19. August 2021
Alles lesen
Marcel Odermatt

Statt neue Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen, braucht es jetzt eine Debatte über die Entwicklungspolitik

Bundesbern diskutiert seit einigen Tagen über die Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan. FDP-Justizministerin Karin Keller-Sutter gab gestern bekannt, der Bund verzichtet darauf, sofort eine grössere Gruppe von Migranten aus Afghanistan direkt aufzunehmen.

Diese Diskussion ist typisch für die Asyl- und Aussenpolitik der Schweiz der letzten Jahre.

Statt über Menschen zu debattieren, die zusätzlich hier herkommen sollen, bräuchte es jetzt eine kritische Diskussion über die Entwicklungs- und Migrations-Politik generell.

Alleine die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) gab 2020 mehr als 30 Millionen Franken in Afghanistan aus. Was es jetzt bräuchte, wäre einen Marschhalt. Eine kritische Analyse.

Was brachten diese Projekte? Wem nützten sie? Was bedeutet die jüngsten Ereignisse in Afghanistan für die Schweiz? Und vor allem: welche Konsequenzen müssen nun gezogen werden.

Weitermachen wie anhin, führt offenbar in die Irre. Es braucht neue Ansätze. Wenn jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, die Weichen neu zu stellen, wann dann?

441 2

22 Kommentare zu “Statt neue Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen, braucht es jetzt eine Debatte über die Entwicklungspolitik”

  • Buecherwurm sagt:

    SPON schreibt aktuell: "Im Norden organisieren Mitglieder der aus Kabul vertriebenen Regierung den Widerstand: Vizepräsident Amrullah Saleh will gemeinsam mit Milizenführern den Kampf gegen die Taliban aufnehmen – eine mögliche neue Nordallianz."

    Die Lobby der Rüstungsidustrie der westlichen Welt wird dazu raten, die neu mit Waffen und Geld auszurüsten. . . .

    8
    1
  • Heinrich sagt:

    Afghanistan ist fast doppelt so gross an Fläche wie Deutschland und hat mit 35 Mio Einwohner etwas weniger als die Hälfte, als die 80 Mio in Deutschland. Es ist völlig unsinnig, verkehrt und entbehrt jeder Notwendigkeit Tausende nach Deutschland (und anderwo) zu holen. Auch importiert Deutschland einmal mehr lang- und kurzfristig grosse Risiken und Strukturelle Gesellschaftliche Probleme. Lieber finanziell vor Ort helfen, die UNO Flüchtlingshilfe wurde dafür gegründet.

    45
    1
  • Realistin sagt:

    Wir wollen hier nicht auch noch Zensur. Es genügt, dass schon in den Mainstreammedien die meisten Kommentare mit anständigen Aussagen zennsiert werden, die den Zensuristen dort nur meinungsmässig nicht passen.
    Ich weiss nicht, warum man sich über solche, zum Teil wirklich primitiven Kommentare aufregen muss. Sowas überlese ich einfach.
    Man muss sich zum Beispiel aber schon fragen, wer Leute wählt, die gegen die Interessen der CH verstossen und nur nach internationaler Beachtung dürsten.

    51
    5
  • Josef Hofstetter sagt:

    Keine Überraschung und nun kommt die Werbesendung Arena mit diesem Thema, Ehrengast wird sicher Molina sein, der sofort 20'000 übernehmen will. Mir fällt auf, dass beim Fersehen und den Zeitungen praktisch ein Stillschweigen über Biden erfolgt, nicht auszurechnen wenn Donald Trump dies so gemacht hätte.

