11. Februar 2021
Christoph Mörgeli

Suizid ist das grosse Tabu in der Covid-Krise

Der Berner SVP-Nationalrat Lars Guggisberg wollte im Dezember vom Bundesrat wissen, wie sich die Corona-Massnahmen auf die Suizid-Rate auswirken. Die Antwort: «Die Suizid-Zahlen des Jahres 2020 werden im Dezember 2022 veröffentlicht.»

Während sonst die Statistiken zeitnah vorliegen, soll zum Thema Selbstmord erst nach Ablauf von zwanzig Monaten Klarheit herrschen.

Die Medienstellen der Kantonspolizei von Aargau, Bern, St. Gallen und Zürich antworten präziser. Die Zahlen des Jahres 2019 liegen längst vor, jene von 2020 sollen spätestens Ende März 2021 öffentlich gemacht werden.

Das Suizid-Monitoring der kantonalen Gesundheitsdirektionen zeigt deutlich nach oben, auch wenn die Zahlen (noch) nicht erhältlich sind. Die Psychiatrischen Kliniken und die Institutionen der Jugendpsychiatrie sind weit stärker als üblich belastet.

Alarmierend sind die Nachrichten aus den Intensivstationen. Dort sind gescheiterte Suizid-Versuche fürs Personal fast noch belastender als die Covid-Fälle. Behandelt werden Schussverletzungen in den Kopf, Medikamentenmissbrauch und schwerste Frakturen und innere Verletzungen infolge freiwilliger Stürze von hochgelegenen Balkonen.

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16 Kommentare zu “Suizid ist das grosse Tabu in der Covid-Krise”

  • Markus sagt:

    Ich glaube die Damen und Herren in Bern haben ( noch ) nicht begriffen, dass das Volk der Souverän ist und sie nur das ausführende Organ. Das Volk sollte dies diesen Selbstherrlichen mal wieder begreiflich machen.

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  • speedy66 sagt:

    Kommunisten hatten schon immer eine hidden Agenda und die beiden Versager Sommaruga und Berset sind nun mal Kommunisten. Fragt sich nur, wo die bürgerliche Mehrheit bleibt - die scheinen im Winterschlaf versunken zu sein.

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    • Markus sagt:

      Riesige Versager und Dilettanten, welche dringend zur Rechenschaft gezogen und von ihrem Amt enthoben werden sollten. Solche Bundesräte sind es nicht wert, unser Volk zu vertreten. Eigentlich müssten Berset und Sommaruga die Saläre um 2/3 gekürzt werden. So würden sie vielleicht begreifen, wie das Volk unter ihren Massnahmen zu leiden hat.
      Herr Maurer ist der Einzige, der noch den Überblick hat.

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    • juege sagt:

      Die "Bürgerliche Mehrheit" besteht leider nur noch aus 26 % SVP.

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      • Chantania sagt:

        Der Bundesstaat mit seiner Verfassung wurde vor rund 170 Jahren von mutigen, damals europaweit als liberale Revoluzzer verschrieenen FREISINNIGEN aus der Taufe gehoben.
        Und ich werde mittlerweile das Gefühl nicht mehr los, dass er sich gerade durch das weit ins landesverräterische reichende Versagen ebendieser FDP mit ihrem Hausblatt NZZ intensivstationsreif gefährdet findet.

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Teil2
    Anstatt sämtliche Schutzmassnahmen deren Wirkung bewiesen und anerkannt sind auszubauen, zu verbessern und konsequent durchzusetzen, anstatt den Schutz der Vulnerablen rigoros zu optimieren und anzuordnen, anstatt endlich die widersprüchlichen Einreisemassnahmen für alle Verkehrsmittel gleichzusetzen, wird ein Konzept des Vernichtungswahn betrieben, was nichts anderem als einem kriminellen Akt gleichkommt!

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Teil 1
    Unsere Politiker, vor allem unsere Regierung in Bern unter der Federführung von BR Berset, unterliegen einem völligen Vernichtungswahn unseres hart erschaffenen Volksvermögens und vor allem auch von tausenden von Existenzen und gar Leben.
    Der jetzige Lockdown zeugt von einer geradezu puerilen Ideenlossigkeit unserer vermeintlichen Verantwortungsträgern in Bern.

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    • Chantania sagt:

      Der Neo-Magier Berset kann seine Voodookünste nur mit gütiger Mithilfe seiner duckmäuserischen Ritualdiener Keller-Suter, Cassis, Parmelin, sowie dem unsäglichen NZZ-Gujer durchsetzen. Warum stellt niemand endlich diese Liberalismusrückenstecher/-innen ins Scheinwerferlicht?

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  • olive sagt:

    Hoffentlich lesen viele viele Leute diesen Text. Es ist erschütternd.

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  • Melanie sagt:

    Ja, schon klar, dass man das vertuschen will. Denn seit letzten Jahres machen sich auch bisher ganz normale und vitale Menschen darüber Gedanken, dass und wie man Schluss machen könnte, weil das die bessere Option zu sein scheint, als in einer solchen Spinner-Gesellschaft weiterleben zu müssen. Ganz abgesehen von jenen, die nichts mehr zu verlieren haben, weil man ihnen schon alles genommen hat: Würde, Arbeit, Existenz, Sinn, Freude u.v.m.
    Allerbesten Dank für diesen wichtigen Text!

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