23. Juli 2021
Joyce Küng

SRF hat eine neue Form der Unterdrückung identifiziert: Das Patriarchat der Dinge! Muss nun auch das Design neutralisiert werden?

Der Gast bei SRF2 Kultur hiess Rebekka Ender. Sie ist Journalistin und hat herausgefunden: Nicht nur alte weisse Männer unterdrücken verbal. Nein, es gib auch ein «Patriarchat der Dinge».

Von ihr lernte ich, dass ein Design nie neutral sein könne. Es entspreche nämlich immer einer gewissen Haltung, die der Mensch habe. Design könne «patriarchal» sein, auch wenn es aus einer unbewussten Haltung entstanden ist.

So sei ein Pissoir klar diskriminierend, denn für die Frau gäbe es kein Äquivalent. Teppichböden seien hingegen bewusst da, damit Frauen mehr Zeit Zuhause mit staubsaugen verbringen.

Nun bin ich fatalerweise auch als schwarze Frau auf Erfindungen von weissen Männern angewiesen: Wenn ich ein Bild aufhängen will, nehme ich einen Hammer aus der Werkzeugkiste, ein paar Nägel, vielleicht noch die Wasserwaage, um ganz genau arbeiten zu können.

Dass der Stiel des Hammers (noch) nicht dem «Pinkwashing» verfallen ist, störte mich bisher nie. Mich, als Frau, sprach das Produkt an, wie es war – auch ohne rosaroten Griff oder was weiss ich.

Heisst das, wir sollten unser Umfeld vermehrt mit Lippenstift, Wimperntusche und Silikon gestalten? Oder wäre das auch sexistisch?

Wie kann ich alles korrekt machen? Das Leben ist kompliziert geworden. Ich komme nicht mehr draus. Wir sind verloren.

Joyce Küng ist Praktikantin beim Schweizer Monat. Sie ist Gründerin der PR-Agentur Nischenmarketing.

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31 Kommentare zu “SRF hat eine neue Form der Unterdrückung identifiziert: Das Patriarchat der Dinge! Muss nun auch das Design neutralisiert werden?”

  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Nimmt überhaupt jemand diese Witzbude namens SRF noch ernst?

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Das Problem, dass eine Kartoffel in der schmutzigen Erde wachsen muss, während eine Orange das Sonnenlicht geniesst, wurde noch nicht einmal aufgegriffen.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Vor wenigen Jahren habe folgenden Satz von einem "Designer" am Radio gehört: "Mit der Überwindung der Funktionalität tun sich unendliche Möglichkeiten auf". Der Satz ist mir geblieben, denn ich halte ihn für den größten Blödsinn, den je ein Mensch ausgesprochen hat. Auf die Kreation von Sinnlosem können wir doch verzichten. Es gibt nichts Diskriminierenderes als die Fähigkeit zu denken. Pech, dass wir keine Tiere sind? Man könnte es fast meinen. Nein, das ist gut so. Denken heisst unterscheiden.

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    • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

      Es gibt einen noch blöderen Grossblödsinn aus dem SRF: Vor ein paar Jahren äusserte ein Berner Strafrechtsprofessor im Echo der Zeit, dass die wirksamste Massnahme gegen die Ausländerkriminalität sei, wenn man möglichst viel Ausländer möglichst schnell einbürgert. Seit da höre ich kein SRF mehr. Journalisten, die einem Experten so etwas kritiklos durchlassen sind von mir aus gesehen nicht einfach Linke, sondern Volltrottel.

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  • Peter Eschmann sagt:

    Übler von srf2“kultur“ gestreamter Terror heutiger Intellektueller - ich meine jene, die sich in diesen struben Zeiten in grell grüner und roter Farbe im Vordergrund aufhalten und sich an ihrer Macht zudröhnen - , der einem das Denken madig machen und abnehmen will. Dabei treffen über 50 - 70-jährige Feststellungen ins Schwarze: „Werdet zuerst trocken hinter den Ohren“ oder „die haben noch die Eierschalen am Hintern“. Jedenfalls verschiebt sich das Erwachsenwerden immer mehr Richtung Alter.

