11. Oktober 2021
René Hildbrand

Klima-Aktivisten fordern, dass der Bundesrat den Klima-Notstand ausruft. Angefahren kommen sie in Benzin- und Diesel-Rosthauben

Eine Woche lang schikanierten Klima-Aktivisten mit Strassenblockaden die Zürcher. Und forderten, dass der Bundesrat den Klima-Notstand ausruft. Läden und Restaurants an der Uraniastrasse hatten keine Kunden mehr, weil die Extremen vor den Türen hockten.

Ein wacher TeleZüri-Videojournalist spürte am Freitag einen Teil der Aktivisten beim Abräumen ihrer Zelte auf. Auf dem Gnadenhof im zürcherischen Egg, wo sie campiert sowie an die Büsche und in den Wäldchen gepinkelt haben. 

Der Reporter hatte entdeckt, dass viele Radikale mit der Karre unterwegs sind. Hunderte von Kilometern. Um den Verkehr in anderen Städten zu sabotieren. 

Sie fahren nicht E-Autos oder treibstoffsparende Autos, sondern vielsaufende alte Benzin- und Diesel-Rosthauben. 

Immission impossible. Merke: Pharisäer können gefährliche Gegner sein.

Die mit Klimastreik-Klebern versehenen Vehikel trugen Nummernschilder wie Waadt, Wallis oder Jura. 85 Prozent der bedingungslosen Störenfriede und Provokateure stammten aus der Westschweiz. Rund 25 Prozent von ihnen waren laut Stadtpolizei Zürich über fünfzig Jahre alt.

Auf ihr Auto und ihre Inkonsequenz angesprochen, sagte eine gut abgehangene jurassische Biobäuerin mit dem Charme einer Guillotine in die TeleZüri-Kamera: «Wir sind keine Ausserirdischen, die perfekt sind!»

Immerhin haben die Schwererziehbaren von Extinction Rebillion während ihrer Zürcher Woche einen neuen Fan gewonnen: Nachdem Stadtrat Richard Wolff (AL) die (unbewilligte) Demo und die Blockade aus nächster Nähe beobachtet hatte, sagte er mit Überzeugung : «Ich verstehe das Anliegen dieser Leute gut!»

Die Zürcher Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) nahm trotz Anfragen aller Zürcher Medien keine Stellung. Stattdessen verreiste sie in die Ferien.

Zum Abschluss der ganzen üblen Geschichte will ich Max Liebermann zitieren. Der berühmte deutsche Impressionist hatte einmal gesagt: «Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.»

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13 Kommentare zu “Klima-Aktivisten fordern, dass der Bundesrat den Klima-Notstand ausruft. Angefahren kommen sie in Benzin- und Diesel-Rosthauben”

  • tomcat37 sagt:

    Werden demnächst 100 oder 1000 neue Kohlekraftwerke gebaut ?
    Ich habe es vergessen; so oder so: was wir in der Schweiz machen oder machen könnten, spielt da gar keine Rolle.

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  • Stefan Mueller sagt:

    gut abgehangen?
    in der Wildsaison spricht man von ""faisandieren"!!!!!
    Wo totes Wildgeflügel an den Füssen, an frischer Luft aufgehängt/abgehangen, wird "um zu reifen"..bis öligschmieriges Sekret aus dem Schnabel trieft!

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  • Edmo sagt:

    Oligarchen, wie George Soros oder Klaus Schwab steuern gekonnt die globale NGO-Mafia, die wiederum mit der Politik und den Institutionen eng verwoben ist. Am untersten Ende des organisierten Wahnsinns findet man die richtig Dummen. Es sind die Aktivisten, die sich voller Elan und Ahnungslosigkeit für das ganze Pack in den Kampf werfen. Man muss sich nicht wundern, wenn die Aktivisten kein stimmiges Bild erzeugen können. Das wäre weit ausserhalb ihrer kognitiven Fähigkeiten.

