27. Juli 2021
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Thomas Renggli

Trainer Vladimir Petkovic verlässt die Schweizer Nationalmannschaft in Richtung Frankreich. Es ist der perfekte Abgang im idealen Moment.

Man könnte Petkovic Opportunismus oder eine Verletzung der Treuepflicht vorwerfen. Mitten in der Qualifikation zur WM 2022 in Katar verabschiedet er sich in Richtung Bordeaux.

Doch das wäre zu kurz gegriffen. Petkovic hat realisiert, dass es nach der Viertelfinalqualifikation an der EM für ihn mit der Schweiz wohl nichts mehr zu gewinnen gibt – dass es nach sieben Jahren Zeit ist, einer neuen Kraft Platz zu machen. Zuvor hatten die weit populäreren Trainer Köbi Kuhn und Ottmar Hitzfeld das Team während sieben bzw. sechs Jahren geführt.

Man kann Petkovic auch nicht vorwerfen, dass er dem Geld oder einem angenehmeren Leben nachrennt. Denn einen gemächlicheren Arbeitsrhythmus als an der Spitze eines Nationalteams (bei einem Millionensalär) gibt es nicht. So ist sein Abgang eine Win-win-Situation: für den scheidenden Nationaltrainer, der sich nun nochmals im Tagesgeschäft behaupten muss. Und für den Schweizer Verband, der aus einer Reihe von Kandidaten auswählen kann (Marcel Koller, René Weiler, Martin Schmidt, Lucien Favre), die fähig sind, die gut eingespielte Mannschaft weiterzubringen und die Funktion als Botschafter des Schweizer Fussballs besser wahrnehmen als der oft distanzierte und einsilbige Petkovic.

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5 Kommentare zu “Trainer Vladimir Petkovic verlässt die Schweizer Nationalmannschaft in Richtung Frankreich. Es ist der perfekte Abgang im idealen Moment.”

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