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  • SimoneR sagt:

    Das Äquivalent zum Pissoir nennt man Toilette. Die Männer benutzen die Toilette ebenfalls. Nix ist mehr heilig! Aber natürlich können auch Frauen im Stehen Wasser lassen, für mein Dafürhalten etwas umpraktikabel, auch Beinchen heben funktioniert nicht wirklich - fürchte ich. Die echten Männer sollten wir unter Artenschutz stellen, denn in der deutschen Politik finden wir nur noch Eunuchen, alles folgt der Mutti! Kindheitstrauma und Unterbewusstsein sind nicht weg zu diskutieren.

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  • peterlinz sagt:

    Wenn die Männer, jedenfalls mehrheitlich, nicht alle die Dinge entwickelt hätten, die das Leben lebenswerter machten, all die Vereinfachungen in Haushalt, mit Kühlschränken, Waschmaschinen und all die kleinen Dinge wie B¨üchsenöffner, so wären die Frauen immer noch mehrheitlich für die Geborgenheit zu Hause verantwortlich und könnten nicht solchen Blödsinn in steuerfinanzierten Medien erzählen. Die Mehrheit der Frauen schätzt diese Dinge auch. Büchsenöffner*:+-innen gibt es allerdings nicht.

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  • Guy Tiger sagt:

    Rebekka Ender ist keine Journalistin sondern eine Journalierende - ein gewaltiger Unterschied.

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  • minibixi2008 sagt:

    Ich stelle einfach fest dass inmer mehr jüngere Menschen von Demenz in mitleidenschaft gezogen werden. Sie verlieren dann ihren Realitätssinn und leben in einer eigenen Welt die sie für richtig halten.
    Demenz macht zum Glück vor keiner Hautfarbe halt.

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  • Peter Rossa sagt:

    also, wer im Holz-Stiel eines Hammers einen Penis sieht, sollte sich definitiv freiwillig Heroin spritzen oder mit Jeff Bezos auf den Mond schiessen lassen, armer Jeff, armer Mond !

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  • olive sagt:

    Vielleicht will sie dem Vorwurf der "cultural appropriation" vorbeugen. Denn wenn dieser Vorwurf kommt, wenn eine weisse Frau sich einen Indianerschmuck umhängt --
    dann könnten wir nicht mehr aufhören, den PoC dasselbe vorzuwerfen, vom Kühlschrank bis zum Iphone, alles weisse Männer, die das erfunden haben.
    Sie dürften keine Klimaanlage benutzen und auch keinen PC.
    Von Fliegen und Bahnreisen ganz abgesehen. Haare glätten , asiatische Augen operieren: Alles "kulturelle Aneignung durch PoC.

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  • Mexico sagt:

    Die vielen Weltverbesserer wie Frau Ender haben ein riesen Geltungsbedürfnis, sind aber ein Zeichen von dekadenten Verhalten und Denken. Während es weltweit immer noch verbreitet Armut gibt, sollte sie sich nach Afrika, Asien oder Lateinamerika begeben und der Gesellschaft von Nutzen sein. Nicht wie jetzt.

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  • martin ordody sagt:

    So sei ein Pissoir klar diskriminierend, denn für die Frau gäbe es kein Äquivalent. Und seit wann benützen die Frauen Pissoir? Das unser SRF voll ist mit verblödeten Journalisten, ob intern oder extern voll ist kann man täglich beobachten, ob bei der Tagesschau oder anderen Sendungen. Es kommt ein Einheitsbrei aus Links/Gutmenschlichem Gemisch raus.

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  • Peter Eschmann sagt:

    Mittlerweile soll die Delta-Variante für praktisch alle Ansteckungen verantwortlich sein. BR AB und sein BAG unternehmen alles, die lieben Mitlandleute auf die Seite der Geimpften zu ziehen und locken mit vom Steuerzahler gesponserten Vergünstigungen. Aber da es jetzt auch wieder die Geimpften erwischt, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass hier die Impfung versagt. Die Begründung, die Krankheit laufe glimpflicher ab, kann man glauben. Aber wissen tun wir‘s nicht!

