01. Juni 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Trötzeli-Bueb Cédric Wermuth: Weil der Bundesrat das Rahmenabkommen beerdigt hat, will der SP-Präsident der EU beitreten – und die SVP mobben

Der SP-Co-Präsident Cédric Wermuth hatte letzte Woche einen denkwürdigen Auftritt in der «Arena» des Schweizer Fernsehens. Nicht, dass er viel geredet hätte, im Gegenteil. Er intervenierte nur wenige Male. Selten aber hat ein Schweizer Politiker einen solchen «Lätsch» gezogen und soviel Unsinn auf einmal von sich gegeben. Man weiss gar nicht, wo man anfangen soll.

Soviel steht fest: Wermuths Frust über die Beerdigung des Rahmenvertrages muss gewaltig sein.

Natürlich darf er sich über den bundesrätlichen Entscheid ärgern, auch wenn seine eigene Partei mithalf, diesen Kolonialvertrag unter die Erde zu bringen. Haben nicht Gewerkschafter wie SP-Nationalrat und Gewerkschaftsbundpräsident Pierre-Yves Maillard konsequent dagegen mobilisiert – aus Angst, die Lohnschutz-Massnahmen kämen sonst unter die Räder?

Was müssen wir davon halten, wenn Wermuth nun die SVP von allen künftigen europapolitischen Diskussionen ausschliessen will? Diese Partei wolle keine Lösung, behauptete er. Nein, eine Lösung wie sie Wermuth vorschwebt, wollen SVP und inzwischen über 80 Prozent der Schweizer nicht. Der SP-Vordenker hat nämlich den EU-Beitritt als Perspektive ins Spiel gebracht.

Hatten wir das nicht schon einmal nach dem Nein zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) anfangs der neunziger Jahre und haben wir dann nicht 2001 mit über 78 Prozent den EU-Beitritt massiv verworfen?

Man darf trötzeln – aber bitte mit etwas mehr Stil, Substanz und Realitätssinn.

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27 Kommentare zu “Trötzeli-Bueb Cédric Wermuth: Weil der Bundesrat das Rahmenabkommen beerdigt hat, will der SP-Präsident der EU beitreten – und die SVP mobben”

  • steinlin sagt:

    Ich finde es nicht schlecht, wenn diese linksaussen Figuren Farbe bekennen, auf diese Weise ist es kein Gerücht, dass die Sozis der EU, ohne wenn und aber beitreten wollen.

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  • Luther sagt:

    Diese arrogante, besserwisserische Lackaffen-Impertinenz wird immer unerträglicher. Der Bub ist eine Witzfigur. Was aber vielmehr zu denken gibt, ist die Tatsache, dass so etwas gewählt wird. Und seine Partei ihn zum Präsidenten wählt.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Der hat ja nun laut Partei-Statuten den Abgang zu machen (deswegen bettelte der ja 300'000 zusammen um das Ständerats-Plätzchen zu ergattern)
      Also muss der nun täubelen, damit dem die Klavierspielerin auch ein Pardini/Leuvrat/Tschümpelin-Plätzchen zuschanzt.
      Denn um den Implenia-Moritz zu machen, fehlt dem, obwohl auch Polit-Versager; verurteilten Killern Freigang zu gewähren, respektive, als Filz-Mauschler, eine Kopp mit Lügengeschichten aus dem Amt zu kippen um das Plätzchen selber zu erben!

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  • Peter Rossa sagt:

    dieser Klein-Marx zeigt primitivste Rache-Reaktionen, kannst ihn gleich vergessen !

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  • Bischi49 sagt:

    Pubertierende Sozis strotzen offenbar nur so vor Demokratieverständnis. Wer andere Ansichten vertritt bitte von der Diskussion ausschliessen.

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  • minibixi2008 sagt:

    Habt doch ein wenig erbarmen mit diesem Pausenclown.
    Obwohl er bei der Geburt nicht sonderlich viel Intelligenz mit auf den Weg gekriegt hat, ist er eigentlich dank seines Geistes gleicher Wähler ziemlich weit gekommen und er möchte doch so gerne zu den ganz grossen Brüsseler Genossen gehören.
    Ich kann solche Menschen einfach nicht ernst nehmen
    Obwohl sie Brandgefährlich für ein Demokratisches Land sind. Leider bröckelt die einst so stolze Schweizer Demokratie langsam dahin.

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  • Rolf sagt:

    Der ewige Student Wermuth hat sich mit der SP ganz einfach total verzockt. Mit den Gewerkschaften im Rücken gegen den Rahmenvertrag gewettert und nicht verstanden wohin dies führt. Zum Glück hat er CW nur ein großes Mundwerk ohne Substanz. Danke für die Schützenhilfe beim versenken des Rahmenabkommens.