    65
    1
  • ulrich vogt sagt:

    Bonjour im Sumpf, Mueller, denn wer genau weiss, wer und wie dort klebt, spricht sicher aus Erfahrung. Grenzwertige Kommentare mit Verunglimpfung von gewählten Parlamentariern lässt tief blicken. Irgend jemand hat ja diese Leute gewählt. Fragt sich nur, ob dieser Teil des Schweizervolkes alles Taugenichtse, Secondo Schwätzer und sonstige missratene Subjekte sind. Mueller, Sie qualifizieren sich höchstselbst mit solchen Zuweisungen. Und die Weltwoche ebenfalls, die Solches einfach durchwinkt.

    8
    46
    • Marlisa Schmid sagt:

      Ich finde die Kommentare von Mueller äusserst inspirierend und mit markigen Worten voll auf den Punkt gebracht. Es sind tatsächlich die Secondos mit Doppelpass im Parlament, die unserem Land mit ihrer Politik massiv Schaden zufügen und alles daran setzen, die Interessen der Migranten und Asylbewerber zum Schaden unseres Landes durchzusetzen. Könnten Molina und Arslan frei nach ihrem Wunschvorstellungen wüten, wäre unser Land längst vor die Hunde gegangen.

      38
      2
    • juege sagt:

      Auch Sie werden noch lernen müssen, die Wahrheit zu akzeptieren.

      5
      3
  • Marlisa Schmid sagt:

    Eine Aufnahme afghanischer Flüchtlinge wäre der falsche Weg. Die Afghanen sind schlecht integrierbar und praktizieren einen sehr konservativen Islam. Die Kopftuchdichte an unseren Schulen, die ohnehin schon heute zu Sorge Anlass gibt, würde sich erhöhen. Nein, die Muslime sollten in ihrem Kulturkreis bleiben. Die Schweiz muss vor Ort grosszügig finanzielle Hilfe leisten, das schon! Dänemark geht mit gutem Beispiel voran, indem es erklärt: NULL Asylbewerber auf dänischem Boden.

    54
    1
  • minibixi2008 sagt:

    Wenn schon Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen, dann bin ich dafür dass man nur Frauen und Mädchen aufnimmt. Nicht nur die Talibanen sind Frauenhasser, nein es sind alle Männer in solchen Länder die die Frauen wie Dreck behandeln.
    Aber ich bin überzeugt dass unsere linken grünen politischen Emanzen es fertig bringen Tor und Tür zu öffnen dass wir wie immer nur mit jungen Hochkriminellen Frauenhassendem Kindervergewaltigenden Monstern überschwemmt werden, bis die Scharia auch hier Gesetz ist.

    151
    4
  • eduardkeller sagt:

    Was sind schon 30 Millionen nach Afghanistan. 6 Milliarden für Friedensflieger nach USA sind sicher auch gut angelegt?

    20
    150
  • Rolf Bolliger sagt:

    Der mit lautem Applaus und Luftsprüngen aus dem Bundesrat geworfene Bundesrat Blocher wollte und seinen 4 Jahren als Justizminister genau diese Entwicklungshilfen in Milliardenhöhe ernsthaft und sachlich diskutieren und anpassen! Bis heute bleibt diese Geldverteilerei weiterhin völlig tabu in Bundesbern! Das wird auch die Afghanistan-Krise nicht ändern! Lieber spielt man einmal mehr eine gefährliche "Willkommens-Geste" und nimmt bald aus dieser extrem islamistischen Hochburg Tausende auf!

    240
    0
  • VP-Falger sagt:

    Schweizer Entwicklungspolitik muss künftig nachhaltige Entwicklung für das jeweils betroffene Volk, durch Einsatz vorort unserer Kräfte, passieren und nicht durch das Taschenfüllen der regierenden Despoten, deren Millionen- und Milliarden schweren Konten dann in Steuer-Vernebelungsoasen irgendwann entschleiert werden. Nich Pseudo-Chartas und Pseudo-Protokollen beitreten, wie der kriegstreibenden UNO, sondern dem Schweizer humanitären Auftrag folgend, mit eigenen Kräften Hilfe leisten.