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  • oazu sagt:

    Wage hier die Aussage, dieser Frau Journalistin zu raten, sich mal zwecks Selbstreflektion über möglicherseise zu Wahn neigender eigener Vorstellungen ein Gespräch mit professioneller Beratung zu begeben.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Langsam kommt mir die mediale Verbreitung all der erfundenen "Verblödungen" in unserer Gesellschaft schlimmer vor, als die damaligen Gründe, warum das grosse "Römische Reich" sich selber vernichtete! Wenn das so weitergeht, wird unsere westliche Gesellschaft bald auch nicht mehr existieren!

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    • Robert sagt:

      Genau meine Meinung! So geht unsere Gesellschaft den Bach runter. Spätere Generationen werden dann irgendwann lernen, dass Europa einmal ein blühender Kontinent war, der dann halt zu dekadent wurde und darum unterging.

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  • Realo100 sagt:

    Das ist keine neue Form der Unterdrückung, sondern nur eine weitere Form der Dekadenz oder des Blödinns. Schon die Tatsache, das unser Sozialitischer Ramsch Funk (SRF) solchem Quatsch eine Plattfrom einräumt, sagt alles über diese "geschlossene Anstalt".

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  • Janosh sagt:

    Nein, geschätzte Frau King, wir sind nicht verloren! Betrachten wir doch dieses törichte Verhalten ganz einfach als Reifeprozess verklemmter und gehemmter Pubertierender. Irgendwann kommen sie zur Vernunft! Lassen wir uns also nicht verrückt machen.

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  • T sagt:

    Wenn man denkt es kann nicht schlimmer kommen, kommt es schlimmer. Da scheinen Leute von ihrem Magig-Mushshroom-Trip, nicht mehr herunter zu kommen.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    DER WEISSE MANN: Die Menschheit hat dem weissen Mann extrem viel zu verdanken, was unser Leben heute erstrebenswert, angenehm und schön macht: Auto, Demokratie, Atomkrakt, Philosophie, Waschmaschine, Glühbirne, Zoologische Gärten, Flugzeug, TV - einfach alles und jedes.
    OHNE DEN WEISSEN MANN würde der Rest der Menschheit immer noch grunzend im Dschungel auf den Bäumen leben und sich Bananen zuwerfen.

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    • Mueller sagt:

      Sehr richtig, der weisse Mann hat die wichtigsten Dinge der Neuzeit erfunden! Die Japaner begannen als erste die westlichen Errungenschaften zu kopieren; Fotoapparate, Autos, Unterhaltungselektronik! Als dann die Kommunisten in China den Staatskapitalismus einführten , ging dort das grosse Abkupfern los! Aber nicht vergessen der schlechte und böse weisse Mann hatte es erfunden!

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    • SimoneR sagt:

      Lieber Herr Schudel, ich gebe Ihnen vollkommen Recht! Jetzt jedoch haben wir die "ALTEN WEISSEN FRAUEN" in der EU Politik, die einiges davon schon abgeschafft haben und zwar alternativlos. Mit dem neu erfinden ist es schwierig. In Hinblick auf unseren "Import Österreicher" in D jedoch, waren und sind die Damen durchaus lernfähig. Der pol. Nachwuchs in D ist ähnlich gestrickt nur noch unintelligenter!

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    • T sagt:

      Gott sei Dank waren wir es, die weissen alten Männer! Man stelle sich vor, dass Pissoir wäre schwarz.

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    • holsderkuckuk sagt:

      So ein Rassist, aber wo er Recht hat, hat er recht. Bitte seien sie mit solchen Äusserungen vorsichtig. Mit den Verunglimpfern aus der Blase der Guten und der Schönen ist nicht zu spassen, wenn man nicht ihrer Meinung ist. Ich gebe zu bedenken, nach diesem Beitrag hat es keinen Sinn sich zu schwärzen um nicht als Weisser aufzufallen. Das wäre dann der politische der Super GAU, keinem Weissen steht es zu sich schwarz anzumalen, auch nicht an der Fasnacht.

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