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  • Edmo sagt:

    Der EU beitreten und die SVP mobben sind schon lange das Lebenselixier von Wermuth. Seine miserable Laune ist angesichts der Kremierung des InstA mehr als verständlich. Alles, wofür der Mann lebt, wurde mit einem Schlag vernichtet. Die SVP steht als Siegerin da, der EU-Beitritt durch die Hintertüre misslang. Wenn die Roten und Grünen extrem schlechte Laune haben, weiss ich, dass wieder einmal etwas gut läuft in unserem Land. Daher am 13. Juni 5 x NEIN, wir können noch einen draufsetzen!

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  • verena sagt:

    Wieso rufen diese Rot-Grünen nicht einer Kindergarten für Erwachsene ins Leben? Genügend ‚Kinder‘ wären mit Sicherheit vorhanden;)

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Ich erinnere mich gut an diese Abstimmung von 1992: Die Stimmung war so aufgeheizt wie heute, nur dass es damals noch kein Internet gab, alles etwas weniger nah war. Die Linke verfluchte schon damals die Hinterwäldler, die Nein sagten. Dem Politikwissenschaftler Wolf Linder der Uni Bern wuchsen über Nacht graue Haare. Ich war schockiert über die Intoleranz der Roten (Grün war quasi inexistent).

    Das war für mich der Grund, vom SP- zum SVP-Wähler zu werden. Bis heute der richtige Entscheid!

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  • gian sagt:

    Genosse Wermuth, ein Treppenwitz der Geschichte. Hammer und Sichel ist sein Symbol. Obwohl der Berufspolitiker und Hausbesetzer
    körperliche Büez nur vom Hörensagen kennt, keinen Nagel einschlagen, keine Wiese mähen kann. Keine durch Arbeit verursachte dreckigen Hände hat, höchstens vom Kiffen gelbe Finger. 2023 Wahltag ist Zahltag: Wermuths Wettlauf gegen die Zeit, können wir so viele ausländische Akademiker, Asylanten und Facharbeiter einbürgern wie wir Schweizer Stammwähler verlieren.

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  • Marcus Porcius sagt:

    So lange es in meiner Stadt mehr Ausländer hat als Schweizer, sicher optisch (weil wir mit der EU lieb sein wollen), und die meisten dieser Ausländer die Reise in die Zivilisation noch vor sich haben: Was kann in der EU schlimmer sein? Höhere Mehrwertsteuer? Die Preise sind in letzter Zeit auch ohne MWST - Erhöhung kräftig gestiegen, jedenfalls die, die ich bezahlen muss.
    Ich bin gegen einen Eintritt in die EU. Aber wenn die Zustände ohne EU übler sind als mit, ist es mir dann auch mal egal.

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    • Christian Weber sagt:

      Sehe ich auch so. Die unkontrollierte. masslose Einwanderung, Schweizer Kinder in Klassen der öffentlichen Schulen sind mittlerweile exotische Ausnahmen, wirkt sich weitaus zerstörerischer auf das L a n d Schweiz aus, als irgendeine institutionelle Anbindung an die EU. Der Bundesrat ist begeistert vom UNO-Migrationspakt ! Verglichen mit dieser Entwicklung sind Fragen wie InstA? oder EU-Beitritt? akademische Nebensächlichkeiten.

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      • Florence sagt:

        Genau falsch herum gedacht. Auf KEINEN Fall auch nur EINEN Finger breit auf EU Vorschläge eingehen! Mit EU undUNO schließt man KEINE Verträge ab. Die Schweizer Bürger haben das Recht der Petitionen und Abstimmungen. Das VOLK ist der SOUVERÄN!
        Ich lebe in einem EU-land. Es ist die Hölle!

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    • VP-Falger sagt:

      Das ist die Kopf in den Sand steck Verhaltensweise der Resignation. Auch wenn es nicht das gelbe vom Ei ist, das nächste Mal SVP wählen. Auch dort gibt es Übermütige, wenn sie mal an der Mach sind. Aber es würde wenigstens einen Richtungswechsel, einen dringend nötigen zur Folge haben.

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      • Realistin sagt:

        Leider kommen auch mit der SVP ungebremst billige Arbeitskräfte ins Land.
        Es ist so, wie Herr Weber sagt: unsere Schulen sind unbrauchbar geworden und unsere Kinder werden von klein auf links grün indoktriniert.
        Wenn die Schweizer unser Bildungssystem nicht wieder auf Schweizer Kurs bringen, und das schleunigst, ist der Untergang der Schweiz nicht mehr allzu fern.