    169
    2
  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Ich bin dafür, dass Budget und Personal im Asylwesen bis zu 80% gekürzt werden. Das frei werdende Geld wird hälftig eingesetzt a) zur Verstärkung des Schweizer Grenzschutzes und b) für Asylhilfe vor Ort des Geschehens (in Nachbarstaaten von Ländern, in denen Asylgründe entstehen). Da die Leute dort i.d.R. nicht solche fürstlichen Gehälter kassieren und keine millionenschwere Medienpropaganda unterhalten, würde das Geld dort ein Vielfaches mehr bringen.

    234
    3
    • Meinrad Odermatt sagt:

      Genau. Asylrecht sollte nur in den Nachbarländern gewährt werden. Ähnliche Kultur, ähnliches Klima. Was glauben Sie, wie nett diese Länder plötzlich miteinander umgehen werden? Wenn aber jeder auf der Welt ein One-way-ticket in die Schweiz erhält, im 1.Rang der Lebensqualität, oder mindestens in die EU (mit Möglichkeit das Land zu wechseln, also lieber Paris als Bukarest oder Oslo ) lohnt es sich sogar nur schon deshalb, einen Konflikt anzuzetteln.

      5
      0
  • peterlinz sagt:

    Gemäss Basler Zeitung ist ein SVP-ler der meint, man sollte eigentlich nur Christen als Flüchtlinge aufnehmen und man sollte mal ein Islamisches Freitagsgebet anhören, wo aufgefordert wird, Nichtmuslime zu köpfen, ein extremer Fundamentalist und ein Rassist. Das verzapft dann noch ein sogenannter staatlich alimentierter Extremistenforscher wie wenn man nicht wirkliche Probleme mit der muslimischen Welt hätte. Wie wenn nicht tatsächlich Homosexuelle geköpft und Christen verfolgt würden .

    185
    8
    • juege sagt:

      Seit dem Weggang von Somm ist die BAZ die Steigerung der WOZ.

      14
      0
      • Stefan Mueller sagt:

        allerdings, der Somm-Nebelspalter entwickelt sich auch wieder zur Zensörli-Postille, wo stramme Wischiwaschi tagtäglich vermelden wie froh sie doch mit den Wischiwaschi-Artikeln (o.k Ausnahme Feusi) des Nebelspinners sind!
        Man sieht es ja schon hier bei WEWO Daily wo Dumpfbacken ohne Wissen und Argumente daherplodern, und sofort gegenteilige Meinungen oder gar Kritik mit dem Gulag ausmerzen wollen.
        Mal schauen wie lange Köppel hier standhält, Bei der WEWO selber ist der längst eingeknickt!

        1
        1
      • Florence sagt:

        Aber der Nebelspalter hat Fahrt aufgenommen!! Kompliment hier an Herrn Somm!

        1
        0
  • steinlin sagt:

    Jedes Mal wenn irgendwo eine Krise ist, will die SP zusammen mit den Grünen zehn oder damals 2015 Glättli, gar hunderttausend sogenannte Flüchtlinge in die Schweiz holen.
    Ginge es nach den linksgrünen, wäre unser Sozialstaat schon lange am wanken. Was für Figuren werden da in unsere Parlamente gewählt ?

    231
    2
    • Stefan Mueller sagt:

      also bitte....Schwadronierer, die mit Ihren Sippen in ihrer Heimat abgehauen sind, statt mit Arbeit für Erfolg zu sorgen, um dann im Bünzli-Linksstaatsfilz an den Staatsfuttertrog zu kriechen...
      Und wer in diesen Sumpf klebt...ob als Secondo-Schwätzer-Hetzer wie die Fucinelle Arschlan Molina Badran Wermut etc. oder als widerlicher Taugenichtse wie die Glättli Giroud Zimmermann Kleiner Josic etc....
      Die lernten alle in diesem Sumpf das "Umgehen mit Kohle"...also mit der Kohle der Anderen!!!!

      133
      2

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.