen und man findet so vielleicht Auswege.

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  • Guy Tiger sagt:

    Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Da werden sicher keine Mittel gestrichen. Ich vermute eher das Gegenteil, dass mehr Mittel für diesen "Aktivistenverein" gesprochen werden.

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  • gian sagt:

    Nächste Steuerrechnung mit einem Brief zum Thema;
    "Sponsoring" der intrigant,verschlagenen, dümmlichen (bringt kaum einen Satz gerade hin) Hetzerin eingeschrieben an BR. Berset, Bundeshaus, Bern
    senden. Wenn es einer macht: Müdes Lachen, Papierkorb. Wenn aber eine paar Hunderte nach dem gleichen Ritual verfahren, begleitet von Insideparadeplatz und Weltwoche daily...Wette, das Kommunikationsbüro des Dünnbrettbohrers aktiv wird.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass die installierten, staatlich unterstützten, linken "Gutmensch-Institutionen" keine andere Ansicht oder Meinung in der Gesllschafts-Umkrempelung dulden, war und ist noch nie ein Geheimnis gewesen! Wenn dieses neuste, scheussliche Beispiel jetzt aber nicht juristisch verfolgt und geahndet wird, ist unser Land nur noch einige Zentimeter vor dem "tödlichen Abgrund*! Einfach unglaublich!

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  • Mueller sagt:

    Halbiert die gesamte Bundesverwaltung, niemand würde etwas merken! Digitalisieren wie in der Privatwirtschaft; die Studentenzahlen für Soziologie, Politologie und Kommunikation massiv beschränken mit Numeris Clausus! Auch Fachhochschüler für Soziale Arbeit einschränken!

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  • Realo100 sagt:

    Nehmt endlich Spiess- Hegglin vom Netz ! Ihre Emissionen sind schädlicher als diejenigen aller Kohlekraftwerke zusammen 😜

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  • Florence sagt:

    Ich frage mich ob gegen die Reitschule , die sich KULTURZENTRUM nennt, nicht etwas unternommen werden kann. Es müsste doch möglich sein diesen Terroristenhaufen genauer unter die Lupe zu nehmen. .. (antiterror Gesetz) und ,so wie man es beim Platzspitz gemacht hat, die „Außer-Kantonigen “ an ihre Geburtsorte zurück zu schicken. Aufräumen halt. Dieses wunderschöne Gebäude kann sicher bessere Verwendung erwarten als diesem linken Filz Obdach zu geben.

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    • oazu sagt:

      Die Verluderung von Recht, Sitte und Ordnung in CH äussert socj sich allein schon in der Frage, ob etwas gegen diese Reitschul-Aktivisten unternommen werden könnte. Allein schon wenn für solches Treiben diese Frage nur gestellt werden muss, zeigt sich, wo wir inzwischen mit Links-Rot-Grüner Politik stehen.

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  • ug sagt:

    Ein Verein gegen Hass und Hetze im Netz befürwortet und verbreitet Hass und Hetze im Netz und soll dann an seiner Kommunikation arbeiten??? Dieser Verein ist offensichtlich nicht Kompetent, kann seine Kernaufgabe nicht erfüllen und hat somit seine Daseinsberechtigung verloren. Dass dies noch mit Fördergelder unterstützt wird, zeigt die Korruption in der Verwaltung.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Es kommt sowieso total unverständlich daher, warum Frau Spiess-Hegglin mit ihrem billigen und teilweise aggressiven Verhalten so viel öffentliche „Beachtung“ findet. Die politischen und medialen Unterstützer von links passen jedoch bestens ins Bild des gegenwärtigen Zeitgeistes, machen aber die Organisation von „Netz- Courage“ auch nicht glaubwürdiger.

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    • Peter Eschmann sagt:

      Ob das nicht „Netz- Courtage“ heissen sollte. Dann wären all diese NGO-Maklervereine, die in „unserem Bern“ um finanzielle Unterstützung und um „Almosen“ betteln, korrekt benannt. Die Zuwender ganz oben haben sicher irgendwo noch ein Kässeli, wo sie so kurz nach dem Nachtgebet nochmals die Hand in Unschuld waschen. 😡

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  • Stefan Mueller sagt:

    ach wass, der Linksstaatsfilz klebt!
    da wird locker eine "Lösung" gefunden damit die Kohle weiter fliesst!
    In der Bünzli-Bananenrepublik, in der sich Anstands-Volksvertreter gar Knete für nicht-stattfindende Plauderstündeli zuschanzen wollen, wo unfähigste Apparatschicks wie Leuvrat/Pardini/Tschümpelin etc. von Klavierspielerinnen mit Filz-Plätzchen versorgt werden, wo Anstands-Volksgenossen-Typen den des Meineides und der Urkundenfälschung überführten Fabbri zum Bundesrichterlein mauscheln, etc

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  • Gonzo sagt:

    Spiess Hegglin als moralische Instanz, wir haben es wirklich weit gebracht.

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  • baloiszydeco sagt:

    Schluss mit diesen nutzlosen Humbug und die Cüplis von heuchlerischen Moralin Sozis bezalen, sagt dieser zornige Steuerzahler.

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  • Dyx sagt:

    In 20 Minuten von Tamedia (Mehr - Bern) kann, wer gerne will, noch heute Morgen das Bild samt nettem Bericht zum Thema geniessen. Mich widert diese Taktlosigkeit an.

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