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        • Stefan Mueller sagt:

          Eher Unrealistin!
          Arbeitskräfte die SVP-ler "ins Land holten" benötigten Saisonnier-Bewilligungen!
          Sie kamen um Arbeiten zu machen, für die Schweizer zu fein waren; mussten Gesundheitsatteste, Arbeits- und Wohnbescheinigung vorweisen, um für festgesetzte Zeiten einreisen zu können!
          Erst Linke und Nette mit ihren Sklaven-Lügen/Familiennachzug-fakes starteten die Katastrophe!
          Diese "billigen Büezer" konnten bis zum 40-fachen ihres Heimatlohnes hier generieren, fast wie heute CH in Dubai etc!

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          • Realistin sagt:

            Das war früher mal, Herr Mueller, und ich fand es auch besser. Es war damals allen gedient.
            Aber leider sind es nicht die Linken und Netten, sondern das Schweizer Volk, das dem allem zugestimmt hat. Die Linken und Netten brachten nur die Forderungen.
            Und heute sind es die SVPler, genauso wie die Konzerne, die billige Arbeitskräfte ins Land holen, denn die Linken und Netten haben ja kaum Unternehmen.

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          • Stefan Mueller sagt:

            Irrtum, die SVP stand alleine gegen den gesamten Linksfilz, als das Saisonnier-Statut mit den erwähnten Lügengeschichten geschleift wurde!
            Damals kamen nicht "8000 gutausgebildete Hochqualifizierte", sondern zum grössten Teil willige arbeitsame anständige Leute die mehrheitlich nach ein paar Saisons, mit dem erarbeiteten Vermögen, zuhause eine Existenz aufbauten!
            Damals bezogen Saisonniers in der CH für ihre ?!? Kinder zuhause 70.-/Monat, wobei viele derer Verwandten für 40.- /Monat arbeiteten!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Ein so linksextrem denkenden SP Politiker, der ausser den Schulbänken noch nie um sein eigenes Einkommen gearbeitet hat, kann niemand ernst nehmen! Er scheint sogar nicht einmal die schon längst bekannte Ablehnung zu einem EU-Beitritt wahr zu nehmen und zu begreifen! Nur, mit diesem Trötzelen und dem jetzt erhofften EU-Beitritt markiert er ja den richtigen Sozialist: "Der Staat muss - der Staat soll" Die EU ist und bleibt die grösste Geldvernichtungsmacht mit dem linksextremen Gedankengut !

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  • olive sagt:

    Erwachsene dürfen trötzeln? Dürfen schon.

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  • Waldi Wick sagt:

    Wenn ich mir so die Roten und Grünen im NR anschaue komme auf den Gedanken, dass ein Nationalrats-Kadidat eine Mindestalter von 35 Jahren aufweisen muss. Dazu muss er nachweisen , dass er mindestens zehn Jahre gearbeitet hat. Idividuuen wie die Mädchen Funicello, Moser, die Jungs Wermuth, Glättli, oder Giroud u.a. haben teilweise nach nur zwei Semestern ihr Studium hingeschmissen und sind in die Politik eingestiegen. Wie können diese jungen, lebensunerfahrenen Typen unser Land mitgestalten?

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  • Stefan Mueller sagt:

    Der weibische Frauenversteher/eingeschlichene Secondo konnte trotz erbettelten 300'000-Crowdfounding-Kröten, einer Frau das Ständerätli-Plätzchen nicht wegschnappen. Um nicht hungern zu müssen, mit seiner 220'000 Staatsknete (inkl. Kohle, die die Mit-Staatsabzockerin-Ehefrau*in abgreift) muss der nun auch auf Pardini/Leuvrat-Plätzchen lauern!
    Nun also der typische Sozialisten-Schlappe-Anfall; Wie beim nationalen und den russischen Sozn, muss nach persönlichen Irrläufen die gesamte Nation bluten!

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  • T sagt:

    Die Marxisten wollen u.a. der EU beitreten, weil dann die Demokratie ausgehebelt werden kann. Siehe bereits in Deutschland. Es sollte endlich das Kind beim Namen genannt und nicht immer nur von trötzeln u.ä. gesprochen werden. Das Ziel ist es Demokratien und Nationalstaaten zugunsten eines grün-sozialistischen One World Fantasmas aufzulösen. Dies ist nur in einer totalitären, sozialistischen Ökodiktatur möglich. Wermuth verschleiert diese wahren Ziele geschickt, ist aber wenigstens konsequent.

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