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  • minibixi2008 sagt:

    Diese dummen grünen Biofurzer merken nicht dass sie von den mächtigen Wirtschaftsbossen und verlogenen PolitikerInnen vorgeschoben werden um uns kleinen dummen Bürger mit immer neuen Umweltsteuern das Leben schwer machen. Diese Machthaber wissen ganz genau dass niemand das Klima aufhalten kann, aber wenn man den Menschen Angst macht kann man sie melken. Es klappt ja bei Corona auch hervorragend.
    Je mehr die Menscheit das denken der verlogenen Politik überlässt desto unerträglicher wird es.

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    • mhol sagt:

      Vielleicht sollte man zugestehen, dass es solche gibt, welche einfach besorgt sind. Wir haben ernsthafte Umweltprobleme. Seit Jahrzehnten. Nix geht, die Wirtschaft sperrte sich weltweit.
      Jetzt ist eine rot bis dunkelrote(=grüne) Welle mit diktatorischem Eifer via Klimawandel-Gehirnwäsche etabliert und erfolgreich unterwegs. Desaströs. Weil es hochwahrscheinlich nix bring ausser Tyrannei und Korruption, von Links. Der Zulauf eben auch von Menschen, welche sich echt Sorge machen. Bisher ungehörte

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  • Realo100 sagt:

    Der Einsatz der Stadtpolizei kommt laut einem Bericht der NZZ die Stadt Zürich teuer stehen: ca 1/2 Million Franken, welche aus Steuergeldern bezahlt werden müssen. Da die Demos nicht bewilligt waren betrachte ich dies als einen Raubzug auf unsere Geldbeutel und fordere ultimativ, dass die Verantwortlichen unverzüglich zur Rechenschaft gezogen werden. Dass Herr Wolff mit seiner unbedachten Äußerung noch Öl ins Feuer gießt, ist unverantwortlich. Glücklicherweise tritt er bald ab.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Angeblich trugen die Polizisten die Demonstranten, die, die Strasse blockierten zur Seite. Hat diese rot-grün dekadente Stadt keinen Wasserwerfer oder Knüppel? Es ist offensichtlich der, auch von R. Köppel, in den höchsten Tönen gepriesene Rechtsstaat ist eine Farce. Die drei Gewalten Legislative, Exekutive und Judkative sind verkommen und abgewirtschaftet. Jahrzehnte politischer Liederlichkeit haben ihren Preis. Politiker die nur noch auf den eigenen Gewinn ausgerichtet sind, sind erbärmlich.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Was doch eine links/grüne Regierung alles akzeptiert und sogar verständnisvoll unterstützt, zeigt wie weit dieser urbane Zeitgeist schon fortgeschritten ist! Der Stadt-Land-Graben wird immer breiter und tiefer! Etwas das die Medien natürlich nie zugeben, weil dieses Faktum schon lange von der "verda....." SVP festgestellt wurde!

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  • Eulenlaender sagt:

    Ein gutes Beispiel dafür, wie der Kampf gegen den CO2-Ausstoss den Ausstoss von CO2 (und anderem Dreck) erhöht. Man muss sich einfach damit abfinden, dass solche Aktivisten weder reichlich mit Intelligenz noch mit Vernunft gesegnet sind.

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  • oazu sagt:

    Für solche "gute Missionen" ist alles recht. Beginnt bei NGO Aktivisten bis zu BRinnen wie Leuthard mit BR-Privatjet samt Medientross nach Grönland's Eiswüsten, oder Biden's Klima-Zar Kerry, der geradezu Rekorde im Herumfliegen aufstellt mit zu seinem Status und Wichtigkeit der Mission passend grossen Privatflugzeugen für all seinen zur Demonstration der eigenen Wichitgkeit gerne mitreisenden Berater und Lakaien.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    ... mit dem Charme einer Guillotine... das muss ich mir im Mund zergehen lassen.

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